Die Vergesslichkeit nähert sich oft in kleinen Schritten: Der Wohnungsschlüssel wird ständig verlegt, oder man steht bereits das dritte Mal an einem Tag beim Bäcker an der Theke, um einzukaufen. Das können erste Anzeichen einer Demenzerkrankung sein. "Im Frühstadium bemerken es die Betroffenen oft noch selbst", sagt Daniela Wehner von der Angehörigenberatung des Caritasverbandes Bad Kissingen.
Was ist jetzt zu tun, wo kann ich mich testen lassen? Wehner beantwortet Fragen, die sich dann stellen. Sie berät Angehörige und Betroffene und hilft ihnen, die Situation zu bewältigen. "Wichtig wäre es, zu schauen, dass man gleich einen Arzt aufsucht", rät sie. Am besten einen Neurologen oder Facharzt.

Laut dem Bad Kissinger Facharzt Gosberth Weth wird sich in den nächsten zehn bis 20 Jahren die Zahl der Demenzkranken verdoppeln - auf mehr als zwei Millionen Deutsche. "Demenz ist in der Pflege ein Dauerbrenner", findet auch Wehner. Das spiegelt sich im Angebot der Einrichtung wider: Die Caritas-Fachstelle für pflegende Angehörige bietet Spezialkurse für die Pflege von Demenzkranken an und organisiert Gruppentreffen für die Angehörigen. "Unsere Sozialstationen veranstalten außerdem Betreuungsnachmittage für Pflegebedürftige und Demenzkranke", schildert Wehner. "Wichtig bei der Betreuung sind soziale Kontakte. Aber auch Körperkontakt, Singen und Tanzen helfen."

Am Donnerstag, 15. August, besteht die Möglichkeit, am Tag der offenen Tür der Caritas die Arbeit der verschiedenen Fachdienste kennen zu lernen und sich umfassend zum Thema Pflege zu informieren. "Welche häuslichen Hilfsangebote gibt es, was ist hauswirtschaftliche Versorgung", nennt Wehner häufige Fragen.

Tag der offenen Tür des Caritasverbandes

Termin Der Tag der offenen Tür findet am Donnerstag, 15. August, in Verbindung mit dem Pfarrfest der Herz-Jesu Pfarrei statt. Beginn ist um 14 Uhr im generalsanierten Caritasgebäude in der Hartmannstraße 2a, Ende ist um 17 Uhr.

Gebäude Der Caritasverband Bad Kissingen ist im ehemaligen Institut der Englischen Fräulein hinter der Stadtpfarrkirche untergebracht. Im ersten Stock geben die Sozialstationen Auskünfte zum Thema Pflege und Demenz. Es besteht die Möglichkeit, Blutdruck und -zucker zu messen, oder für einen offenen Gedächtnistest zu üben. Im zweiten Geschoss stellen sich die Beratungsstellen vor. Im dritten Stock befinden sich die Kur- und Rehaseelsorge, die Familienseelsorge und die Ehe-, Familien- sowie Lebensberatung der Diözese Würzburg.

Beratungsstellen In der Hartmannstraße sind folgende Fachdienste untergebracht: Allgemeiner Sozialer Beratungsdienst, Erziehungs-, Sucht- und Flüchtlingsberatung sowie der Fachdienst Gemeindecaritas. Kramlädchen und Selbsthilfegruppen sind nach wie vor in der Röntgenstraße 12 untergebracht.