Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU-FW) zeigte sich bei der Bürgerversammlung optimistisch: "Ich hoffe, dass wir bald wieder ans Netz gehen können." Wenn die Sanierung abgeschlossen ist, werden die Brunnen wieder Trinkwasser liefern. Thulba, Frankenbrunn und Hetzlos werden derzeit über das Wasserhaus in Hassenbach aus den Brunnen im Thülbingsgrund mitversorgt.
Gründe für die Sanierung waren die in die Jahre gekommene Technik und eine mikrobiologische Belastung des Wassers, weshalb jetzt eine Ultrafiltrationsanlage eingebaut wird. Derzeit wird der 71 Meter tiefe Brunnen II unter die Lupe genommen."Hier wird wegen der Sicherstellung der Schüttung ein Pumpversuch erforderlich", informierte der Bürgermeister.

Kindergarten wird saniert

Ein weiteres Großprojekt in Thulba ist die Sanierung des Kindergartens. Ein Planungsausschuss wurde gebildet, der aus kirchlichen Vertretern, Kindergarten, St.-Elisabethen-Verein und Vertretern der Gemeinde besteht. Derzeit werden die Anlagen statisch überprüft. Die große Belastung in der Bücherei im Marienheim macht einen Umzug nötig. Die Bücherei erhält neue Räume im Treppengiebelhaus, das dafür umgestaltet wird.
Hohe Investition erfordert auch der Umbau der Thulbatalhalle zur Versammlungsstätte. Der notarielle Vertrag mit dem FC Frankonia und dem Schützenverein Bavaria ist unter Dach und Fach. "Mit der Stromzuführung zum Wasserhaus konnten wir auch die Elektrifizierung zur Halle erneuern", erläuterte der Bürgermeister. Er legte auch den Plan für den Ausbau der Straße "Hinter der Mauer" auf. Bald gibt es dazu ein Gespräch mit den Anliegern. Angesichts der anstehenden Millionenprojekte bat Schlereth die Thulbaer, die Gemeinde auch weiterhin zu unterstützen.

Minispielfeld für alle Ortsteile

2. Bürgermeister und Ortsbeauftragter Jürgen Kolb versprach, die vorgebrachten Anliegen innerhalb von drei Monaten im Gemeinderat zu behandeln. FC-Vorsitzender Dietmar Werner fragte, ob es möglich sei, im Rahmen der Dorferneuerung ein Minispielfeld zur allgemeinen Nutzung auch in Thulba zu bauen. Ratsmitglied Frank Mersdorf erläuterte, dass die Anlage in Oberthulba, die auch schulisch genutzt wird, durch den TSV und mit Sponsorengeldern errichtet wurde. Die Marktgemeinde hat die Erdarbeiten übernommen. Er informierte weiter, dass diese Anlage auch von den Ortsteilen genutzt werden könne.
Der Bürgermeister ging auch auf die Stromtrasse Südlink ein. Hierzu meldete sich Eduard Herold zu Wort: "Mit der breiten Trasse wird doch viel Wald benötigt. Ich bin der Meinung, dass wir die geplante Leitung nicht brauchen. Es sind bereits sehr viele Leitungen nach Norden vorhanden."
Gleich mehrere Anliegen hatte Edwin Kolb: neben Dellen in den Straßen und klappernden Kanaldeckeln ging es um den "Gänsebrunnen". Hieraus laufe kein Wasser mehr. "Bei der Sparkasse kommt Wasser aus der Straße, das fehlt oben am Gänsebrunnen. Wenn man ihn nicht reparieren kann, wäre es doch sinnvoller, statt des Brunnens dort Parkplätze zu schaffen", sagte Herold. Bernd Wald versicherte: "Um das Straßen- beziehungsweise Wasserproblem an der Sparkasse kümmert sich bereits der Bauhof."
Herbert Fröhlich wollte wissen, warum vor dem Ausbaggern des Laibachs nicht informiert worden sei. Die Antwort des Bürgermeisters: "Wir geloben Besserung, wir hätten das machen müssen. Wir hätten einige Fische und Fischlaiche in Sicherheit bringen können." Dankesworte des Gemeindechefs gingen an den 70-jährigen Albert Klubertanz, der seit Jahren das Tretbecken mit Umfeld pflegt. Es soll geprüft werden, ob die Lebenshilfe künftig die Pflege übernehmen kann. Sie kümmert sich bereits um Spielplätze und Friedhöfe.
Wie es mit der Breitbandversorgung weitergeht, fragte Karlheinz Happ. Nicole Wehner von der Verwaltung informierte, dass derzeit die Angebotsabgabe laufe. Wer sich bewerbe, sei noch offen. Einbezogen seien alle acht Gemeindeteile. Die Umsetzung könne aber bis Frühjahr oder Sommer 2015 dauern.