Wohin fließen unsere Spendengelder? Diese Frage wird oft gestellt, wenn um eine Spende gebeten wird. Anders gestaltet sich die Situation bei Spenden für das Hilfs-Projekt "Abana Baseka" (Lachende Kinder), das seit 2012/2013 in den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld bekannt ist. Alle Spenden von Privatpersonen, Schulen, Firmen und Groß-Unternehmen fließen in Ruanda und neuerdings auch in Burundi direkt in den Bau von Schulen, Kindergärten, Zisternenbau, Erwerb von Grundstücken für Baumpflanzungen für das Klima, die Berufsausbildung oder zu alleinerziehenden Müttern, sowie in das Projekt "Mathe & Frühstück". Besonders hoch geschätzt wird in Ruanda das Projekt "Patenkinder", das dem Patenkind den Schulbesuch (mit Schulspeisung) ermöglicht.

Einweihung der neuen Schule

Mit vielen positiven Eindrücken ist eine kleine Gruppe aus der Rhön noch vor der Corona-Krise aus Afrika zurückgekehrt. Von unbeschreiblich schönen Momenten berichten die Teilnehmer, aber auch von erschütternden Begegnungen. Seit acht Jahren engagiert sich ein Arbeitsteam um Dekan Andreas Krefft (Bad Neustadt) ehrenamtlich mit dem Projekt, das 2013 mit dem Bau einer Schule im Dorf Gahunga in Ruanda begann. Beim Besuch konnte die kleine Gruppe um Pfarrer Krefft der Einweihungsfeier der neuen zweistöckigen Schule durch den Bischof beiwohnen. In acht hellen Klassenräumen sitzen jeweils bis zu 60 Jungen und Mädchen - für deutsche Verhältnisse unvorstellbar. Das Schulprojekt kostete 138.265 Euro , bezahlt durch Spenden aus Abana Baseka.

Bei seiner Ansprache dankte der Bischof mit ergreifenden Worten allen Spendern aus Deutschland. Die Gemeinde Gahunga besteht aus fünf Ortsteilen und keine hat einen Sportplatz. Das wird sich nun ändern, denn in Gikoro konnte durch eine größere private Spende ein Grundstück erworben werden, und in Anwesenheit der deutschen Besucher wurde der Grundstein zum Sportplatz gelegt. Er wird circa 11.000 Schülern als Mehrzweckplatz dienen, auf dem die Fußball begeisterten Ruandesen dem Leder hinterherlaufen können.

Aus einem Projekt wurden viele

Inzwischen konnte in Gahunga ein Sanitärgebäude gebaut werden, ein Gartengrundstück zur Versorgung der ebenfalls gebauten Schulküche erworben werden, ein Speisesaal für 500 Kinder entstand, eine total herunter gekommene Schule ist modern saniert worden.

Die Spendenaufrufe bei Vorträgen in Schulen oder durch informative Flyer stießen überall in der Rhön auf großes Interesse. Über allen Projekten steht der Grundsatz; "Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg", denn bereits 2014 ist erkannt worden, dass nur Bildung die armen Menschen aus der Armut herausholen kann. Der Schulbesuch ist in Ruanda aber kostenpflichtig. So entstand als erstes vor sieben Jahren das "Paten-Projekt". Für 25 Euro pro Monat kann das Paten-Kind eine Schule besuchen. Der Sportplatz ist im Bau, ein Kindergarten wartet auf seine Grundsteinlegung, 1200 Obst-Bäume sind bereits für das Klima (und gegen den Hunger) gepflanzt worden und weitere Spenden dazu sind eingegangen.

Als Abana Baseka einen Hilferuf aus dem kleinen Nachbarland Burundi erreichte, reagierte Pfarrer Krefft und versprach auch hier "Hilfe zur Selbsthilfe" geben zu wollen. Burundi steht auf der Rangliste der armen Länder an vorletzter Stelle. Der Wallfahrtsort Musongati hat nun durch Spenden in Höhe von insgesamt 28.000 Euro aus Mitteln von Abana Baseka eine Trinkwasserversorgung erhalten, zwölf Häuser ( a 600 Euro) sind für die Ärmsten der Armen aus dem Stamm der Pygmäen von Abana Baseka bereits gebaut, weitere sind dringend notwendig, denn 27 arme Familien "wohnen" in Hütten aus Gras und größeren Blättern.

Enorme Erfolge

Die Reisegruppe aus der Rhön konnte sich von den enormen Fortschritten der verschiedenen Projekte überzeugen. Pfarrer Krefft arbeitet mit drei Klöstern zusammen, die die Patenkinder auswählen. Viele Patenkinder besuchen seit fünf Jahren eine Schule an drei verschiedenen Orten. Die Bilanz nach nur sieben Jahren des Engagements von Abana Baseka ist wirklich erstaunlich, erfreulich und zufriedenstellend. All die Hilfe zur Selbsthilfe in Ruanda und Burundi ist und war nur möglich durch die großartige Unterstützung aus der Rhön.

Spenden können auf das Konto der Sparkasse Bad Neustadt eingezahlt werden: Dekanat Bad Neustadt IBAN: DE15 7935 3090 0011 0130 26 ; Kennwort Burundi.