Der Corona-Ausschuss der Marktgemeinde Wildflecken beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung vor allem mit diversen Bauangelegenheiten, aber auch mit der Sanierung der Eckartsrother Straße in Oberbach inklusive Erneuerung der Wasserleitung war ein weiteres Thema im Gemeinderat. "Der Zustand der Eckartsrother Straße ist katastrophal", berichtete Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW). "Natürlich ist das eine lange Wegstrecke von der Schummhofbrücke bis zu den wenigen Häusern in Eckartsroth. Ich sehe aber keine Möglichkeit und keinen Grund, das Thema weiter auf die lange Bank zu schieben. Denn irgendwann ist die ganze Straße so kaputt, dass wirklich kein Auto dort mehr fahren kann."

Das Planungsbüro Köhl wird zunächst mit einer Kostenschätzung beauftragt. Bürgermeister Kleinhenz machte klar, dass man sich einen finanziellen Zuschuss von den Bayerischen Staatsforsten erhofft. Denn die Eckartsrother Straße werde zumindest außerhalb der Wintermonate für regelmäßige Holztransporte benutzt. Unklar ist derweil noch, ob die Wasserleitung auf kompletter Länge der Eckartsrother Straße erneuert werden muss. In Eckartsroth sei der Druck in den Leitungen sehr gering, hieß es im Gremium. Zudem komme es zu Eintrübungen, wenn zum Beispiel Hydranten in diesem Bereich überprüft werden.

Gemeinderat Christoph Schmitt (PWW) fragte nach, ob die Straße komplett neu aufgebaut werden muss samt tiefgründigem Unterbau. "Ob das wirklich notwendig ist, bleibt fraglich", so Schmitt. Möglicherweise würde es schon ausreichen, nur die obere Schicht der Straße zu erneuern. Das Planungsbüro werde sich auch mit dieser Fragestellung befassen müssen. Ausführlich diskutiert haben die Räte darüber, ob eine Einschränkung des zulässigen Gesamtgewichts für Fahrzeuge auf dieser Straße überhaupt möglich ist. Dies erschien im Gremium jedoch zweifelhaft schon alleine aufgrund der schweren Holztransporte in diesem Bereich.

Mast steht, funktioniert aber noch nicht

Nichts Neues gab es hinsichtlich des Mobilfunkmastes bei Oberbach, der zwar schon längst steht, aber immer noch nicht funktionstechnisch in Betrieb gegangen ist. "Eigentlich sollte der Mobilfunkturm im Januar in Betrieb genommen werden. Leider kann ich im Moment noch nicht mehr dazu sagen", so Kleinhenz. Prinzipiell würden Mobilfunkturme nicht einzeln in Betrieb genommen, sondern in einer Art Wabensystem, also im Verbund mehrerer Türme. Die Kommune hofft weiterhin darauf, dass der Mobilfunkturm schnellstmöglich ans Netz geht, damit das löchrige Handynetz in Oberbach endlich der Vergangenheit angehört.

Solarkraftwerk im Gewerbepark am Kreuzberg

Zunächst ging es um ein neues Solarkraftwerk im Gewerbepark am Kreuzberg in Oberwildflecken. Das Bauvorhaben liegt außerhalb des Bebauungsplanes der ehemaligen Rhönkaserne. Es ist nicht das erste Solarkraftwerk auf einer Freifläche in der Marktgemeinde. "Insofern ist das nichts Neues für uns", sagte Bürgermeister Kleinhenz. Die Marktgemeinderäte hatten keine Einwände und bewilligten den Bauantrag der "KTN Ebrach GBR" einstimmig.

Direkt neben der bestehenden Tankstelle nordöstlich der Roten Brücke vor den Toren Wildfleckens soll eine nicht voll automatisierte Waschanlage mit Sauger zur Reinigung von Fahrzeugen errichtet werden. Es geht hierbei um drei sogenannte Waschboxen für die Handwäsche und drei Plätze für die Sauger. Die Kommunalpolitiker stimmten dem Bauantrag der Firma Becker Brennstoffhandel zu. Der Marktgemeinderat hatte sich vor einiger Zeit schon einmal mit diesem Thema befasst, als eine entsprechende Bauvoranfrage gestellt worden war.

Unterstützung will die Gemeinde geben, wenn Senioren Probleme bei der Anmeldung für die Corona-Impfung haben. Gerade die Anmeldung im Internet, bei der es eine Email-Adresse braucht, mache älteren Menschen zu schaffen.