13 Kirmespaare, darunter erstmals auch zwei Damenpaare, aus Wildflecken und Oberwildflecken hatten sich bei traumhaft schönem Wetter mit sommerlichen Temperaturen am Feuerwehrgerätehaus eingefunden, um die Wildfleckener Kirchweih zu feiern.

Die von den Kirmesburschen ausgearbeitete Kirmesrede wurde vom "König" Tobias Köstler vorgetragen. Die Zuhörer nahmen mit viel Gelächter und Applaus die Schilderungen der kleineren und größeren Ereignisse auf, die im Laufe des Jahres für Gesprächsstoff in der Gemeinde gesorgt hatten.

Schwer getroffen waren die Jugendlichen, dass "Wurschti" von heute auf morgen ihren Treffpunkt "Magics" geschlossen hatte. "Es war der Hammer, dass uns monatelang das Maul trocken geblieben war. Und wahrlich ihr Leut´, seit ein paar Wochen ist unsere Lieblingsbar wieder offen." Ein Lob gab es dafür von der Jugend für seinen Arzt und die Therapeuten, die ihn von seinen Rückenschmerzen geheilt und dadurch wieder "einsatzfähig" gemacht haben. Nicht fehlen durften die Erlebnisse, die ihnen beim Ausflug nach Gran Canaria, wo die Sonne heiß vom Himmel gebrannt hat, widerfahren sind. Es gab nicht nur Blasen am Kopf und Rücken, schlimmer war das Brennen an den sonst angenehmen Stellen des Körpers.

"Die bisherigen 172 Tage von Gerd Kleinhenz als neuer Bürgermeister sind zu kurz, um schon jetzt seine Leistungen zu bewerten", stellte Tobias Köstler in der Rede fest.

Jubelfest und Rest

Vom Besuch der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Betriebes von Oliver Masso gab es viel Erfreuliches zu berichten. Zu später Stunde war der Musikzug von einem Auftritt in Sulzfeld heimgekehrt. "Als wir von einem guten Essen, bei dem auch Bier und Wein ausgeschenkt wurde, hörten, verbrachten wir den Rest des Abends unter dem Motto ,Juhu, beim Oli ist noch Jubelfest, da geben wir uns den Rest'."

Zu wenig Burschen

Die anwesenden Väter mussten sich anhören, dass sie am fehlenden Nachwuchs an Burschen die Schuld haben, dass sich dieses Jahr vier Mädels als Kirmes-paare vergnügen mussten.

Nicht gefehlt haben in der Kirmesrede auch die Einbrüche der letzten Tage im Kindergarten und Feuerwehrhaus. "Hoffen wir, dass diese Säcke bald im Knast landen werden." Weitere Themen waren der geplante Rückbau der Bahnstrecke durch die Eisenbahnfreunde und das spontane Konzert des Musikzuges im Wasserbecken am Rathausplatz, das von ihm im Rahmen eines Wettbewerbes stattgefunden hat, obwohl es dabei manchem Musiker die Füße fast erfroren wären. Bereits am Samstagabend erfolgte die Krönung der Kirmeskönigin Natalie Abert, die 1. Bürgermeister Gerd Kleinhenz, 2. Bürgermeister Wolfgang Illek und 3. Bürgermeister Herbert Nowak im Feuerwehrhaus gemeinsam vornahmen. Sonntagnachmittag zogen die Kirmespaare mit "Plootz-Träger" Tim Weikard und dem "Kirchweihwägelchen" an der Spitze zum Elternhaus der Königin. Von hier wurde Natalie Abert mit ihrem Kirmes-König vom Musikzug zum Festplatz am Feuerwehrgerätehaus begleitet. Empfangen, begrüßt und vorgestellt wurden die Plomädchen und Burschen von Herbert Nowak.

Tanz der Plopaare

Höhepunkt der Kirmesfeier waren die Tänze der Plopaare um den Kirmesbaum. "Bemm gehärt die Kirmes, ons", schallte es dabei immer wieder rund um das Feuerwehrhaus aufs Neue.

Kein Wunder war es, dass die Paare bei hochsommerlichen Temperaturen von 25 Grad tüchtig ins Schwitzen kamen.