Betrügerische Handwerker verrichteten am Mittwochvormittag unerlaubt Arbeiten am Haus eines Mannes im Kreis Aschaffenburg. Daraufhin verlangten sie mehrere Hundert Euro.
Am Mittwochvormittag (27. Mai 2026) wollten angebliche Handwerker einen Hausbesitzer im Dammbacher Ortsteil Krausenbach (Landkreis Aschaffenburg) um mehrere Hundert Euro bringen. Der Mann wurde gegen 11.30 Uhr von einer Gruppe Männern angesprochen, die ohne Erlaubnis Reinigungsarbeiten an einer Dachrinne des Hauses vorgenommen hatten.
Laut Polizei Unterfranken drängten die offensichtlich unseriös handelnden Handwerker im Laufe des Gesprächs auf die Zahlung einer Summe in Höhe von mehreren hundert Euro. Die Männer setzten den Hausbesitzer offenbar dermaßen unter Druck, dass dieser schließlich das Geld an die Männer übergab. Daraufhin fuhren die zunächst Unbekannten Männer mit einem weißen VW Crafter davon. Anschließend wurde die Polizei Aschaffenburg informiert, die fünf Männer im Alter von 22 bis 53 Jahren noch im Bereich Hobbach auffand und kontrollierte.
Kreis Aschaffenburg: Hausbesitzer wird Opfer von falschen Handwerkern - Polizei spricht Warnung aus
Derzeit ermittelt die Polizei Alzenau wegen Betrugs und Wucher. Zudem waren die Arbeiten der falschen Handwerker an der Regenrinne nur mangelhaft ausgeführt. Diese Betrugsmasche ist kein Einzelfall. Erfahrungsgemäß werden unseriöse Handwerkerleistungen auf unterschiedliche Weise angeboten, so die Polizei.
Immer wieder gehen Anzeigen über Haustürgeschäfte ein, bei denen Anwohner von den Anbietern regelrecht überrumpelt wurden. Teilweise wird auch mit Zeitungsinseraten oder Prospekteinlagen versucht, einen seriösen Eindruck zu erwecken. Wenn ein Auftrag zustande kommt, werden Arbeiten oft nicht vollständig oder fachgerecht durchgeführt. So verfolgen einige Anbieter offenbar das Ziel, mit möglichst wenig Arbeit möglichst viel Geld zu verdienen.
Auch wenn ein strafbares Verhalten nicht zwangsläufig vorliegt, rät die Polizei zur Wachsamkeit bei Angeboten für Reinigungs- oder Reparaturarbeiten auf dem Dach oder im Außenbereich des Grundstücks. Die Polizei warnt außerdem, sich von vermeintlich günstigen Angeboten oder aufdringlichen Werbern nicht überrumpeln zu lassen. Manchmal handelt es sich dabei um unseriöse Angebote und geringwertige Handwerkerleistungen.
Keine Scheu vor Notruf
Zudem soll sich im Bedarfsfall bereits frühzeitig nach der Vertrauenswürdigkeit von Handwerkerfirmen erkundigt werden. Gegebenenfalls soll sich mit Nachbarn, Verwandten oder Bekannten beraten werden. Ein detaillierter Kostenvoranschlag ist außerdem ausschlaggebend, bevor ein Auftrag erteilt wird. Wird dieser verweigert, ist das bereits ein Indiz für die mangelnde Vertrauenswürdigkeit des Anbieters. Im Zweifelsfall soll nicht davor zurückgeschreckt werden, die Polizei zu verständigen.