Ein Teil der fortgeschrittenen Zehntklässler fungierte als Hilfskräfte. "Die hohe Teilnehmerzahl spiegelt den besonderen Aufforderungscharakter und das große Interesse der Schülerinnen und Schüler am Erlebnissport wieder", freute sich Lehrer Oliver Jung über den Zuspruch.
Seit Beginn des Schuljahres fand die Vorbereitung auf das Top-Rope-Klettern an der Kletterwand der eigenen Schulsporthalle statt, wo neben der Vermittlung der Basics wie Materialkunde, Sicherheitsaspekte, Anseilknoten, Klettertechnik natürlich auch Trainingseinheiten zur Leistungssteigerung angeboten wurden, um die motorischen und kletterspezifischen Fähigkeiten der Jugendlichen zu verbessern. Die Herausforderung, nach oben zu kommen, beinhaltet gleichzeitig das Umsetzen der eigenen Fähigkeiten wie Koordination, Kraft und Ausdauer, aber auch die mentale Herausforderung, an seine eigenen Grenzen heranzukommen und sich auf ein immer höheres Leistungsniveau zu bringen.

Staunen und Begeisterung

So konnten die Schülerinnen und Schüler nun im Kletterzentrum ihr Leistungsvermögen an den verschiedenen Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden erproben und sich in "schwindelerregenden" Höhen beweisen. Staunen und Überraschung über diese ganz persönliche Herausforderung auf der einen Seite und Begeisterung und Erlebnisdrang auf der anderen Seite beherrschten die Atmosphäre in der Kletterhalle in Fulda.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit

Muntere und motivierende Zurufe sowie ruhiges und entspanntes Klettern kennzeichneten die Stimmung. In Eigenregie motivierten sich die fortgeschrittenen Schüler zu einem Wettklettern auf Zeit, was Begeisterung hervorrief und zusätzliche Kräfte freisetzte. Dass die Jugendlichen großes Vertrauen untereinander haben, belegt das Sichern der Anfänger durch die angeleiteten Schüler: Selbstkontrolle, Partnerkontrolle, Lehrerkontrolle, Hintersicherung sind ein Beweis für einen vertrauensvollen und funktionierenden Umgang der Schülerinnen und Schüler miteinander. Lennart Kirchner, Lion Heil, Peter Feuerschein, Jan Häusler und Pascal Heil aus der 10. Klasse haben diese Verantwortung voll übernommen und so zu einer gelungenen Kletterexkursion beigetragen.
Am Ende der Kletterexkursion wusste jeder Teilnehmer, auf welchem Leistungsniveau (Schwierigkeitsgrad) er sich bewegt, was man kletterspezifisch leisten kann und dass jeder emotional-mental Grenzsituationen erfolgreich bewältigen kann. Dass Klettern auch eine persönlichkeitsfördernde Sportart ist, wurde bei dem Ausflug eindrucksvoll vor Augen geführt. Mit dem rundum sportlich erfolgreichen Klettervormittag waren somit auch die Lehrkräfte Oliver Jung, Tim Kubalek und Claudia Bechthold zufrieden.