Der Vereinsring mit seinen Helfern und die Aussteller in den Gaden hatten wieder alle Register gezogen: Die Gaden und der Hof vor der Wehrkirche waren innen und außen weihnachtlich mit Tannenzweigen und Lichtern geschmückt. Flackernde Feuerstellen, wärmende Öfen, weihnachtliche Klänge und der Duft von Glühwein, Suppen und gebrannten Mandeln sorgten für eine friedvolle, gemütliche Stimmung.

Wichtig ist den Veranstaltern, dass neben einem vielfältigen Angebot an den Verkaufsständen auch die Kultur einen großen Stellenwert hat. Die Besucher können sich immer wieder zu Konzerten in die Wehrkirche oder in die St. Georgskirche zurückziehen und Stille oder stimmungsvolle Musik genießen.

Wiedersehen mit Jericho

Zur Eröffnung spielte am Samstag die Blaskapelle Diebach, anschließend die Jugendkapelle Unter-Obererthal/Diebach. In der Wehrkirche bot der Chor "the Voices" aus Westheim Besinnliches. Samstag Abend gab die Gruppe "Jericho" in der St.Georgskirche ein Konzert. Dabei stellte die Band Lieder ihrer neuen CD vor. Das Urgestein der Kirchenpopmusik hatte zu den Klängen auch einen extra Aromaduft kreiert.

Am Sonntag folgten noch Akkordeonorchester Hammelburg und der Chor "Kreuz & quer" aus Wolfsmünster mit musikalischen Beiträgen. An beiden Tagen unterhielten die Diebacher Turmbläser mit ihrer Musik im Freien. Auch die Kleinsten Diebacher beteiligten sich am Geschehen. So führte die Kindertagesstätte St. Georg das Stück "Großmama, erzähl´ mir vom Advent!" auf.

"Die Mischung macht´s", bemerkte ein Familienvater, der mit seinen Kindern aufs Christkind wartete. Die Kinder und auch viele romantisch veranlagte Erwachsene lauschten dem Christkind Lea Brandenstein, als es vom Treppenaufgang der Wehrkirche den Prolog sprach. Im Anschluss daran las es in der Wehrkirche eine Weihnachtsgeschichte vor. Zusammen mit den beiden Engeln Anna-Lena Desch und Chiara Brandenstein nahm das Christkind die Weihnachtswünsche der Kinder entgegen und verteilte kleine Geschenke. Der Platz vor den Gaden war gut gefüllt. Während die einen von einer Gade zur nächsten schlenderten, und sich mit Weihnachtsdekorationen wie Kränzen, Kerzen, Sternen eindeckten, freuten sich die anderen über einen gemütlichen Plausch mit Freunden im Freien oder in den urigen Gaden.

Viel Handwerkliches und Selbstgemachtes war zu sehen. Von gestrickten Mützen über Holzsterne bis zu Weidenkörben war die Auswahl groß. "Ich mag das urige Ambiente rund um die Gaden", ist eine Besucherin begeistert. Über alte Sandsteinstufen ging es in Keller oder über Holztreppen nach oben in eine Gaststube. Von dort hat man über kleine Fenster einen Ausblick auf das Treiben auf dem Innenhof.

Fürs leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Neben Bratwürsten, Waffeln und Crepes gab es auch Essen, das nicht so oft auf Adventsmärkten zu finden ist. Die Suppenküche des Liederkranzes in einer Gade ist ein Geheimtipp. Von Wirsingeintopf über Erbsen- und Kartoffelsuppe gab es viel Auswahl. "Je nachdem was unsere Frauen zu Hause vorbereitet haben", sagt Uschi Ziegler vom Gesangsverein. Und gemütlich ist es. Ein Holzofen macht schön warm.
Der Vereinsringvorsitzende Fritz Genzler ist zufrieden mit dem 11. Adventsmarkt in Diebacher Gaden: "Die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und den Gadenbesitzern hat wieder gut geklappt. Die Aussteller kommen gerne nach Diebach. Alle Stellplätze waren besetzt." Der Reiz der Adventsmärkte liegt für viele darin sich auf Weihnachten einzustimmen. "Ich hole mir gerne Ideen, wie ich mein Haus dekorieren kann," verrät eine Besucherin.