Der Wald steht in der Gemeinde Fuchsstadt in vorderster Reihe. So auch in der ersten Gemeinderatsitzung des Jahres, in der Förster Rainer Bräunig das Betriebsergebnis 2021 vorlegte. Das fiel im Vergleich mit dem Vorjahr etwas positiver aus. Das Plus ist jedoch vorwiegend erhöhter Förderung und eingesparten Personalkosten geschuldet.

Den Einnahmen von rund 362 000 Euro stehen im Ausgabentopf etwa 270 000 Euro gegenüber. Der Haben-Saldo beträgt gut 90 000 Euro, die Bräunig für die kommenden Monate klug anlegen will, um Fuchsstadts Wald klimafest zu etablieren. Der Schadholzanfall bei Buche und Kiefer - in Summe 2 140 Festmeter - wächst stetig. Trotz eines relativ feuchten Sommers zeigen sich Hitzeschäden erst nach mehreren Jahren und der Borkenkäfer ist wieder präsent, betonte der Forstfachmann.

Der Holzeinschlag blieb im vergangenen Jahr hinter dem Hieb und dem Zuwachs zurück. Auch der Holzverkauf ist rückläufig. Er beläuft sich auf rund 4300 Festmeter. Arbeitsschwerpunkte waren Pflanzungen in sieben Revieren, Einzelschutzmaßnahmen in den Mischbaum-Waldorten, Bestandspflege auf 45 Hektar sowie der Zaunbau und das Ausgrasen.

Für das laufende Jahr plant Bräunig rund 15 000 Pflanzen einzubringen und den Einzelschutz für etwa 2000 Pflanzen, vorwiegend Mischbaum-Arten, sowie die Bestandspflege auf 40 Hektar. Als Einschlag-Planungsziel sind 4500 Festmeter vorgesehen, hauptsächlich in den Waldabteilungen Steinbusch, Schwarzholz/Pfützental und Lauerbach. Mit dem Dank des Bürgermeisters und dem Applaus des Gemeinderats erhielt Förster Bräunig einmütige Zustimmung für seine Forstplanung.

Ladestation im Ort geplant

Fuchsstadt erwägt eine Ladestation für Elektrofahrzeuge. Zwar besitzt das örtliche Bayernwerk zwei Ladesäulen doch hätte Bürgermeister René Gerner gerne eine weitere Station im Ort. Standort-Favorit wäre der Platz an der Raiffeisenbank. Gerner holte Kosteninformationen ein, die bei etwa 14 000 Euro für die Einrichtung liegen plus jährlich 800 Euro für die Wartungskosten. Eine Förderung ist möglich. Detaillierte Informationen soll die Verwaltung einholen.

Keine Einwände hatte das Ratsgremium gegen den Umlagebescheid 2022 der Verwaltungsgemeinschaft. Die Räte stimmten sowohl der Verwaltungsumlage in Höhe von rund 336 000 Euro wie auch der Investitionsumlage mit einem Etat von gut 24 000 Euro zu. Was die Investitionen anbelangt wird neue Software für das Dokumenten-Management benötigt. Neben anderen Programmen sind auch die Sanierung des Eingangsbereich des Elfershausener Rathauses und die Renovierung und Einrichtung des ehemaligen Bautechniker-Büros integriert. Die Umlagen-Summen passierten einstimmig das Gremium.

Weniger Schüler, aber Mehrkosten

Der Umlagebescheid für den Schulverband Elfershausen-Langendorf für das laufende Jahr erfährt Veränderungen durch geringere Schülerzahlen und reduzierte Personalkosten. Zu Buche schlagen aber auch die Ausstattung der Klassenzimmer mit "White boards", die Beschaffung von 40 Einzeltischen mit Stühlen für die Mittelschüler, die Betreuung der Schüler in der offenen Ganztagsklasse durch die AWO und die Jugend-Sozialarbeit. Dadurch entstehen Mehrkosten von 182 000 Euro, die der Rücklage entnommen werden. Der Rat erklärte sich einverstanden.

Der einzige Bauantrag betraf den Neubau eines Einfamilienhauses mit Photovoltaik-Anlage, Garage und Carport "Am Sonnenhügel". Er wurde einstimmig genehmigt, mit der Vorgabe zur Entwässerung der Garageneinfahrt.

Zur Neugestaltung des Umfelds am Bildstock in der "Frühlingsstraße" brachten mehrere Zuhörer Klagen wegen Hundekot-Verunreinigungen ein. Der Bauausschuss soll die Situation begutachten und eine moderate Lösung vorschlagen. Zu dem ursprünglich geplanten Handlauf am Weg ist keine Entscheidung gefallen.

Aus nichtöffentlicher Sitzung

Gerner informierte auch über Beschlüsse aus nichtöffentlicher Sitzung. So erhält die Feuerwehr zehn neue Helme für Atemschutzträger zum Preis von 3000 Euro. Für den Neubau der Bauhof-Halle vergab der Rat den Auftrag für den Fenster-Einbau zum Preis von rund 4600 Euro. Die Wasserschäden im Musikerheim werden derzeit behoben. Dazu musste der Boden herausgenommen werden. Für das Nahwärmenetz zieht Fuchsstadt einen Pufferspeicher in Betracht. Der Planer will dazu die Bürger mit einbeziehen. Der Stromkasten "Im Schafhof" benötigt eine Erweiterung durch das Bayernwerk. Für die Straßenschäden in der "Hohen Straße" will die Gemeinde ein Kostenangebot einholen.