Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes wurde die frisch renovierte Alte Schule in Wittershausen mit der Einweihung ihrer Bestimmung übergeben. Bis auf den letzten Platz war die Kirche gefüllt, Domkapitular Monsignore Dietrich Seidel ließ es sich dabei nicht nehmen, die Alte Schule einzuweihen. Als Mitzelebranten assistierten ihm Dr. Blaise Okapanachi und Dr. Christoph Sierpien, auch Diakon Ewald Bahn gestaltete den feierlichen Gottesdienst mit.


Lob für den Ort

Ein besonderes Highlight in musikalischer Hinsicht bot dabei die Musikgruppe "Pusteblume" aus Aura, welchen den Gottesdienst mit ihren Gesängen untermalte. "Heute hält Domkapitular Monsignore Dietrich Seidel den Gottesdienst. Er ist ein großer Mann, nämlich mein Chef", begrüßte Okapanachi Seidel mit Humor, was für Schmunzler bei den Gottesdienstbesuchern sorgte. Seidel lobte Wittershausen: "Es ist heute wohl das schönstgeschmückteste Dorf im Landkreis." Er ging auch auf das Jubiläum ein und zeigte sich erfreut, dass die Alte Schule wieder hergerichtet worden ist und nun Anlaufpunkt für die Dorfgemeinschaft werden wird. "Ihr seid eine lebendige Gemeinde, in der es sich zu leben lohnt", sagte er weiter.
Vor der Einweihung erfolgte die Totenehrung, welche der Musikverein Wittershausen, der auch den Festzug musikalisch begleitete, untermalte. Ortsbeauftragter Elmar Sell zeigte sich in seiner Rede erfreut darüber, dass die Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Alten Schule so schnell umgesetzt werden konnte. Dabei dankte er dem Architekten Markus Seifert für dessen Einsatz sowie dem Markt Oberthulba für die große Unterstützung.
Bürgermeister Gotthard Schlereth dankte dem Amt für Ländliche Entwicklung, ohne das die Alte Schule nicht hätte renoviert werden können und freute sich auch über die Unterstützung seitens der Diözese. "Dennoch hätte das Vorhaben ohne die große Eigenleistung der Wittershausener Bürger nicht erfolgen können", merkte Schlereth an. Und dass es ein Gebäude wie die Alte Schule gebe, sei wichtig für die Dorfgemeinschaft. Sie werde außerdem Pfarrei und Gemeinde verbinden. "Die Ergebnisse der Renovierung können sich wirklich sehen lassen", freute er sich.
Jürgen Eisentraut, Baudirektor beim Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken sagte: "Alles in allem haben wir bei dieser alten Schule eine beispielhafte Sanierung, die den Belangen aller Beteiligten gerecht wird. Hier wurde einvernehmlich Hand in Hand gearbeitet, dass alle zufrieden sind, was heutzutage nicht immer selbstverständlich ist." Er dankte allen Beteiligten, die hier ihr Bestes gegeben haben, besonders das bürgerliche Engagement lobte er ausdrücklich. Die Baukosten haben knapp 500 000 Euro betragen, wovon die Diözese 70 000 Euro, der Freistatt 230 000 Euro übernommen habe. Rund 200 000 Euro habe dabei der Markt Oberthulba geschultert.
Architekt Marco Seifert ließ das Projekt noch einmal kurz Revue passieren. Die Arbeiten dauerten bis Ende Mai 2017, so dass man rechtzeitig fertig wurde. Im Innengebäude sei alles neu saniert worden, dabei achtete man darauf, die Bürger mit ins Boot zu nehmen. Insgesamt 19 Firmen, allesamt aus der Region, seien an der Baumaßnahme beteiligt gewesen. "Vor allem die Eigenleistung war immens", so der Architekt. Für den Ort sei die Renovierung der Alten Schule eine Bereicherung, was auch das Interesse an der Einweihung zeige.
Nach dem Segen ging es im Festzug zum Zelt, wo das Dorfjubiläum ausgiebig gefeiert wurde.