Vor allem die beiden Bürgermeisterstellvertreter Gerhard Fischer (FWG) und Robert Erhard (WG) - sie gehören seit Jahrzehnten dem Gemeinderat an und kennen in Sachen "B 286 neu" beziehungsweise "KG 43 neu" Hintergründe und Entwicklungen - machten sich zu Sprechern: "Bad Kissingen versäumte es, im Zusammenhang mit dem Bau der A 71 ein Konzept für eine Anbindung zu entwickeln. Die Blockadehaltung verhinderte eine Lösung, die zudem als Verbindung zwischen A 7 und A 71 nötig ist. Mittel standen schon bereit, allein die Planungen von Bad Kissingen fehlten. Im Zuge des Wahlkampfes kam 2008 der damalige Verkehrsminister Tiefensee nach Bad Kissingen. Mit Plakaten und Demogruppe verdeutlichten wir von Oerlenbach die Unverzichtbarkeit der B 286 neu. Unser Anliegen erkannte Tiefensee, merkte aber - gerichtet an den damaligen OB-Kandidaten Kay Blankenburg (SPD) - an: Werde du erst einmal Oberbürgermeister, dann sehen wir weiter!"


Verhinderungspolitik

Leider sei - wie schon zuvor - seitens der Stadt Bad Kissingen nichts geschehen. Jetzt zeige sich mehr eine Verhinderungspolitik dem Landkreis gegenüber, der den Abschnitt nördlich an Eltingshausen vorbei schaffen möchte. Die Argumentation, dass der Verkehr durch Arnshausen und Reiterswiesen zunehmen werde, treffe nicht zu: "Das werden nicht mehr oder weniger Fahrzeuge, die bisher bereits die Ortsteile frequentierten. Für uns ist es wichtig und unverzichtbar, Oerlenbach und Eltingshausen zu entlasten. Die Blockade von Bad Kissingen verkennt die Tatsachen und fördert nicht das gemeinsame Anliegen einer Entlastung der Durchfahrten." Über viele Jahre strebte Oerlenbach unter Bürgermeister Siegfried Erhard eine Lösung an. Die Einwände des Rechnungshofs wurden bearbeitet, so dass der Verkehrsausschuss die Verwirklichung zusagte. Mit beteiligt war die frühere Abgeordnete und Vizebundestagspräsidentin Susanne Kastner (SPD), die damals weitergab: Bad Kissingen brauche noch Bedenkzeit. Es sei nicht zu verstehen, dass Oerlenbach das ausbaden müsse, was die Nachbarstadt nicht zu Wege bringe.


Sanierung bleibt Sache der Bahn

Bürgermeister Franz Kuhn (BBO) informierte über ein Schreiben der Netzagentur der Bundesbahn, die die Brücke über einen Feldweg in Ebenhausen ab 2019 erneuern will. Die Gemeinde könne ihre Wünsche in das Vorhaben einbringen, müsste sich aber an den Kosten beteiligen. Manfred Greubel (FWG) machte klar, dass die Durchfahrt in Verlängerung der Brückenstraße keine sonderliche Bedeutung hat. Der Gemeinderat befand, keine Änderungen von Seiten der Kommune einzuplanen. Damit entfällt eine Beteiligung an den Sanierungskosten.
In der Wolfstraße in Oerlenbach kann ein Einfamilienhaus errichtet werden. Die große Wandfläche der Hegler-Halle in Richtung Eltingshausen wird im Frühjahr nochmals gestrichen, informierte der Bürgermeister. "Bei der Gelegenheit könnten wir mit Piktogrammen von Fuß-, Basket- und Volleyball die Fläche auflockern", schlug er vor. Grundsätzlich begrüßte der Gemeinderat den Vorschlag. Gestaltungs- und Ausführungsvorschäge seien einzuholen.
Die Vereinsgemeinschaft Ebenhausen kann für die Bewerbung des Pfingstmarkts das Gemeindewappen verwenden. Eine Schweinfurter Agentur möchte in der Wilhelm-Hegler-Halle am 19. März 2016 ein Konzert mit der Rockgruppe Barclay James Harvest ausrichten. Der Gemeinderat vertagte eine Entscheidung, um erst weitere Details einzuholen.