Hinter einem langsam fahrenden Camper im Kreis Ansbach bildet sich eine Fahrzeugschlange. Ein Autofahrer (28) und ein Motorradfahrer (43) wollen gleichzeitig überholen - und es kommt zum Crash.
Am Samstagnachmittag (15. August 2026) gegen 16 Uhr kam es auf der Staatsstraße 2223 zwischen Sachsen bei Ansbach und Alberndorf zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem 43-jährigen Kradfahrer und einem 28-jährigen Autofahrer.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei Ansbach stellt sich der Unfallhergang wie folgt dar: Aufgrund eines langsamer beschleunigenden Camper-Busses bildete sich auf der Strecke in Fahrtrichtung Ansbach eine "Fahrzeugschlange" hinter dem Camper. Bei dem Fahrzeug an zweiter Position handelte es sich um den 28-jährigen Autofahrer, welcher aufgrund der überschaubaren Fahrtstrecke mit seinem BMW zum Überholvorgang ansetzen und hierfür auf die Gegenspur ausscheren wollte.
Autofahrer und Biker wollen zeitgleich überholen - folgenschwerer Unfall auf Staatsstraße 2223
Der Motorradfahrer, der sich mehrere Positionen weiter hinten in der Fahrzeugschlange befand, setzte etwa zeitgleich zum Überholvorgang an und befand sich zu diesem Zeitpunkt aufgrund der besseren Beschleunigung bereits auf Höhe des Pkw. Hierbei kam es zum Zusammenstoß zwischen dem Kraftrad und dem BMW, in dessen Folge beide Fahrzeugführer die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren und nach links von der Fahrbahn abkamen.
Der Motorradfahrer kam hierbei auf dem angrenzenden Fuß- und Radweg zum Liegen, während der Autofahrer erst im angrenzenden Maisfeld zum Stehen kam. Der 28-Jährige konnte sich selbstständig aus seinem Wagen befreien und leistete dem Kradfahrer umgehend Erste Hilfe. Unterstützung bekam er hierbei von einer Besatzung des Technischen Hilfswerkes, welche sich auf der gleichen Strecke auf dem Nachhauseweg eines durchgeführten Ferienlagers befand.
Nach Versorgung durch die Rettungssanitäter und der zwischenzeitlich mit einem Helikopter gelandeten Notarztbesatzung wurde der Kradfahrer in ein Klinikum nach Nürnberg geflogen. Der 43-Jährige erlitt durch den Zusammenstoß zwar schwere Verletzungen, jedoch bestand keine Lebensgefahr. Der Pkw-Fahrer wurde mit leichten Verletzungen ebenfalls in ein Klinikum gebracht, konnte dieses aber wenig später bereits wieder verlassen.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter vor Ort mit der Aufklärung des genauen Unfallhergangs beauftragt. Für die Dauer der Unfallaufnahme war die Staatsstraße für etwa eineinhalb Stunden gesperrt. An beiden Fahrzeugen entstand ein Totalschaden.