Der Markt Schondra hatte zu Beginn des Jahres 1720 Einwohner, davon 128 in Singenrain. Dem landesweiten Trend folgend steige auch in Schondra der Anteil der Älteren an der Bevölkerung. In Schondra gehören 282 Bürger zur Altersgruppe der über 65-Jährigen, was einem Anteil von etwa 16 Prozent entspricht. Der Anteil der drei- bis 15-Jährigen liegt bei 262 Personen. 623 Personen gehören zur Altersgruppe der 16- bis 45-Jährigen und zur Altersgruppe der 46- bis 65-Jährigen gehören 553 Personen.
Es gab aber auch erfreuliche Zahlen. So konnte Bürgermeister Bernold Martin im vergangenen Jahr 13 Paare trauen, davon kamen elf aus dem Gemeindebereich. Das waren so viele wie noch nie in seiner Amtszeit.


Störungen an der Kläranlage

Wegen erhöhter Nachfrage nach Baugrundstücken muss die Gemeinde Bauland beschaffen, erklärte der Bürgermeister. Aktuell gebe es nur noch zwei Bauplätze in Gemeindebesitz. Alle anderen seien in privater Hand und stünden nicht zum Verkauf. Daher plane die Gemeinde ein neues Baugebiet "Am Heppengraben" im Ortsteil Schondra auszuweisen.
Aufgrund immer wieder aufgetretener Störungen an der Kläranlage wurde die Belüftung gereinigt und die Klärschlammsilos leergepumpt. Eine eingehende Überprüfung der Betonteile habe keine nennenswerten Fehler ergeben. Allerdings müssten der Rechen und die gesamte Elektronik erneuert werden. Die Anlage laufe zurzeit mit Handsteuerung.
Da im Bereich der Gemeinde ein Unternehmen mit Iridiumstrahlern Schweißnähte auf Dichtigkeit prüft, musste die Feuerwehr Schondra ein zusätzliches Fahrzeug zum Transport von Dekontaminierungsmaterial anschaffen - so will es das Gesetz, erklärte der Bürgermeister.


Breitband-Ausbau

Auch der Ausbau der Breitbandverkabelung in allen Schondraer Ortsteilen schreite voran. Laut Auskunft der Telekom solle auch in Singenrain bis zum Jahresende eine Datenübertragungsrate von bis zu 50 MBit/s zur Verfügung stehen.
Bürgermeister Martin wies darauf hin, dass bis zum Jahresende die alten Wasseruhren gegen neue moderne ausgetauscht werden. Diese hätten den Vorteil, dass sie per Funk abgelesen werden können und nur alle 15 Jahre geeicht werden müssen. Der Austausch der Uhren sei für die Bürger kostenfrei. Allerdings müsse jeder auf eigene Kosten für die notwendigen Halterungen sorgen.
Fragen der Bürger gab es nur wenige. Lediglich der Zustand einiger Straßen im Ortsbereich wurde beklagt. Ein Bürger wollte wissen, weshalb man in die Straßenbeleuchtung energiesparende LED baue, wenn sie nachts zwischen ein und fünf Uhr ausgeschaltet werden.