Kämmerin Johanna Schaumberg stellte das 100-seitige Zahlenwerk dem Ausschuss vor. "Der Verwaltungshaushalt (VWH) umfasst alljährlich wiederkehrende Posten wie Unterhalt gemeindlicher Einrichtungen und Löhne. Hier haben wir keinen Spielraum", stellte Kuhn voran. Größter Posten in dem Gesamtumfang von 6,4 Millionen Euro sind die Zuwendungen für die vier Kindergärten mit 965 000 Euro, von denen 540 000 Euro aus Landesmitteln rückerstattet werden.
Der Schulbetrieb erfordert 460 000 Euro zuzüglich Schulbus und Schülerunfallversicherung mit 100 000 Euro. Davon werden 200 000 Euro als Zuschüsse vor allem für Ganztagesbetrieb und Buskosten erwartet. Der Unterhalt für Gemeindestraßen beläuft sich auf 300 000 Euro, die Straßenbeleuchtung auf 90 000 Euro. In diese Aufwendungen fließt auf der Habenseite der Anteil an der Kfz.-Steuer mit 53 000 Euro.

Ein Minusgeschäft bleibt der Gemeindewald mit Ausgaben von 173 000 Euro und Einnahmen von 100 000 Euro. Die Konzessionsabgabe aus der Stromversorgung erbringt für den Gemeindesäckel 130 000 Euro. Die vier Friedhöfe erfordern 107 000 Euro, von denen 30 000 Euro über Gebühren abgedeckt werden. "Dieses Defizit, das wiederholt von der überörtlichen Rechnungsprüfung angesprochen wurde, können wir nicht kompensieren. Zudem erfüllen die Einrichtungen kulturelle und soziale Bedürfnisse", verdeutlichte der Bürgermeister.

In den VWH fließen die großen Einnahmen: Einkommenssteuer 2,3 Mio. Euro, Schlüsselzuweisungen 1,5 Mio. Euro, Gewerbesteuer 520 000 Euro, Grundsteuer B 400 000 Euro, Umsatzsteueranteil 100 000 Euro und weitere. Davon müssen als Kreisumlage 1,9 Mio. Euro und Gewerbesteuerumlage 128 000 Euro abgegeben werden. Im Abschluss des VWH bleiben als Plus 732 750 Euro, die dem Vermögenshaushalt (VMH) zugeführt werden.
Der schließt mit 5,8 Millionen Euro ab. Größter Brocken ist die Hegler-Halle. "Bisher haben wir 2,7 Millionen Euro ausgegeben, 3 Millionen sind noch angesetzt. Das ist gut geschätzt. Wir hoffen, darunter bleiben zu können. An Zuwendungen erwarten wir 700 000 Euro. Prüfen werden wir, ob die bisherige Bestuhlung bleiben kann. Zur Finanzierung haben wir neben Rücklagen ein Darlehen von 2 Millionen Euro bereits in 2014 aufgenommen. Als Lücke dürften noch 600 000 Euro bleiben. Die Rückzahlungen bei minimalem Zinssatz dürften für die nächsten Jahre kein Problem darstellen", erläuterte Bürgermeister Kuhn. Die weiteren Ansätze im VMH werden auf ein Mindestmaß zurückgefahren. Erst die endgültige Abrechnung Hegler-Halle sei abzuwarten.

Das Gremium hatte keine Einwände, sodass der Etat einschließlich des Investitionsprogramms am Dienstag, 3. März, vom Gemeinderat verabschiedet werden kann.


Weitere Daten aus dem Vermögensetat:


Gemeindestraßen: Einnahmen 450 000 Euro aus Ausbaubeiträgen und Zuwendungen von Land und Kreis zur Ortsdurchfahrt OD Oerlenbach, Ausgaben 540 000Euro für OD (Rest) und Gewerbegebiet "Am Kreisel" in Oerlenbach sowie für Dorfmitte Eltingshausen Rest und Treppensanierung Ebenhausen
Gewerbepark Oerlenbach/Poppenhausen an A 71: Investitionsumlage 300 000 Euro als Ausgabe
Breitbandausbau: Investition 260 000 Euro, davon als Landeszuschuss 208 000 Euro zurück
Brandschutz: 220 000 Euro für Fahrzeug Rottershausen und Digitalfunk, an Zuschüssen 80 000 Euro
Schloss Ebenhausen: 103 000 Euro für Denkmal-Gutachten, davon 77 000 Euro als Zuwendung in Aussicht gestellt
Grunderwerb: 100 000 Euro
Rathausumbau und -erweiterung in Oerlenbach: Restkosten von 65 000 Euro
Schulhäuser und Ausstattung Schule 64 000 Euro
Förderung privater Sanierungen zum Erhalt alter Bausubstanz 50 000 Euro
Forstwegebau "Aspenschlag" in Eltingshausen: Ausgaben 35 000 Euro, dazu 50 Prozent als Zuwendung zurück
TSV Oerlenbach: Zuschuss von 30 000 Euro für 2. Spielfeld
Straßenbeleuchtung und Kultivierung Erddeponie je 20 000 Euro
Dorfmitte Eltingshausen: 14 000 Euro für Akustik in Kulturscheune und 9 000 Euro für Küche
Feldweg Rannunger Berg in Rottershausen: Kosten 20 000 Euro, 3 000 Euro Zuschuss von Jagdgenossenschaft
Bauhof, Friedhöfe, Kinderspielplätze, Bildstöcke, Wanderwegekonzept und Kirchen je 10 000 Euro
Investitionsplan bis 2018:
Neues Löschfahrzeug FFW Oerlenbach: 500 000 Euro 2017
Erneuerung Eltingshäuser Straße in Oerlenbach: 560 000 Euro (2016-2018)
Sanierung Forststraße in Ebenhausen: 300 000 Euro in 2016/2017
Sanierung Baumgartenstraße in Oerlenbach zu 300 000 Euro 2017/2018
Neuer Unimog Bauhof : 200 000 Euro (2016)
Erschließung kleiner Baugebiete in Ebenhausen (Nähe Feuerwehrhaus) zu 150 000 Euro (2016) und in Rottershausen zu 95 000 Euro in 2017/2018
Sanierung Ortsdurchfahrt Rottershausen: Start 2018 mit 100 000 Euro sowie 120 000 Euro für die Lindenstraße
Sanierung Toiletten Schule Oerlenbach: 130 000 Euro (2016)
Straßenentwässerung Umlage an Abwasserzweckverband: je 100 000 Euro ab 2016
Erweiterung Bauhof mit je 100 000 Euro in 2016 und 2017
Grunderwerb jährlich 50 000 Euro.