Dieses Energie-Forum hat die Staatsregierung am 3. November gestartet. Es soll noch bis zum Februar weitergeführt werden.
Interessant waren für Vogel jedoch die Ergebnisse, die man aus den vier Arbeitsgruppen vortrug. Das erste Gremium befasste sich damit, wie Energie eingespart werden kann, so Vogel. Die zweite Arbeitsgruppe habe hauptsächlich die Speichermöglichkeiten im Blick, die dritte vor allem das Thema Erneuerbare Energien. Im vierten Arbeitskreis schließlich, in dem auch Jochen Vogel sitzt, geht es um die Versorgungssicherheit.
Fünfmal war der Mottener bislang deswegen in München. Die nächsten Treffen sind für 9. und 10. Januar anberaumt. Seiner Ansicht nach werden auch die beiden vorgesehenen Folgetermine am 23. und am 24.1. noch nötig sein, um sich überhaupt einer Lösung des Themas anzunähern. Am 22. Februar soll das Ergebnis all dieser Treffen zusammengefasst werden.
Was die Versorgungssicherheit angeht, ist nach Vogels Ansicht aus den Diskussionen mit den Experten herauszuhören, dass durchaus noch genug "Potenzial da" ist, um zusätzliche Stromtrassen vielleicht sogar zu vermeiden. "Man muss schauen, was machbar ist", sagt der RhoenLink-Vorsitzende. Nach dem Statement der Wirtschaftsministerin am Donnerstag muss man den Strombedarf der Zukunft mit einer "Mischung aus vielen Bereichen" abdecken.
"Da ist Etliches möglich", glaubt auch Vogel. In seiner Arbeitsgruppe gab es die vorsichtige Prognose, dass man den Strombedarf durch bereits vorhandene Energiequellen, in Verbindung mit dem bestehenden Stromnetz, decken könnte. Ob es Südlink wirklich braucht, ist für den Trassengegner nämlich durchaus fraglich.
Zumal diese Stromautobahn seiner Ansicht nach nicht nur zur Versorgung Bayerns dienen wird, wie meist argumentiert werde. Am Donnerstag wurde es klarer, so der Mottener, dass es sich auch um eine "europäische Trasse" für Wirtschaft und Industrie handelt.

Versorgung erst mal sicher

Dass "in Bayern die Lichter ausgehen" sollen, wenn die Kernkraftwerke abgeschaltet sind, glaubt Vogel nicht. Bis 2022/23 ist die Stromversorgung erst mal sicher, sagt er. Dann muss man sehen. Freilich wird der Energiebedarf dann auch höher sein. Aber vielleicht gibt es noch andere Ressourcen, die man nutzen kann, hofft der Mottener Bürgermeister. Insgesamt ist Vogel zuversichtlich: "Mein Bauchgefühl sagt mir, dass man noch etwas erreichen kann."