Viel zu tun gibt es im Markt Burkardroth - sei es der Hortbau in Lauter, die Kindergärten, Kanalbauarbeiten oder Feuerwehrhäuser. Bürgermeister Daniel Wehner (CSU) machte gleich am Anfang der Sitzung deutlich: "Heute sprechen wir bei den Bauprojekten immer von Millionenbeträgen." Neues vermeldete der Burkardrother Rathauschef auch zum Premicher Dorfladen.

Dorfladen Premich: Gespräch steht an

"Das Projekt ist zuletzt etwas eingeschlafen. Aber jetzt sind wir wieder dran", hieß es vom Bürgermeister. Bei einem Treffen in Würzburg - bei dem auch die Projektgruppe dabei war - zeigte sich, dass sich das Vorhaben nicht wie geplant umsetzen lasse. "Am Dienstag ist ein Treffen mit einer anderen Firma, die Interesse bekundet hat", sagte Daniel Wehner. Dabei handelt es sich um "Tag und Nacht", Zugang zum Dorfladen gibt es über eine Chipkarte. Das Geschäft hat - wie der Name schon sagt - Tag und Nacht geöffnet. Außerdem habe es Gespräche mit "Tegut" gegeben. Auch das Unternehmen bietet einen 24-Stunden-Laden an. "Das Unternehmen ist aber derzeit eher auf Hessen fokussiert, wo es noch einige Dorfläden stellen möchte."

Ein großes Thema auf der Bürgerversammlung war die Geschwindigkeit und der Straßenzustand in Premich und Stangenroth. In Premich soll deshalb zunächst die mobile Messanlage aufgestellt werden. Der Weisheit letzter Schluss ist das allerdings nicht. "In Premich soll die Staatsstraße neu gemacht werden. In dem Zuge könnte etwas gemacht werden um die Geschwindigkeit zu reduzieren", teilte der Rathauschef mit. "Das fällt aber frühestens ins Jahr 2023 - und da muss es gut laufen." Zur Verbindungsstraße nach Steinach liefen ebenfalls Gespräche. "Das ist naturschutzrechtlich schwierig. Wir sind dran", konstatierte Daniel Wehner.

Stangenroth: Hohe Geschwindigkeit für viele ein Problem

Zu schnell sind vielen Stangenröthern von Gefäll kommende Autofahrer am Ortseingang. Ein Bürger wollte wissen, ob sich im Zuge des Ausbaus der St2290 dort etwas ändert. Ihm schwebte eine "Bremse" vor. Daniel Wehner verwies darauf, dass es nicht so einfach sei - Bauherr ist das staatliche Bauamt Schweinfurt. Anregungen wegen des hohen Verkehrsaufkommens kamen zudem zu Zebrastreifen oder einer Ampelanlage in Premich gegenüber der Metzgerei Krebs.

Für Unmut sorgt auch die Optik des Lauterer Kreisels. Laut dem Bauamt - das für das Bauwerk verantwortlich ist - soll dort eine Blühwiese entstehen. Der Vorschlag der Kommune, den Kreisel mit dem Gemeindewappen zu versehen, stieß bei der Behörde nicht auf Gegenliebe. Dadurch könne höherer Schaden bei Unfällen entstehen. "In Oerlenbach ist das laut Amt eine andere Thematik, das ist ein Innerortskreisel." Der Markt habe bereits überlegt, ob sich die Pflege übernehmen ließe.

Stangenroth: Traibrunnen soll angegangen werden

In Stangenroth soll der Traibrunnen angegangen werden. Dieser ist seit geraumer Zeit ein Trümmerfeld. "Als eine meiner ersten Amtshandlungen als 2. Bürgermeister war ich 2014 dort zum Ortstermin", sagte Daniel Wehner. Zwischendurch starb der beauftragte Planer. Vergangene Woche erhielt die Kommune Einblick in die neuen Pläne. "Wir stehen noch ganz am Anfang, aber ich denke wir kriegen das hin." Für den Rathauschef ist es ein Projekt, was er endlich abschließen möchte. "Es gibt da so einiges, was seit Jahren im Haushalt mitgeschleppt wird."

Dazu gehört auch der Waldfensterer Weiher oder die Kläranlage in Premich. Der Tenor von Bürgermeister und den Einwohnern war deutlich: Es muss etwas geschehen. Daniel Wehner teilte mit, dass derzeit Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt laufen würden. "Vorbehaltlich des Beschlusses vom Gemeinderat wird es wohl ein Neubau der Kläranlage", sagte er.

Feuerwehrhaus Premich: So sind die Pläne

Für das Feuerwehrhaus in Premich hat sich ebenfalls eine Möglichkeit ergeben. Die Gebäudeteile, die von den Floriansjüngern in Eigenregie gebaut wurden, sollen erhalten bleiben. "Wahrscheinlich wird der Turm fallen und seitlich eine Fahrzeughalle angesetzt." In Oehrberg liegen die Kosten fürs neue Feuerwehrhaus bei etwa 1,2 Millionen Euro. Investitionen für die Wehren gibt es auch in anderen Orten. "In den Bereich fließen Millionen."

Mit einem Millionenbetrag schlägt auch das neue Baugebiet Brennofen zu Buche. Laut Rathauschef liegen die Kostsen bei 1,9 Millionen Euro. Flächen für Häuslebauer gibt es auch in Waldfenster. Dort sollen zehn bis zwölf Plätze im neuen Areal "Am Schusterwald" entstehen. Bauplätze entstehen zudem zwischen Lauter und Katzenbach am "Zeilacker".

3,2 Millionen Euro für den Hort

Ein Großprojekt der Kommune ist der Hort in Lauter. 100 Kinder sollen dort ab 2022 Platz finden. Der Bedarf liegt derzeit bei etwa 70 Kindern. Die Kosten liegen bei 3,2 Millionen Euro. Nach Abzug eines Zuschusses von 1,1 Millionen Euro entfallen auf den Markt noch 2,1 Millionen Euro. Ob weitere Fördermittel von etwa 600 000 Euro fließen, ist noch nicht klar.

Der Teilabriss und -Neubau des Kindergartens in Burkardroth schlägt mit 3,5 Millionen Euro zu Buche. Hier erwartet die Verwaltung ebenfalls Zuschüsse. Noch keine Kosten gibt es zu dem Kindergarten in Gefäll. Das bestehende Gebäude möchte der Markt abreißen und an seiner Stelle einen Neubau errichten.

Baustelle im Untergrund

Viel Geld fließt in den kommenden Jahren in den Untergrund - etwa im Bereich der Brunnengasse und Bergstraße. Dort braucht es einen neuen Kanal. 2,5 Millionen Euro hat die Kommune dafür veranschlagt.

Die Sanierung an der Mittelschule in Burkardroth ist fertig - 5,2 Millionen Euro zahlte die Kommune dafür. "Der Schulstandort ist für die nächsten Jahre sicher. Deshalb war es uns das Geld wert." Das leitete Daniel Wehner von den Geburtenstatistiken ab. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Markt ein Plus von knapp 80 Einwohnern. Insgesamt hatte Burkardroth mit seinen zwölf Ortsteilen am 15. Juli 7487 Einwohner. Um den Vereinen und Einwohnern von Burkardroth, Wollbach und Zahlbach etwas zu bieten, plant die Kommune das alte Thermostat- und Schaltgerätebau-Gebäude in Wollbach umzubauen. Dem Bürgermeister schwebt vor, ein Pendant zur "Alten Schuel" in Stralsbach zu schaffen.

Im diesjährigen Vermögenshaushalt sind 8,9 Millionen Euro angesetzt. 2020 waren es zehn Millionen Euro. Das Rechnungsergebnis lag bei 4,8 Millionen. "Wir konnten nicht alles, was wir uns vorgenommen hatten, umsetzen", erklärte der Bürgermeister. Der Verwaltungshaushalt ist mit rund 15,2 Millionen Euro ähnlich angesetzt wie im vergangenen Jahr. Das letztjährige Rechnungsergebnis waren etwa 16,3 Millionen Euro. Aus den Rücklagen sollen 4,3 Millionen Euro entnommen werden. Eine Kreditaufnahme ist nicht geplant, der Schuldenstand ist bei Null.