"Ihr alle, die einzeln oder gemeinsam Geschichten für, mit oder über unseren FC Thulba geschrieben habt. Ihr, die unseren FC mitgestaltet und für viele Erfolge gesorgt habt, ihr seit mit diesen Legenden gemeint", sagte der Vorsitzende Dietmar Werner. Ideengeber für den Abend war Otto Knoblauch, langjähriger Vorsitzender des FC und jetzt Vorsitzender des FC-Fördervereins.

Förderung des Fußballs

Letzterer besteht seit 21 Jahren. "Ziel bei der Gründung des Fördervereins war die Förderung des Fußballsports, insbesondere im Bereich der Jugend. Mittlerweile haben wir mehr als 30 000 Euro dem FC zur Verfügung stellen können. Das Geld kommt aus den Beiträgen sowie aus diversen Veranstaltungen. Deshalb mache ich auch Werbung für weitere Mitglieder", sagte Otto Knoblauch. Auf den derzeitig sehr gut aufgestellten Verein mit seinen vielen Jugend- und Seniorenmannschaften sowie das große Breitensportangebot ging Walter Manger, Vorgänger des jetzigen Vorsitzenden, ein.
Mit der Gründung des Fußballvereins 1924 gehörte der FC zu den ältesten im Thulbatal. Gespielt wurde "an der Sträuch". Auf einem Platz, der mit Pickel und Schaufel angelegt wurde und auf dem ein Holzhäuschen Unterstellmöglichkeit war. Die Spieler waren weit bekannt, erzählte Manger weiter. Nach der Kriegspause ging es ab 1949 sportlich wieder aufwärts. Es gab dann ein Sportheim mit Umkleidekabinen "an der Sträuch".
Otto Knoblauch erzählte von einem Meilenstein in der Geschichte, dem Jahr 1974. Als der Verein plötzlich ohne Vorstand da stand, schlug Ehrenvorstand Totnan Rhein als Bewerber Hugo Klubertanz vor. Am Versammlungsabend wurde die Anschaffung einer Vereinsfahne beschlossen. Ziele waren weiter der Bau eines Sportplatzes und Sportheimes am Dorfrand. Doch der mit viel Elan vorausgehende neue Vorsitzende Hugo Klubertanz hatte noch andere Pläne.
Zum Sportheim sollte auch eine Sporthalle. Ein enormes Vorhaben für den damals 120 Mitglieder starken Verein. Mit Hilfe der Gemeinde und des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) sowie vorgesehenen Baukosten von 1,2 Millionen DM ging es schon bald ans Werk, und die Einweihung konnte bereits 1978 erfolgen. Die Halle wurde 1981 eingeweiht.

Schockierendes Ereignis

Alles lief ruhig, bis plötzlich an einem Tag der ganze Verein und die Ortsbürger geschockt den Unfall von Hugo und Albert Klubertanz miterleben mussten. Der damals 2.Vorsitzende Gottfried Kolb, ein unermütlicher Mann im Bauausschuss und Verein, musste jetzt die Arbeit des Vorsitzenden übernehmen. Die gesamte Baumaßnahme, die für eine Aufbruchstimmung im Verein sorgte, wird mit Hugo Klubertanz immer eng verbunden bleiben.

Auf der Erfolgswelle

Spielerisch gab es in all den Jahren große Erfolge, davon berichtete Dietmar Werner "Wir schwebten schon auf einer guten Erfolgswelle. 1988 wurden wir Meister in der Bezirksoberliga mit einem Sieg in Laufach. Das ganze Dorf stand Kopf. Das Abenteuer Landesliga konnte beginnen."
In den Folgejahren wurde "an der Sträuch" ein weiterer Sportplatz gebaut und nach dem Abriss des dortigen Sportheimes 2005 ein neues Sportheim mit enormer Eigenleistung (3400 Stunden) gebaut. Über all das, was in den vielen Jahren passierte, informierte nicht nur die Bilder-Schau von Otto Knoblauch, sondern auch zahlreiche alte Zeitungsartikel, Bildwände, Urkunden und alte Trikos.
Die Aussagen der ehemaligen Spieler zeigten auf, wie die Anfänge in den Jahren nach dem Krieg waren. Herbert Winter erinnert sich: "Ich habe als Kind auf der Schulwiese Fußball gespielt und bin so zum FC gekommen. Es war heute Abend schön, dass man einige Sportkameraden aus alter Zeit wieder einmal getroffen hat. Teils war es damals auch hart, wir mussten als Spieler zu Spielen nach Westheim, Fuchsstadt und so weiter noch laufen. Später konnten wir dann im Viehtransporter vom Vereinswirt Totnan Rhein, dort war auch unser Vereinslokal, mitfahren."
Albert Klubertanz ergänzt: "Mir hatte domols zwölf bis 13 Spieler. Verletzte gabs nit, die musste Linksauße spiel. Gforn sin mer auch mit die Fohrräder." Seine Liebe zum Fußball habe er gefunden, als im Dorf von Scheunentor zu Scheunentor gespielt worden sei. "Dem Verein bin ich von Jugend auf treu geblieben, und es hat immer Spaß gemacht", sagte ein mit dem FC zufriedener Friedel Weigand. Aber auch durch die Liebe, kamen Fußballer zum FC. Stefan Armbruster lernte damals seine Frau kennen, als ihn Toni Vogler nach Thulba holte.

Mit fränkischem Humor

Mit Wolfgang Reichmann, war die fränkische Stimme des Sports nach Thulba gekommen. Er, der durch seine Reporter-Tätigkeit beim Bayerischen Rundfunk (BR) in "Heute im Stadion" bekannt wurde, war gern nach Thulba gekommen. Bevor er mit seinem fränkischen Humor begeisterte, erzählte er von seinen interessanten Erlebnissen im Sport und beim Kommentieren von mehr als 40 Sportarten. Günther Straub