"Wenn die Festplatte am Computer beschädigt ist, laufen die Spiele nicht richtig, funktioniert das Schreibprogramm nicht mehr. Wenn ihr Euren Kopf nicht schützt, müsst ihr vielleicht wieder laufen oder sprechen lernen."
Der freundliche Polizist greift schon mal zu drastischen Beispielen, wenn er Kindern nahebringt, dass der Helm zum Fahrradfahren einfach dazugehört, zeigt Bilder von Fahrradstürzen bei denen der Helm am Lenker hängt, statt auf dem Kopf zu sitzen.
Den Älteren erzählt er vom schlimmen Unfall des Pfarrers Breitenbach. Die Folgen des Sturzes wären mit Helm nicht so dramatisch gewesen, erklärt der Verkehrsexperte der Kissinger Polizei und fasst die wichtigsten Punkte zur Sicherheit beim Fahrradfahren zusammen.


Der Helm muss passen

Der Helm muss fest sitzen, darf aber nicht drücken. Zwischen Kinnriemen und Hals darf nicht mehr als ein Finger passen. Der Helm sollte leicht und bequem sein, fest einstellbare Riemen haben, gut durchlüftet und mit einem Fliegennetz ausgestattet sein.
Auch ein Helm vom Discounter ist sicher, hat aber weniger Komfort. "In Mold" Helme sind deutlich stabiler, leichter und langlebiger. Alle Helme müssen zwingend das europäische Prüfzeichen aufweisen.
Fällt der Helm mal zu Boden ist das nicht weiter schlimm. Nach einem Sturz aber muss er ausgetauscht werden. Weil die Dämpfung nach und nach ihre Funktion verliert, sollte der Helm nicht länger als fünf Jahre getragen werden, empfiehlt der TÜV. Spätestens nach acht Jahren muss er ausgemustert werden.
Helm auf dem Kopf, aber cool und lässig mit lockerem oder gar offenem Kinnband, das geht gar nicht. Auch am Lenker nützt er überhaupt nichts, sagt der Polizeihauptkommissar und fügt hinzu: Denkt daran: "Beim PC kann man zur Not die Festplatte wechseln. Aber bei Euch?"