"Immer da, wenn man ihn braucht!", "Zu 100 Prozent Verlass!", "Universell einsetzbar!", "Feste Größe in der Stammmannschaft!", "Ein geschätzter Kamerad!" oder "Ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele!" - vielfältig waren die würdigenden Worte für 45 Feuerwehrleute, die beim Empfang der Stadt Bad Kissingen für ihre 25- beziehungsweise 40-jährige Dienstzeit ausgezeichnet oder aus dem aktiven Dienst verabschiedet wurden.

Die Feuerwache der Stadt war diesmal der Rahmen für die Würdigung der Feuerwehrleute, die in der Wehr der Kernstadt und den Wehren der Stadtteile seit vielen Jahren ihren Dienst tun. Hintergrund war die hohe Zahl an Auszeichnungen, weil man in den beiden Pandemiejahren auf diesen besonderen Empfang verzichtet hat und dadurch die Kapazität des Sitzungssaals im Rathaus gesprengt hätte.

Oberbürgermeister Dirk Vogel würdigte die ehrenamtliche Tätigkeit der Wehren, "in kritischen Momenten Verantwortung zu übernehmen". Allein im Jahre 2021 wurden 430 Aktive der Kissinger Wehren zu 496 Einsätzen gerufen, wobei sie rund 7500 Einsatzstunden erbrachten. Vogel erinnerte dabei an die Brände im Heiligenhof und im Giebelhof, an die Wald- und Flächenbrände infolge der Dürre und an das Unwetter in Hausen. Um diese Einsätze schnell und professionell abwickeln zu können, sehe sich die Stadt bei der Ausrüstung in der Pflicht: "Wir sind ein verlässlicher Partner unserer Feuerwehren." Das Stadtoberhaupt wies auf den Vierklang Retten - Löschen - Bergen - Schützen hin, den er gerne um "Zusammenhalt" erweitern möchte: "Es geht um die Kameradschaft, um die Freundschaft untereinander - und darüber hinaus um das Engagement der Wehren für die Gemeinschaft, für den Stadtteil, für die Stadt. Dafür bedankte er sich im Namen der Stadt bei den zu Ehrenden, "die die gemeinsame Aufgabe in besonders langer und herausragender Weise getragen haben".

Gute Teamarbeit nötig

Landrat Thomas Bold lobte die Wehren, "die immer wieder beweisen, dass sie gefährliche Situationen bewältigen können". Er erinnerte an das Inferno in Platz/Geroda, wo durch gute Zusammenarbeit größerer Schaden für die Gemeinde vermieden werden konnte und bezog in seinen Dank auch die übrigen Rettungskräfte mit ein. Das hierfür die technischen und digitalen Einsatzmittel zur Verfügung stehen müssen, "sei sinnvoll angelegtes Geld und die Grundlage dafür, dass Menschen bereit sind, ihr Leben für andere einzusetzen". Er dankte den über 5000 Feuerwehrlern im Landkreis für ihre Bereitschaft zur Übung und zum Einsatz. Sie seien damit Vorbilder für unsere Gesellschaft: "Viele ducken sich weg, Feuerwehrleute machen es nicht."

Motivation, Engagement, Einsatzbereitschaft, Können und Kameradschaft waren die verbindenden Eigenschaften aller Feuerwehrleute, die mit Urkunde, silbernem und goldenem Ehrenzeichen sowie Präsenten ausgezeichnet wurden. Die jeweiligen Kommandanten würdigten dabei die Funktionen jedes einzelnen, zählten die Leistungsstufen auf, ordneten Lehrgänge und Auszeichnungen zu und gaben einen Einblick in die Bedeutung des einzelnen für die gesamte Mannschaft.

Diejenigen, die ihren 65. Geburtstag hatten, mussten aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Der Applaus der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden war die hörbare Wertschätzung für deren ehrenamtliches Engagement. Stadtbrandinspektor Harald Albert fasste zusammen: "Ohne uns würde es keine Sicherheit geben - weder für Bürger noch für Gäste." Deshalb bedauerte er, dass man vermehrt dumme Sprüche von Zaungästen höre, von unvernünftigen Autofahrern gefährdet werde oder sich gegenüber denjenigen rechtfertigen müsse, denen man helfen möchte.

Verabschiedungen und Ehrungen

Ausgeschieden aus dem aktiven Dienst sind: Manfred Halbig (FF Albertshausen), Rainer Schmitt (FF Bad Kissingen), Norbert Hickl (FF Garitz), Paul Primack (FF Hausen), Andreas Renninger und Martin Seufert (FF Reiterswiesen).

Auszeichnungen für 40 Dienstjahre und damit das Ehrenzeichen in Gold nahmen entgegen: Thomas Hergenröder und Helmut Schmitt (FF Bad Kissingen), Reinhold Götz und Wilfried Götz (FF Kleinbrach), Harald Hornung, Dieter Schmitt und Jürgen Wolf (FF Poppenroth), Mario Fischer, Bernd Kiesel, Lothar Kiesel, Steffen Kiesel, Volker Mock, Michael Sauer und Harald Schmitt (FF Reiterswiesen), Gabriele Hillenbrand und Marion Renninger (FF Winkels).

Die Auszeichnung für 25 Dienstjahre und damit das Ehrenzeichen in Silber mit Urkunde erhielten: Christof Wolf (FF Albertshausen), Christian Renninger und Christian Schlembach (FF Arnshausen), Stefan Müller, Olaf Röttinger und Sebastian Seuffert (FF Bad Kissingen), Stefan Keß (FF Garitz), Stefan Beck (FF Hausen), Matthias Mahlmeister und Philipp Mahlmeister (FF Kleinbrach), Nico Kiesel und Martin Neder (FF Reiterswiesen), Michael Renninger (FF Winkels).