Die Mitarbeiter des Saaletalbads wissen, dass die Handvoll Hartgesottener trotz des durchwachsenen Wetters nur darauf wartet, dass das Freibad wieder aufmacht. Am Samstag ist es so weit, auch wenn die Wassertemperatur noch bei frischen 16 Grad liegt.

Durchgefrorene Badegäste können sich zumindest unter der Dusche aufwärmen - ohne Warteschlangen und Gedränge. Denn zum Saisonstart nimmt das Freibad zusätzliche Warmwasserbrausen in Betrieb. Das neue Duschhäuschen steht und ist innen fertig gefliest. Nur die Armaturen und Trennwände fehlen noch. Sabine Schiffler, die die Bauüberwachung übernommen hat, geht aber fest davon aus, dass das Duschhäuschen bis Samstag komplett ist.

Dass es vor der Freibad-Eröffnung zeitlich noch so eng geworden ist, hängt mit dem Wetter zu Jahresbeginn zusammen. "Uns fehlte einfach ein kalter Januar und Februar", erklärt Schiffler. Weil der Boden durchgeweicht und nicht hart gefroren war, konnten Kran und Lkw die Liegewiese lange Zeit nicht befahren. Das verzögerte den Baubeginn um mehrere Wochen: Erst Ende Februar konnten die Arbeiter die Betonhohlwände aufstellen und ausgießen.

Mit dem Duschhäuschen sollen die Beschwerden und leidigen Diskussionen, die die vergangenen beiden Freibadsaisons begleitet hatten, ihr Ende finden. "Schauen wir mal, wie die Besucher nun reagieren", sagt Betriebsleiter Edgar Beck. Die Badegäste monierten bisher, dass es im Freibad nur zwei Warmwasserduschen gibt, jeweils eine für Männer und Frauen. Das forderte Geduld, gerade wenn Eltern mit kleinen Kindern die Duschen blockierten.

Der neue Anbau verfügt jetzt über sieben zusätzliche Duschen. Diese sind nicht nach Geschlecht getrennt, sondern stehen Frauen und Männern zur freien Auswahl. Das ist für ein Schwimmbad von der Größe des Hammelburger Bades praktikabler, wie Beck meint.

Aber auch an den bisherigen beiden Duschen wurde in der Saisonpause gearbeitet: Dusche und WC sind nun durch jeweils eine eigene Tür zugänglich. Die Badegäste müssen jetzt nicht mehr durch den Duschvorraum laufen, um die Klos zu erreichen. Das hatten die Besucher ebenfalls kritisiert, da sie sich auf dem Weg zur Toilette nasse Füße holten. Und noch etwas ist neu: Die Stadtbibliothek versorgt die Gäste auf dem Freibadgelände künftig mit Lesestoff.