Durch "Russische Nächte" tanzten die FGS-Musketiere weit nach Mitternacht und setzten unter frenetischem Beifall den abschließenden Höhepunkt. "Ob ich bei der kommenden Prunksitzung in zwei Jahren noch als aktiver Tänzer auf der Bühne stehen werde, das kann ich heute noch nicht ermessen", lässt Christof Krahwinkler seinen Wunsch zum Aufhören durchblicken. "Man wird nämlich nicht jünger", fügt er hinzu. In ihren Schautänzen geben diese Musketiere seit Jahren alles an Energie und Kreativität. Immerhin will Krahwinkler wie auch Carmen Schühler weiterhin als Trainer für den Tanz bereit stehen.
Das Sportheim schien schon fast zu klein, um die rund 200 Gäste und die drei Gastvereine aus Aura, Euerdorf und Hambach für die Prunksitzung am Samstagabend zu beherbergen. Die fröhlichen Narren genossen den Büttenauftritt von Katharina Hoos, die als Pilgerin den heimischen Brennerweg beschritt. Auf ihrem schnapsseligen Rundgang besuchte sie nicht nur diverse Edelbrennereien, sondern bestieg auch die Aussichtsplattform am Binsrain, hielt Ausschau nach Voglers Freilaufhühnern und schnupperte durch den Windheimer Kräutergarten.
Einen Generationenwechsel gab es mit den neuen Eierweibern. Mit ihren frischen Ideen und originellen Videos schafften es die sieben jungen Frauen am Frühstückstisch, die Verbindung zu ihren Vorgängerinnen aufzuzeigen. Sind sie doch zumeist eng verwandt mit ihnen. Wer mit der Feuerwehrleiter die Oma rettet, der hat als Schwärzelbacher Floriansjünger einen Ausflug nach Mallorca verdient. Michael Schühler verteilte dabei auch kleine närrische Seitenhiebe nach Wartmannsroth und Neuwirtshaus.

Keine Nachwuchssorgen

Dass Schwärzelbach inmitten der Landwirtschaft liegt, wurde beim Sketch von Simon Beck und Christoph Hoos deutlich. In ihrer Rolle als Bauern der älteren Generation kamen sie mit der landwirtschaftlichen Computerwelt überhaupt nicht klar: "Nein, die Diskette ist kein Untersetzer für das Bierglas und die Festplatte ist nicht zum Essen", lautete die mühsam errungene Erkenntnis. Die Büttensketche weiterer Gruppen hatten die Milchkühe, das Duschen und das Bauhandwerk zum Thema. Aber auch Filmthemen wie Sister Act oder der Schuh des Manitu waren angesagt. Sorgen um fehlenden Nachwuchs braucht sich die FGS nicht zu machen. Schon die Kids tanzen als Glühwürmchen voller Begeisterung mit. Die große Garde präsentierte sich heuer erstmals in neuen Gardekostümen.
Für die Showtänze wie zum Beispiel "Saloon" der Funkengarde seien viele Kostüme in eigenen Reihen der FGS gefertigt worden, erläuterte der Sitzungspräsident in seinen Dankesworten. Die waren vor allem an Ehrenpräsidentin Hildegunde Krahwinkler und Ursula Häusler gerichtet. Gerd Appel fertigte das kunstvolle Bühnenbild. Musikalische Schunkelbegleitung leistete Dieter Nöth.