Mehr als 50 Ölbilder und schwarz-weiße Erinnerungen hat der Maler, Grafiker und Mundartmusiker Konrad (Pinotschi) Albert im Haus Erlebenskunst enthüllt. Rund 50 Gäste waren zur Vernissage gekommen.


Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist samt Café von Samstag, 30. April, bis Pfingstmontag, 16. Mai, an den Sonn- und Feiertagen zwischen 14 und 18 Uhr oder nach Absprache geöffnet. Am Freitag, 6. Mai, gibt es dazu ab 19.30 Uhr Alberts Mundartkonzert im Haus Erlebenskunst, Raßthaler Weg 14 in Ramsthal.
Man konnte erahnen, welche Motive der heimatverbundene Künstler bevorzugt. Oft ist er auf den Märkten anzutreffen, wo er Leute portraitiert, bekannte Gebäude auf Leinwand bannt oder den Betrachter in geistliche Sphären entführt.


Kindheit in Poppenroth

"Konni" Albert, Jahrgang 1954, stammt aus Poppenroth, lebt aber schon lange in Hammelburg. Seine Wurzeln hat er nicht vergessen. Davon zeugen Alberts Bilder. "Es ist mein persönlicher Rückblick auf die beschaulich schöne alte Zeit in Poppenroth, wo ich meine Kindheit verbrachte", sagt Albert. In der Zeitung habe er gelesen, dass im Haus Erlebenskunst immer was los sei, und so sei er auf Thea Kessler und Bernhard Gössmann-Schmitt zugegangen. "Wir kennen uns aber schon länger", bestätigt Gössmann-Schmitt.
Bis die Bilder für die Ausstellung alle aufgehängt waren, habe es den ganzen Tag gedauert, erzählt sie. Denn zuvor musste jedes einzelne noch für die Vernissage in Papier verpackt werden. Und da herrschte dann eine Atmosphäre wie an Weihnachten. Jedes Gemälde wurde ausgepackt wie ein Geschenk. Überrascht war besonders Thea Kessler, als ihr Portrait entblättert wurde. "Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet."


"Quatschbilder"

Die Portraits einiger bekannter Persönlichkeiten der Region sind in dieser Ausstellung zu bewundern, neben Künstlern auch Politiker wie Altbürgermeister Franz Büttner oder Hammelburgs Bürgermeister Armin Warmuth. Aber auch alte Bauernhäuser aus der Rhöner Heimat, der vielseitige Himmel und die Hoffnung eines Christen sind Thema in Alberts Bildern. "Meine Blicke richteten sich zurück in die Kindheit und in die Zukunft. Darüber hinaus gibt es natürlich auch einige lustige Quatschbilder ohne diesen Hintergrund", sagt Albert.
"Die impressionistischen Bilder zum Beispiel mit dem Motiv der Druckerei gefallen mir besonders", sagte Kreisheimatpfleger Roland Heinlein. Einer Besucherin hatten es besonders das Motorradbild und das vom Bäcker angetan.
"Wir geben im Laufe der Zeit vielen Künstlern der Region ein Forum für Ausstellungen", sagt Gössmann-Schmitt. Schon im Oktober 2014 hätten Ramsthaler Künstler ausgestellt. Im vergangenen Jahr habe es die viel beachtete Kunstwoche gegeben. Für heuer seien drei Ausstellungen geplant.