Mehrere Veränderungen gibt es im Schullandheim Thüringer Hütte. Die langjährige Bildungsreferentin Christiane Jakob-Seufert wechselt nach Bad Brückenau. Der bisherige Leiter Peter Gehring ist seit 1. Mai Bürgermeister seine Heimatgemeinde Röthlein. Sein Nachfolger an der Thüringer Hütte ist Stephan Barthelme.

Christina Jakob-Seufert kam am 1. September 2010 als Bildungsreferentin an das Schullandheim Thüringer Hütte. "Intensive zehn Jahre gehen hier für mich nun zu Ende. Und ich bin dankbar für die unterschiedlichsten Begegnungen und Erfahrungen, die mir diese Aufgabe ermöglicht hat", blickt sie auf eine interessante Zeit zurück. Die Stelle als Bildungsreferentin wurde vor zehn Jahren neu geschaffen. In den ersten drei Jahren war der Verein "Andere Zeiten e.V." als Geldgeber mit im Boot. Ihr Büro hatte sie im Diözesanbüro in Bad Neustadt, dessen damaliger Leiter Günther Werner sich intensiv um die Thüringer Hütte und das Bildungsangebot bemühte.

"Zusammen mit Herrn Werner und vielen engagierten Menschen haben wir damals das Konzept ,Energie und Schöpfung' für das Schullandheim Thüringer Hütte weiterentwickelt und das pädagogische Programm aufgebaut." Das Energiehaus und das Erdhaus wurden gebaut. Träger ist die Diözese Würzburg. Im Januar 2013 bezog Jakob-Seuffert ihr Büro im Schullandheim.

Die Betreuung von Schulklassen war einer der Schwerpunkte. Aber auch Angebote für Familien und Gruppen wurden im Laufe der Jahre entwickelt. Mit im Boot war das Team der Ehe- und Familienseelsorge des Dekanat Bad Neustadt.

"Diese Bildungsarbeit wäre aber ohne das Team nicht möglich gewesen", dankt Jakob-Seuffert zum Abschied. Ob beim Brotbacken am Holzbackofen, beim Bauen der beliebten Solarblumen, beim Erkunden von Wasser und Wald oder beim Teamtraining, sie habe immer auf eine flexible Unterstützung bauen können. Christiane Jakob-Seuffert absolvierte diverse Weiterbildungen. 2015 wurde sie Kräuterpädagogin und bot seither Kräuterführungen auch für Kinder an. Es wurde gemeinsam Limonade und Kräuterquark hergestellt. Aber auch Pflanzenpressen gehörte zu den Angeboten. Sie bildete sich zur Erlebnispädagogin weiter und leitete die Teams entsprechend an. Ziel war es in ihren Jahren an der Thüringer Hütte, dass der außerschulische Lernort Schullandheim ein Bildungsangebot für Schulklassen ist. Dementsprechend sollte das Bildungsangebot zu den Lehrplänen der Schulen passen.

Stelle wird neu ausgeschrieben

Nach zehn Jahren möchte Christiane Jakob-Seufert beruflich neue Wege gehen. "Es ist nach 10 Jahren der richtige Zeitpunkt, auch um Platz zu machen für neue Ideen und neuen Schwung." Im September wird die Gemeindereferentin als Klinik-, Kur- und Reha-Seelsorgerin in Bad Brückenau in einem ganz anderen Bereich unterwegs zu sein. Als Religionslehrerin wird sie aber weiterhin im Landkreis tätig sein, sie unterrichtet an der Grundschule Saaletal in Saal und der Grundschule Ostheim. Die Stelle der Bildungsreferentin im Schullandheim Thüringer Hütte werde neu ausgeschrieben und soll ab 1. Januar 2021 wieder besetzt werden, sagte Bernhard Lutz, der Leiter der Kirchlichen Jugendarbeit in der Diözese Würzburg.

Er verabschiedete Christiane Jakob-Seufert und dankte ihr für die engagierte und erfolgreiche Arbeit. Die Verabschiedung der Bildungsreferentin war zugleich die Begrüßung des neuen Leiters des Schullandheims. Nach dem Weggang von Peter Gehring übernahm der Leiter des Volkersberg Klaus Hofmann die kommissarische Leitung des Schullandheims Thüringer Hütte sowie des Familienbildungshaus St. Michael in Bad Königshofen. Diese beiden Aufgaben wird nun Stephan Barthelme übernehmen. Der 35-Jährige stammt aus dem Landkreis Schweinfurt. Er ist Gymnasiallehrer für Deutsch und Geographie. Von 2014 bis 2020 war er Hauptamtlicher Bundesvorsitzender der Katholischen Landjugendbewegung und stand damit in der Verantwortung für das Landjugendhaus in Dipbach. Da aufgrund der Corona-Pandemie bis voraussichtlich Januar 2021 keine Klassenfahrten stattfinden werden, ist der Betrieb des Schullandheims derzeit nur eingeschränkt möglich. Familien, Wandergruppen, der Rhönklub und auch kirchliche Gruppen nutzen die Angebote in deutlich kleinerem Maße.