Mit einem großen Programm will Hassenbach die Sanierung und Neueröffnung des Gemeindehauses feiern. Das ehemalige Pfarrhaus, das vor einigen Jahren als "Kaplaneihaus" in die Denkmalliste aufgenommen wurde, ist ein historisches Gebäude aus dem Jahr 1779.

So war es nur folgerichtig, dass die 700-Jahr-Feier des Ortes Hassenbach 2003 den Grundstock legte für die Sanierung.
Der Erlös der Feierlichkeiten, hatte das Gremium entschieden, soll der gesamten Ortsbevölkerung zu Gute kommt: Neben einem Friedhofsglöcklein mit Turm stand die Sanierung des ehemaligen Pfarrhauses ganz oben auf der Abenda. Dass aus diesem Wunsch heraus ein Million-Projekt wird, hatte zu dieser Zeit niemand geahnt.

Es sollten einige Räume für Veranstaltungen geschaffen werden, nachdem auch die letzte Gaststätte im Ort ihre Tore geschlossen hatte. Die Aufnahme des Gebäudes in die Denkmalliste gab dann den Anstoß für die umfangreichen Maßnahmen. Marktgemeinde und Denkmalamt, sowie weitere öffentliche Stellen, wie auch Landesstiftung und die ländliche Entwicklung, unterstützten großzügig bei der Finanzierung und wollten natürlich auch mitreden.

So wurden aus den ursprünglich veranschlagten 400 000 bis 500 000 Euro weit mehr als das doppelte an Baukosten. Während der mehrjährigen Baumaßnahme, begonnen im Jahr 2010, wurde das Gebäude komplett saniert.

Neben einem Raum im Erdgeschoss für gesellige Veranstaltungen wurden Sanitäranlagen eingebaut. Die Räume in den beiden oberen Stockwerken beinhalten neben der neuen Heiztechnik weitere Räume, die ein Heimatmuseum aufnehmen. Bei einigen der Maßnahmen konnten auch Ortsbürgerinnen und Ortsbürger Eigenleistung einbringen. Für die Marktgemeinde sollte es ein Haus für die Ortsgemeinschaft werden, deshalb erfolgte die Umbennung durch die Marktgemeinde in "Gemeindehaus".

Neugestaltung des Umfeldes

Viele Jahrzehnte war der Außenbereich überwiegend ein Nutzgarten. Er wurde sowohl von den hier wohnenden Priestern genutzt und später auch von den privaten Bewohnern, zeitenweise wurde es auch an Ortsbürger verpachtet. In den vergangenen Jahren war er ebenfalls still gelegt. Nur hin und wieder nutzte ihn der Gartenbauverein für seine Veranstaltungen. Im Rahmen der Sanierung wurde er komplett umgekrempelt. Neue Sandsteinmauern und Betonpflasterflächen mischen sich unter die Rasenflächen. Im südlichen Bereich, zum Nachbargrundstück hin, entstand eine lang gezogene Unterstellhalle aus Holz. Auch die frühere Gerätehalle wurde neu erstellt. Sie erhielt ebenfalls ein Sandsteinmauerwerk. Saniert wurde der alte Tiefbrunnen, der mit dem Nachbaranwesen genutzt wird.

Auch die Befestigung des gegenüberliegenden Backhausvorplatzes zählte zur Maßnahme. Vie roter Sandstein und Betonpflaster wurden verarbeitet. Pflanzen und Bäume sorgen für das notwendige Grün. Diese Außenanlagen sollen - als Dorfzentrum gestaltet - zusammen mit dem sanierten Gemeindehaus als neuer Ortsmittelpunkt Leben in die Ortsgemeinschaft bringen.