Brot und Salz werden seit dem Altertum in vielen Kulturen Gästen als "Empfangsgeschenk" gereicht. Zudem ist Brot seit über 6000 Jahren neben dem Trinkwasser das am meisten benötigte Nahrungsmittel. Dennoch sind dem Innungsobermeister der Bäckerinnung Bad Kissingen/ Rhön-Grabfeld die Sorgenfalten ins Gesicht geschrieben: gab es vor zehn Jahren noch 75 Bäckereien in den beiden Landkreisen, so hat sich inzwischen die Zahl der selbstständigen Bäckereien mit
nunmehr nur noch 39 fast genau halbiert.
Zehn von ihnen nehmen regelmäßig an der vom Deutschen Bäckerhandwerk und dem Institut für Qualitätssicherung - IQBack organisierten Qualitätsprüfung teil und lassen ihre Waren bewerten. Im Herbst stehen die Stollen zur Prüfung an und nun zu Beginn des Frühjahres Brot und Brötchen.
An drei Tagen hat Qualitätsprüfer Manfred Stiefel insgesamt 141 Proben in Bad Neustadt, Hammelburg und Bad Kissingen im wahrsten Sinn des Wortes unter die Nase genommen, denn die Prüfung erstreckt sich in der Hauptsache, auf Aussehen, Geschmack, Konsistenz des gebacken Teiges etc. In der Hauptsache ist es eine optische Prüfung, die der gelernte Bäckermeister vornimmt, denn auch der Kunde kauft seine Backwaren ja mit den Augen.
95 Brote und 46 verschiedene Brötchen gingen über seinen Tisch, der in der Schalterhalle der Bad Kissinger Sparkasse aufgebaut war, denn diese Qualitätssicherung ist öffentlich. 46, bzw. 47 der eingereichten Brote erhielten die Note sehr gut, bzw. gut und nur zwei kamen nicht in die Wertung. Bei den Brötchen war es ähnlich: 24 erhielten die Note sehr gut, 20 die Note gut und zwei der Einreicher bekamen auch für Brötchen keine Urkunde zugeteilt.