Bei der Feuerwehr Frankenbrunn gibt es heuer einen Grund zum Feiern. Vorsitzender Torsten Büchner wies bei der Generalversammlung auf das 135-jährige Gründungsfest der Feuerwehr hin, das vom 22. bis 24. Juni gefeiert werden soll. Gleichzeitig soll an diesem Fest auch das neue TSF-W Feuerwehrauto gesegnet werden, welches erst kürzlich voller Stolz vom Hersteller in Mudersbach nach Frankenbrunn überführt werden konnte.

Büchner gab in seinem Jahresrückblick einen Einblick über die Vereinstätigkeiten des vergangenen Jahres. Hier erwähnte er unter anderem zahlreiche Fahnenabordnungen zu geistlichen und weltlichen Festen, das Einsammeln der Weihnachtsbäume durch die Jugendfeuerwehr in der sogenannten "Knut-Aktion" und das alljährliche Sommerfest. Besonderer Höhepunkt 2018 war das Fest "300-Jahrfeier St. Michaelskapelle", welches die Vereine in Frankenbrunn gemeinsam organisierten und feierten.

Im Anschluss folgte der Kassenbericht von Detlef Marhold, dem eine ordentliche Kassenführung bescheinigt wurde, und der Jahresbericht der Schriftführerin Carolin Granich.

Im Zuge des aktuellen Themas "Datenschutz" mussten die Mitglieder danach über eine Änderung der Satzung abstimmen. Marhold erklärte die genaue Umsetzung des Datenschutzes im Verein. Zudem kündigte er an, dass alles zum Thema "Datenschutz" in schriftlicher Form im Schaukasten der Feuerwehr aufgehängt wird und für alle dort eine gewisse Zeit lang nachlesbar sei. Neumitglieder werden darüber hinaus in Zukunft mit dem Aufnahmeantrag in den Verein über den Datenschutz informiert.

Danach folgte der Tätigkeitsbericht des Kommandanten Torsten Büchners. Dabei blickte dieser vor allem auf den Brandeinsatz am Waldstück Rossgrund oberhalb von Frankenbrunn zurück, aber auch auf sieben Einsätze aufgrund des Starkregens Ende Mai. Hier half die Feuerwehr Frankenbrunn sowohl betroffenen Bürgern in der Ortschaft Frankenbrunn als auch im benachbarten Reith. Zusätzlich zu diesen Einsatzstunden zählten aber auch noch zahlreiche Verkehrsabsicherungen, welche die Feuerwehr im Laufe des letzten Jahres übernahm. Neben all diesen Einsätzen hat die Wehr Frankenbrunn aber auch eine sehr beachtliche Anzahl an Gesamtübungsstunden vorzuweisen. Besonders erfreut zeigte sich der Kommandant hier vor allem wieder über die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den benachbarten Wehren Thulba und Hetzlos. So konnte das Leistungsabzeichen "Technische Hilfeleistung" zum wiederholten Male in Thulba durchgeführt werden und das Leistungsabzeichen "Die Gruppe im Löscheinsatz" mit insgesamt 28 Teilnehmern in Frankenbrunn zusammen mit der Feuerwehr Hetzlos. Auch an der Sammelübung in Wittershausen nahm die Feuerwehr Frankenbrunn teil, sowie an der Übung am "Sägewerk Baier" in Neuwirtshaus.

Besonders vorbildlich ist auch der Ausbildungsstand der Jugendlichen. So konnten dieses Jahr acht weitere Feuerwehrleute ihre Prüfung als Atemschutzgeräteträger erfolgreich absolvieren und vier Mann die Truppmann-Ausbildung Teil A sowie vier Mann die Truppmann-Ausbildung Teil B. Zudem nahmen viele Feuerwehrleute noch an der Brandschutzcontainer-Übung in Oberthulba teil. Zum Abschluss bedankte sich Büchner bei allen Feuerwehrleuten für die Einsätze und die vorbildliche Übungsbereitschaft. Ein besonderer Dank sprach er dem 2. Vorsitzenden Harald Umkehr und dem 2. Kommandanten Johannes Fröhlich aus, die sich um die Ausstattung des neuen TSF-W Feuerwehrautos viele Gedanken gemacht und in diesem Zusammenhang viele Arbeitsstunden auch in Zusammenarbeit mit der Gemeinde investiert haben. Alle aktiven Feuerwehrleute wies er auch darauf hin, dass das umfassende Kennenlernen des neuen Feuerwehrautos ein Schwerpunkt des kommenden Jahres ist und sein wird. Dazu müssen insbesondere junge Feuerwehrleute auch ihren Führerschein für das TSF-W machen. Die meisten älteren Feuerwehrleute hingegen könnten schon mit ihrem Führerschein das neue Feuerwehrauto fahren, müssten aber dennoch umfangreich geschult werden.

Harald Umkehr stellte das neue Feuerwehrauto mit all seinen Details vor. Durch Bilder unterstützt erklärte er nicht nur Daten zum Fahrzeuggestell, zum Getriebe und gängige Einbauten, sondern er informierte auch darüber, welche zusätzlichen Besonderheiten das Auto vorzuweisen hat. So hat die Gemeinde beispielsweise aufgrund des Unwetters im Mai das Fahrzeug nochmals mit Tauchpumpen und einem Nass-Sauger nachgerüstet. In der Planung rund um das neue Auto wurde aber auch berücksichtigt, was die benachbarten Wehren zu bieten haben, so dass man sich hier auch ergänzte.

Christian Döll und Moritz Büchner wurden im Anschluss neu zu Gerätewarten gewählt, die sich in Zukunft zusammen mit Markus Leitschuh um die Wartung und Pflege des neuen Feuerwehrautos kümmern werden.

3. Bürgermeister Mario Götz machte der Feuerwehr Frankenbrunn ein Kompliment für ihre Arbeit des vergangenen Jahres. Beeindruckt zeigte er sich von der Beteiligung der Jugend und der Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren. "Da ist Begeisterung für die Feuerwehr zu spüren", sagte Götz weiter und erklärte auch, dass die Gemeinde sehr stolz sei, der Feuerwehr eine aktuelle Ausstattung, auch in Form des neuen Feuerwehrautos bieten zu können. Abschließend galt sein Dank allen aktiven Feuerwehrleuten, denen er weiterhin viel Spaß bei ihrer Arbeit im Feuerwehr-Dienst wünschte, aber auch eine gesunde Heimkehr von all ihren Einsätzen.

Im Anschluss sprach Kreisbrandrat Benno Metz, der sich ebenfalls für die geleistete Arbeit der aktiven Feuerwehrleute bedankte, aber auch bei der Gemeinde dafür, dass sie nach dem Unwettereinsatz im vergangenen Jahr gleich reagiert und das Fahrzeug nachgerüstet hat, nach dem Motto "wir rüsten auf, weil es wird gebraucht". Auch er legte den aktiven Feuerwehrleuten nahe, sich im neuen Jahr vor allem mit dem Fahrzeug vertraut zu machen und sich in der Ausbildung aktiv einzubringen.

Heuer wird es zum einen eine Ausbildung zum Thema "Erste-Hilfe" geben, zum anderen eine spezielle Ausbildung für den Defibrillator, mit dem das neue Feuerwehrauto ausgestattet ist.

Schließlich konnten in den Verein mit Christian Heil und Florian Kober noch zwei neue Feuerwehrleute in den aktiven Dienst aufgenommen werden.

Zu guter Letzt ehrten die beiden Vorsitzenden und der 2. Kommandant Johannes Fröhlich elf Mitglieder für ihren langjährigen Dienst bei der Wehr, darunter Jürgen Büchner, Fredy Gerlach, Hilmar Reinhart, Thomas Seifried, Rudi Siegl (40 Jahre), Gerhard Ebert, Bernhard Fuß, Michael Reuß, (50 Jahre), Hermann Umkehr (55 Jahre), Julian Pfülb (65 Jahre) und Edwin Heil (70 Jahre).