Zweiter Bürgermeister Jürgen Kolb leitete am Dienstag die Sitzung des Marktgemeinderates Oberthulba. Doch zuvor gab es einen Ortstermin im Wasserwerk Thulba, wo die neue Wasserversorgungsanlage heuer seit Frühlingsbeginn ihre zuverlässigen Dienste verrichtet.


Modernste Technik

"Jeder der beiden Thulbaer Brunnen bringt etwa 5,5 Liter pro Sekunde", erklärte ein Sprecher der Firma Von Roll aus Filderstadt. Ähnlich wie schon seit einem Jahrzehnt in Hassenbach, sei auch hier die Ultrafiltrationsanlage das Herzstück für das saubere Trinkwasser. Im Innern der Filter sorge eine ausgeklügelte Membrantechnik dafür, dass Trübstoffe des eingeleiteten Wassers zurückgehalten werden. Modernste Mess- und Regeltechnik seien Garanten für die Sicherheit bei der Trinkwasser-Versorgung, so der Sprecher.
Die Räte waren begeistert darüber, dass das für die regelmäßige Reinigung der Filteranlage benötigte Brauchwasser mit den zurückgehaltenen Trübstoffen immerhin noch zum Blumengießen taugt. Das Projekt Wasserwerk hat die Marktgemeinde eine Menge Geld gekostet. Es ist deshalb verständlich, dass die Räte einmal aus der Nähe sehen wollten, wo diese Investition geblieben ist. Jetzt ergab sich die zeitliche Gelegenheit für einen Ortstermin, weil die übrigen Punkte auf der Tagesordnung schnell abgehandelt werden konnten. Bürgermeister Gotthard Schlereth ist zurzeit in Urlaub.
Der Bedarf an Kindergartenplätzen ist gewachsen. Jetzt beschlossen die Räte für den Kindergarten St. Elisabeth in Thulba, den Bedarf mit 75 Plätzen für die Regelkinder (Alter über drei Jahre) und 19 Krippenplätzen (Alter bis drei Jahre) festzulegen. Außerdem gibt es 16 Schülerbetreuungen. Anlass waren die Überlegungen, ob bei der anstehenden Generalsanierung auf mehr Plätze Rücksicht genommen werden soll.
Zurzeit ist der aktuelle Bestand 46 Regelkinder, inklusive 16 Schülerbetreuungen, und 26 Kinder unter drei Jahren. Unsicherheit herrschte bei den Räten, in welchem Maß zukünftig auch Flüchtlingskinder auf den Kindergarten St. Elisabeth zukommen werden. "Lieber jetzt etwas großzügiger planen als später teurer mit Erweiterungen umbauen", riet Kolb. Die Räte waren derselben Meinung und folgten ihm mit ihrem einhelligen Beschluss.
Der Treffpunkt für den am 10. Oktober geplanten zweiten Grenzgang um Oberthulba ist an der Bohligsäule. Start soll um 8 Uhr sein.


Bescheid wird verschickt

Die Anwohner der Ortsdurchfahrt Oberthulba müssen bald mit den Bescheiden rechnen, mit denen sie zur Kasse gebeten werden. Jetzt steht nämlich die Abrechnung der Straßenausbau-Beiträge an.