"Ich bin für eine zweite Amtszeit bereit", freute sich Georg Seiffert über das überragende Votum. Auf welche starke Unterstützung er in seiner Partei bauen kann, zeigte die Anwesenheit der regionalen Mandatsträger. Dorothee Bär (MdB), Sandro Kirchner (MdL), Bezirksrätin Karin Renner, Bezirksrat und Landrat Thomas Habermann, Kreisvorsitzender Christoph Herbert und natürlich die örtlichen Vorsitzenden Paul Dinkel (Unterweißenbrunn) und Manfred Markert (Bischofsheim) stärkten Seiffert den Rücken, bescheinigten ihm hervorragende Arbeit in den vergangenen sechs Jahren, eine sehr gute Vernetzung in die politischen Ebenen und Behörden hinein und damit beste Voraussetzung für weitere sechs Jahre auf dem Chefsessel im Bischofsheimer Rathaus. Als Kandidat musste sich Seiffert nicht vorstellen. Doch einige Überlegungen zu seiner Arbeit als Bürgermeister gab er: Sein Wahlspruch, mit dem er zur ersten Bürgermeisterwahl antrat, "Mit Herz und Verstand", sei auch heute noch Grundsatz für ihn persönlich und das Bürgermeisteramt, um "das Beste für die Stadt Bischofsheim und den Menschen herauszuholen". Viel habe er in den vergangenen sechs Jahren dazugelernt, und er habe Erfahrungen sammeln können.

Teamplayer

Sich selbst sieht er als Teamplayer: "Wer schnell gehen will, geht alleine, wer weit gehen will, geht gemeinsam." Es sei aber auch wichtig, Entscheidungen zu treffen, denn wer keine treffe, bleibe stehen. Dabei nehme er in Kauf, auch anzuecken, sei bereit etwas einzustecken und dazuzulernen. Wichtig sei aber, auch wieder aufeinander zuzugehen, um sich unbelastet den vielen anstehenden Themen widmen zu können. "Entscheidungen müssen sachlich, offen und transparent sein. Dann bleiben höchstens kleine Kratzer, aber keine bleibenden Schäden und böse Narben", betonte er.

"Auch mal was Verrücktes machen"

Unglaublich vielfältig seien die Themen, die das Bürgermeisteramt so spannend machen, aber auch jeden Tag herausfordernd und anstrengend. Neben baulichen Projekten gibt es zwei Themen, die Seiffert besonders hervorhob. Der sachliche und ruhige Umgang in Bischofsheim mit dem Thema Nationalpark, der nun zur Folge habe, dass das Biodiversitätszentrum in Bischofsheim aufgebaut werde. Das zweite Thema, nannte er: "Auch mal was Verrücktes machen". Bischofsheim in der Rhön und nicht mehr an der Rhön, war eine, auf den ersten Blick verrückte und einmalige Idee. "Wir sind nun mal mitten in der Rhön und darauf sind wir stolz." Seiffert abschließend: "Meine Erfahrungen, mein Netzwerk, mein Dazugelerntes, meine Tatkraft, meine positive Energie, möchte ich gerne weiter als Bürgermeister für unsere Heimat, für uns, für die Stadt Bischofsheim, für die Menschen einsetzen und das Beste rausholen. Wohlbewusst, dass es ein Amt auf Zeit ist, bin ich für eine zweite Amtszeit bereit - mit Herz und Verstand."

Viel Lob und Zustimmung

Viel Lob und Zustimmung gab es von den anwesenden Mandatsträgern. "Mir wäre der Job zu anstrengend", sagte Dorothee Bär und sprach Seiffert seine Bewunderung aus, wie er sein Amt als Bürgermeister ausfülle. Als gut vernetzt und im politischen Gewicht gewachsen bezeichnete Sandro Kirchner Seiffert. Für Landrat Thomas Habermann ist Seiffert ein 100-prozentiger Bürgermeister, mit dem es Spaß mache, zusammenzuarbeiten, der es schaffe, auch mit Humor und Freundlichkeit "dicke Bretter" zu bohren. Habermann bescheinigte Seiffert eine zufriedene Bevölkerung in Bischofsheim, die hinter ihm stehe, weil er gute Arbeit leiste.

Für den Kreisvorsitzenden Christoph Herbert war es der Antrittsbesuch in den Ortsverbänden Bischofsheim und Unterweißenbrunn. Seiffert bezeichnete er als "authentischen Bürgermeister, dem man sich auch anzusprechen traut". Sie alle wünschten Georgs Seiffert am 15. Mai ein "Bombenergebnis". Ostheims Bürgermeister Steffen Malzer setzte noch eins drauf: "Ich wünsche dir, dass du genauso unsportlich gewinnst wie ich, ohne Gegenkandidat."