Voraussichtlich immer samstags soll in den kommenden Wochen die Lichtshow auf dem Wassernebelschild im Rosengarten zu sehen sein. Vorerst um 22.30 Uhr, mit kürzer werdenden Tagen immer eine halbe Stunde früher. Das gaben Stadt und Staatsbad GmbH gestern auf Nachfrage bekannt. An einem Programm für die Musik-Vorführung in Verbindung mit den Fontänen werde dagegen noch gearbeitet.
Allerdings sei das nicht ganz so einfach, weil der endgültige Anschluss an den die Technik-Zentrale im Regentenbau noch fehle.
"Der Brunnen ist technisch fertig, aber die Anbindung steht noch nicht", bestätigte Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) gestern auf Nachfrage. Kurdirektor Franke Oette ergänzte, dass noch ein Glasfaser-Kabel eingezogen werden muss, aber: "Bagger müssen keine mehr anrücken", stellt er klar, ein Leerrohr dafür sei vorhanden. Aktuell müsse noch jemand in den unterirdischen Pumpen-Schacht und die Anlage über einen Laptop programmieren. Zudem gebe es nur das eine Programm, das bei der Einweihung am 26. Juli zu sehen war.


Warten nach zügigem Bauende

Schnelle Bauphase, aber nun die Wartezeit: War die Staatsbad GmbH nicht vorbereitet? "Klar ist, dass wir den Brunnen vorher betrieben haben und wir ihn auch nach der Sanierung betreiben", betont Kurdirektor Oette. Unter anderem stehe die Schulung der Mitarbeiter noch aus. OB Blankenburg wirbt für diesen Ablauf um Verständnis: "Wir wollten den Brunnen halt früh zeigen, dass es da noch eine Probephase geben muss, haben alle gewusst."
"Wir sind derzeit noch in den Vorbereitungen", fasst Oette den aktuellen Stand zusammen. Der Plan sei, dass die Lichtshow vorerst nur einmal in der Woche zu sehen sein wird. "Es wäre kein Problem, das zwei oder drei Mal zu zeigen, aber es soll sich eher ein Ritual entwickeln", begründet Oette die Entscheidung, und: "Man muss es interessant halten." Vor allem sollten in den kommenden Wochen Erfahrungen gesammelt werden, wie viele Besucher sich das Spekatakel an den Samstagabenden ansehen.


Wasserspiele mehrmals täglich

In die gleiche Kerbe schlägt OB Blankenburg: "Wir wollen das Gut durch Verknappung kostbar halten", spricht auch er sich für wenige Lichtshows aus, auf eine genaue Zahl will er sich aber nicht festlegen. Auf alle Fälle sollen aber die Wasserspiele oder "Loops", also die Verbindung aus Musik und verschiedenen Fontänenbildern, mehrfach am Tag zu sehen sein. Bislang gibt es dafür aber noch kein eigenes Programm, deshalb sei noch kein Probelauf möglich.
Die Stadt teilte gestern Nachmittag mit, dass der automatisierte Regelbetrieb ab dem Rakoczy-Fest vorgesehen sei, allerdings nur "wenn die Installation aller erforderlichen Gerätschaften fehlerfrei verläuft, die entsprechenden Personen der Bayerischen Staatsbad Bad Kissingen GmbH eingewiesen und geschult worden sind".
Die Bespielung des Brunnens war Thema bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses, bei der Stadträte auch einen Hinweis auf gute Standorte forderten: "Die beste Sicht hat, wer direkt und gerade auf die Projektionsfläche schauen kann. Dies ist idealerweise zwischen Brunnen und Ludwigstraße oder von der Ludwigstraße der Fall", steht dazu in der gestrigen Mitteilung der Stadt. Zudem heißt es, dass aktuell an einem Sponsoring-Konzept gearbeitet wird: Nach dem Eröffnungsfeuerwerk war bereits das Logo der Sparkasse eingeblendet worden. Nun sollen auch andere Unternehmen die Möglichkeit bekommen, "sich vor oder nach der Springbrunnen-Show auf der Wasserwand zu präsentieren".