Sie geben ihnen durch finanzielle Zuwendung die Möglichkeit zur Berufsausbildung beziehungsweise zum Studium. "Durch ihre Unterstützung haben die Frauen die Chance dem Teufelskreis der Armut zu entkommen und für sich und Familien zu sorgen", dankte Dekan Dr. Krefft.
In einem Vortrag über die Situation der Frauen in Ruanda, zeigte er die vielfältigen Probleme auf, mit denen vor allem alleinerziehende Frauen zu kämpfen haben.
Noch immer herrsche in Ruanda das Patriarchat. Die in Europa in den 60er-Jahren einsetzende Emanzipation der Frau kam in Ruanda erst nach dem Völkermord von 1994 ganz langsam ins Rollen.
Konkret unterstützen die Mitglieder des Frauenbundes Sandberg eine 24-jährige junge Mutter, die eine fünfjährige Tochter hat. Die junge Frau konnte mit Hilfe einer Cousine die Schule beenden, möchte nun einen Sprachkurs absolvieren, um sich auf ein Universitätsstudium vorzubereiten. Auch der Frauenbund Waldberg nimmt sich einer jungen Mutter an, deren Tochter die Grundschule besucht. Die junge Mutter benötigt Unterstützung, um ihr bereits begonnenes Studium fortsetzen zu können.
Weitere Frauenschicksale stellte Dekan Dr. Krefft vor, junge alleinerziehende Mütter, die, obwohl sie auf fremde Hilfe angewiesen sind, hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, die für sich und ihre Kinder kämpfen, die häufig auch noch Eltern, Geschwister und sogar Großeltern unterstützen müssen.
Für Christa Rottenberger, die Vorsitzende des Frauenbundes Sandberg, ist es selbstverständlich, dass der Frauenbund sich einer der jungen Frauen annimmt und die Finanzierung der Ausbildung beziehungsweise des Studiums übernimmt. Diese Aktion "Von Frauen für Frauen" passe hervorragend zum Frauenbund. "Wir Frauen stehen zueinander und helfen einander, auch über Kontinente hinweg." Dem konnte sich Marianne Hillenbrand, die Vorsitzende des Frauenbundes Waldberg nur anschließen. "Von Frau zu Frau wollen wir uns einsetzen. Uns geht es in Deutschland so gut, wir können es uns leisten zu unterstützen, Talente und Begabungen zu fördern."
"Es sind mutige Frauen, die ihre Lasten ganz alleine tragen. Keine der alleinerziehenden Mütter muss sich alleingelassen fühlen. Die Frauen aus Sandberg und Waldberg stärken ihnen den Rücken, geben ihnen Würde und Unterstützung", dankte Dekan Dr. Krefft. "Sie geben den Frauen Hoffnung für ihr Leben und ihre Zukunft. Trotz der Armut sind sie voller Kraft und Zuversicht, weil sie jemand haben, der zu ihnen steht."