Eine "angenehme Aufgabe" hatte stellvertretender Landrat Emil Müller bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Geroda zu erfüllen: Er überreichte die Ehrungen an langjährige aktive Feuerwehrmänner aus Geroda und Platz. Das goldene Ehrenzeichen für 40 Jahre erhielten Ludwig Schneider und Bernd Wirth aus Geroda sowie Günter Heinle und Karl Heinz Raab aus Platz. Silber für 25 Jahre aktiven Dienst ging an Roland Wirth aus Geroda.
Zudem wurde langjährige Vereinstreue gewürdigt. Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Jürgen Kohl, zeichnete für 60 Jahre Mitgliedschaft aus: Kurt Förster, Erhard Bohn, Gerhard Schneider, Hans Kohl und Herbert Halbig. Günter Wirth ist seit 50 Jahren dabei. Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Andrea Kohlhepp und Matthias Kohl geehrt.


Handhabung muss sitzen

Wie bereits im Jahr zuvor musste die Wehr zu 41 Einsätzen mit insgesamt 263 Einsatzstunden ausrücken, berichtete Kommandant Achim Kohlhepp. 60 der 100 Mitglieder des Feuerwehrvereins leisten aktiven Dienst. Der Kommandant warb jedoch dafür, weiterhin Leute zu motivieren, um schnelle Hilfe gewährleisten zu können. Der Digitalfunk sei eine deutliche Verbesserung, sagte Kohlhepp. Es müsse aber weiterhin daran geübt werden, weil die Handhabung "sitzen muss".
Die HvO-Gruppe (Helfer vor Ort) verbuchte 28 Einsätze und war 10 000 Stunden in Bereitschaft. Die erfreulichste Nachricht sei 2016 gewesen, dass die Gemeinde Geroda die laufenden Kosten für das HvO-Fahrzeug übernimmt, hieß es.
Die Übungen der Wehren Geroda und Platz werden künftig gemeinsam abgehalten. Kohlhepp ging detailliert auf die Einsätze, Übungen und Fortbildungen ein. Jugendwart Nico Roth sprach von einem "ausbildungsreichen" Jahr.
Pfarrer Carsten Friedel zeigte sich angesichts der vielen Einsätze beeindruckt. Bei der Feuerwehr sei die "gute Atmosphäre" spürbar. Ebenso hob er das harmonische Miteinander der verschiedenen Gruppen im Ort hervor. "Jetzt hören die Schondraer sofort, wenn wir aus dem Feuerwehrhaus fahren", freute sich Bürgermeister Alexander Schneider insbesondere über die Anschaffung der neuen "Fanfare" für das Feuerwehrauto. Er sei stolz, solche Feuerwehren wie die in Platz und Geroda zu haben, versicherte Schneider.
Kreisbrandrat Benno Metz ging auf die Digitalalarmierung ein, die 2018/2019 eingeführt werden soll. Er hofft auf eine landesweite Beschaffung. Vereinskassier Bernd Halbig regte an, für die HvO-Gruppe einen eigenen Kassier zu suchen, weil es doch sehr viel Arbeit mehr sei.