Schuljahresende bedeutet in diesem Jahr für Konrektor Max Mölter auch Ende seiner Dienstzeit als Lehrer an der Mittelschule Schondratal. Im Rahmen einer kleinen Feier verabschiedet heute das Lehrerkollegium zusammen mit Vertretern aus Kirche und Gemeinde den engagierten Pädagogen.
1975 begann für Max Mölter seine berufliche Laufbahn mit der ersten Lehramtsprüfung.
Er war zunächst als mobile Reserve in der Grund- und Hauptschule Bad Brückenau eingesetzt. Bereits 1978 trat er seinen Schuldienst in der Verbandsschule Schondratal an. "Damals haben wir noch in sechs verschiedenen Schulhäusern unterrichtetet", erzählt Max Mölter aus dieser Anfangszeit. "In Singenrain, Schönderling, Platz sowie in Schondra und in der alten und neuen Schule in Oberleichtersbach gab es einzelne Schulklassen."
1978 legte Max Mölter unter Seminarleiter Günter Hahn, dem späteren leitenden Schulamtsdirektor, die zweite Lehramtsprüfung ab. "Früher habe ich eher die Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klasse betreut, in den letzten Jahren aber eher die fünften und sechsten Klassen", erläutert der Pädagoge. Neben dem Schulunterricht war Max Mölter als Pionier auf dem Gebiet der Informatik engagiert. "Angefangen haben wir mit ,Commodore PC 20‘ Computern und mit den Schülern Programme auf ,Basic‘ geschrieben", erinnert sich Mölter. "Heute ist das Fach Informatik fester Bestandteil des Unterrichts der achten und neunten Klasse." Als Systembetreuer hat Max Mölter den IT-Bereich in der Grund- und Mittelschule Schondratal über Jahrzehnte stets weiterentwickelt und den technischen Standards entsprechend angepasst.
2005 trat Max Mölter zusammen mit Otto Granich ins Leitungsteam der Grund- und Mittelschule Schondratal ein: Otto Granich als Rektor, Max Mölter als Konrektor. "Die gute, kollegiale Atmosphäre im Lehrerteam ist für mich immer sehr wichtig gewesen", betont der Konrektor. Die Schulleitung müsse ein offenes Ohr für die Kolleginnen und Kollegen haben, damit sich Schule entwickeln kann.
Gerne schaut heute Max Mölter auf seine beruflichen Werdegang als Lehrer zurück. "Lehrer, das war schon als Kind mein Traumberuf", gesteht er. "Und wenn es im Unterricht auch manchmal hektisch und stressig zugeht, die schönen, lustigen und positiven Erlebnisse mit den Schülern bauen dich wieder auf." Dabei habe sich die Arbeit als Hauptschullehrer in den letzten Jahrzehnten sehr verändert: "Früher ging es eher um reine Wissensvermittlung - heute ist Unterricht in der Mittelschule oft auch Erziehungsarbeit."
Es gehe nicht darum, bloßes Wissen in die Köpfe der Kinder zu pauken, sondern darum, Lernkompetenzen zu entwickeln, damit die Kinder und Jugendlichen das Lernen lernen und sich in Schule und Beruf weiter entfalten können. "Lehrer sein, heißt Menschen begleiten - und das mache ich bis heute immer noch gern."