Die Kunden kommen immer donnerstags. Mancher von ihnen läuft verstohlen die Krötengasse entlang bis zur früheren Claßen-Backstube. Dort holen sie ab, was andere zu viel produziert oder nicht verkauft haben. Woche für Woche spielt sich dasselbe Bild ab - schon seit zehn Jahren.

So lange gibt es die Tafel in Hammelburg. Viele alte Menschen gehören seit damals zu den Kunden, wie Vorsitzender Dieter Roth erklärt. Ansonsten kämen viele junge Familien oder Geringverdiener.

Seit Februar, seitdem die Hammelburger Asylbewerber keine Essenspakete, sondern Geld bekommen, gehören auch sie zu den Nutzern der Hilfsorganisation. Die Flüchtlinge haben laut Roth die Zahl der Kunden von durchschnittlich 60 bis 70 auf 75 bis 80 Menschen erhöht.