Die geplante Sanierung der Ortsdurchfahrt war für die Anwohner aus Wartmannsroth das Hauptthema der Bürgerversammlung am Montag im Feuerwehrhaus. Bürgermeister Jürgen Karle nannte noch weitere Projekte zur Dorferneuerung.
"Brauchen wir einen Verkehrskreisel?", wollte ein Anwohner wissen. Wenn schnelle Fahrzeuge aus Richtung Schwärzelbach kommend plötzlich abbremsen, dann werde es laut, befürchtete er. Karle betrachtete den Kreisel als eine wirkungsvolle Maßnahme zur Unfallverhütung: "Wenn nicht mehr mit überhöhter Geschwindigkeit in den Ort gefahren wird, dann ist schon viel erreicht," so Karle. Der Kreisel habe einen Durchmesser von etwa 34 Metern und sei in seiner Mitte nicht überfahrbar. Die Meinungen teilten sich bezüglich des Kreisels.


Nicht auf der Denkmalliste

In den Blick geriet das ehemalige Wiegehäuschen, als es um die Entschärfung der Engstelle von der Ortsdurchfahrt unterhalb des alten Rathauses ging. "Es steht nicht auf der Denkmalliste", beantwortete Karle eine besorgte Nachfrage. Aber bei der vorläufigen Planung stehe das Wiegehäuschen mitten im Weg. Ob es nach einem Abriss an anderer Stelle wieder aufgebaut werden soll, sei noch offen.
Bei solchen Entscheidungen werden die Bevölkerung eingebunden, versicherte Karle auf Nachfrage. Ein Anwohner hatte nämlich gefragt: "Nach einer Ortsbegehung liegt jetzt schon der Plan des Staatlichen Bauamts vor, und wir werden nicht mehr gefragt?"
Außer einer Anhörung der Teilnehmergemeinschaft (für die direkten Anwohner der Ortsdurchfahrt), gebe es noch eine weitere Versammlung für die Anlieger. "Änderungen sind immer noch möglich", versicherte Karle. So zum Beispiel sei die Seite des Gehwegs oder der endgültige Standpunkt für die Bushaltestelle sowie Detailplanungen für die Begrünung noch nicht endgültig entschieden.


Umgestaltung des Rathausplatzes

Im weiteren Blickfeld der Diskussion standen die Umgestaltung des Rathausplatzes und damit verbunden die immer noch nicht entschiedenen Abrisse der alten Schule und des baufälligen landwirtschaftlichen Anwesens Landgraf samt Auffahrt auf den hoch gelegenen Kirchberg. "Wenn diese Projekte auch momentan nicht dringend erledigt werden müssen, so ist doch die Zehn-Jahresfrist des Planungspaketes "Dorferneuerung" zu beachten, wollen wir in den Genuss der staatlichen Fördermittel kommen", sagte Karle.
Die Treppe zwischen alter Schule und altem Rathaus soll erhalten bleiben, bestätigte Karle. Auch wenn das ehemalige Schulgebäude abgerissen werde. Er nahm zur Kenntnis, dass die Beleuchtung am Aufgang zur Kirche zu verbessern sei, um vor allem den älteren Besuchern mehr Sicherheit gegen die Unfallgefahr in der dunklen Jahreszeit zu bieten. Auf die Anfrage, wann die Kreisstraße KG 27 saniert werden soll, verwies Karle auf das Landratsamt.


Dank an die Helfer

Ortsbeauftragte gibt es seit dieser Amtsperiode des Gemeinderates Wartmannsroth nicht mehr. Stellvertretend für die Veranstalter des Ortsjubiläums zur 850-Jahr-Feier dankte Joachim Lutz allen Helfern und insbesondere den Anwohnern der Unteren Dorfstraße. "Die haben ihre Höfe für alle Gäste geöffnet und den Besuchern ein tolles Ambiente geboten", sagte Lutz. "Positive Rückmeldungen zu diesem Fest habe ich von meinen auswärtigen Amtskollegen erhalten", bestätigte Bürgermeister Karle.