Bayern stellt im Wälder-Ranking 2026 gleich fünf Top-10-Platzierungen. An der Spitze steht ein Waldgebiet, das im Vorjahr noch deutlich weiter hinten lag.
Kaum etwas wirkt so entschleunigend wie ein Spaziergang durch den Wald mit frischer Luft, rauschenden Blättern und Sonnenstrahlen zwischen den Baumkronen. Pünktlich zum Internationalen Tag des Waldes am 21. März haben die Reise-Experten von Fit Reisen zum zweiten Mal analysiert, welche deutschen Waldgebiete bei Naturfreunden am beliebtesten sind. Das Ergebnis: Bayern dominiert das Ranking mit fünf Wäldern in den Top 10, angeführt vom Zauberwald bei Berchtesgaden, der sich von Platz 13 im Vorjahr sensationell an die Spitze katapultiert hat.
Auch aus fränkischer Sicht lohnt sich ein genauer Blick auf die Auswertung. Der Frankenwald, der sich über Bayern und Thüringen erstreckt, belegt Platz 39 mit 237 Punkten – ein respektables Ergebnis. Die Gesamtauswertung der 120 beliebtesten Wälder zeigt: Während große Namen wie der Harz (Platz 16) oder der Teutoburger Wald (Platz 44) überraschend weit hinten landen, punkten bayerische und fränkische Waldgebiete durch hervorragende Google-Bewertungen, hohes Suchvolumen und aktive Social-Media-Präsenz.
Wälder-Ranking 2026 in Deutschland: Bayern vorn, Frankenwald auf Platz 39
Heimische Wälder mit Vogelgesang, satten Grüntönen und frischer Luft schenken vielen Menschen eine wohltuende Auszeit vom Alltag und bringen Körper sowie Geist wieder ins Gleichgewicht. Besonders in Zeiten von Klimawandel und fortschreitender Urbanisierung verdienen diese grünen Oasen besondere Aufmerksamkeit. Pünktlich zum Internationalen Tag des Waldes am 21. März präsentieren die Reise-Experten von Fit Reisen zum zweiten Mal eine umfassende Analyse: Welche deutschen Waldgebiete ziehen Naturfreunde am stärksten an?
Bereits Anfang der 1970er Jahre wurde der Internationale Tag des Waldes ins Leben gerufen. Die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) rief ihn 1971 aus, um auf die globale Waldvernichtung aufmerksam zu machen. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte 2012 den 21. März offiziell zu diesem besonderen Aktionstag. Nachhaltige Waldbewirtschaftung gilt als Schlüssel zur Bekämpfung des Klimawandels und zum Wohlergehen heutiger sowie künftiger Generationen.
Für die aktuelle Rangliste von Fit Reisen wurden drei zentrale Kriterien herangezogen. Google-Suchvolumen, durchschnittliche Bewertung auf Google Maps sowie die Anzahl der Instagram-Beiträge mit dem jeweiligen Hashtag. Ein ausgeklügeltes Punktesystem kombinierte diese Faktoren und bildete so die Beliebtheit der Waldgebiete ab. Heraus kam eine Rangliste der 120 beliebtesten Wälder Deutschlands.
Deutschlands beliebteste Wälder 2026: Die Top 10 von Zauberwald bis Bayerischer Wald
Platz 1: Zauberwald, Bayern – 331 von 360 Punkten (Vorjahr: Platz 13)
Der Zauberwald ist der große Aufsteiger des Jahres und springt von Platz 13 direkt an die Spitze des Rankings. Zwischen Ramsau-Ort und Hintersee gelegen, besticht das malerische Waldgebiet durch dichte Baumbestände, verschlungene Pfade und stimmungsvolle Lichtungen. Verschiedene Wanderwege erschließen die abwechslungsreiche Naturlandschaft. Ruhig gelegene Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein. Gleichermaßen schätzen Familien und Naturliebhaber die idyllischen Bereiche sowie die vielfältigen Möglichkeiten zur Naturbeobachtung.
Der Name „Zauberwald“ ist dabei keineswegs historisch überliefert, sondern vergleichsweise jung. 1896/97 legte der Verschönerungsverein Ramsau einen Fußweg durch das wildromantische Waldgebiet am Hintersee an, um die einzigartige Landschaft für Sommerfrischler und Touristen zugänglich zu machen, wie die offizielle Tourismusseite von Berchtesgaden berichtet. Erst in den 1920er Jahren etablierte sich die Bezeichnung „Zauberwald“ für dieses Gebiet, so die Gemeinde Ramsau. Der einprägsame Name entstand vermutlich, weil Besucher von der märchenhaften Atmosphäre des Waldes regelrecht verzaubert waren: moosbewachsene Felsbrocken, die wildrauschende Ramsauer Ache, die sich ihren Weg zwischen den Gesteinsblöcken sucht, und die mystische Stimmung zwischen den dicht bewachsenen Felsen wirken bis heute wie eine verwunschene Märchenlandschaft. Was vor rund 3500 Jahren als gewaltiger Bergsturz begann, wurde durch die Natur zu einem der schönsten Geotope Bayerns geformt.
Lage: Im Bergsteigerdorf Ramsau bei Berchtesgaden, etwa 30 km südlich von Salzburg (Österreich), 150 km südöstlich von München, direkt am malerischen Hintersee gelegen
Besonderheiten: Geologisches Highlight und eines der 100 schönsten Geotope Bayerns – entstanden vor rund 3.500 Jahren durch einen gewaltigen Felssturz; märchenhafte Landschaft mit moosbewachsenen Bäumen, Wurzeln und Felsbrocken entlang der Ramsauer Ache
Attraktionen & Sehenswürdigkeiten: Weltberühmte Pfarrkirche St. Sebastian in Ramsau, wildromantischer Hintersee mit Blick auf die Watzmann-Königsfamilie, Ramsauer Malerweg, Wimbachklamm, Königssee und Nationalpark Berchtesgaden in unmittelbarer Nähe
Platz 2: Eilenriede, Niedersachsen – 320 von 360 Punkten (Vorjahr: Platz 10)
Mit einem deutlichen Sprung von Platz 10 auf Rang 2 gehört die Eilenriede in Hannover zu den größten Gewinnern des aktuellen Rankings. Mit rund 640 Hektar zählt die Eilenriede zu den größten Stadtwäldern Europas und ist damit ein grünes Kronjuwel der niedersächsischen Landeshauptstadt. Seit mehr als 650 Jahren als Stadtwald belegt, gehört das Gebiet zu den ältesten zusammenhängenden Stadtwaldgebieten Europas und kann auf eine beeindruckende Geschichte zurückblicken, die bis ins Mittelalter reicht. Die Eilenriede ist fast doppelt so groß wie der berühmte Central Park in New York – ein Vergleich, der die Dimensionen dieses urbanen Naturparadieses verdeutlicht. Kilometerlange Wege bieten Raum für ausgedehnte Spaziergänge sowie sportliche Aktivitäten mitten im urbanen Raum. Eine beeindruckende Vielfalt an Baumarten, Vögeln und Pflanzen macht die Eilenriede zu einem bedeutenden Naherholungsgebiet und ökologisch wertvollen Lebensraum im Herzen Hannovers.
Ihr Name geht vermutlich auf das mittelniederdeutsche Wort „Elern“ für Erlen zurück. Bereits im 14. Jahrhundert wurde der Wald urkundlich erwähnt und diente den Hannoverschen Herzögen als Jagdrevier. Etwa 2 Kilometer östlich vom Stadtzentrum entfernt, erstreckt sich die Eilenriede durch den gesamten östlichen Teil der Leinestadt und ist gut erreichbar aus Bremen, Hamburg und Braunschweig. Ein besonderes Highlight ist die Waldstation Eilenriede mit ihrem 36 Meter hohen Wald-Hochhaus und 27 interaktiven Erlebnis-Stationen, die Besuchern die Geheimnisse des Waldes näherbringt. Der Zoo Hannover in direkter Nachbarschaft, ein informativer Baumlehrpfad sowie ein Heil- und Giftpflanzengarten runden das vielfältige Angebot ab.
Lage: Mitten in Hannover, etwa 2 km östlich vom Stadtzentrum entfernt, im östlichen Teil der Stadt
Besonderheiten: Mit rund 640 Hektar einer der größten Stadtwälder Europas; über 650 Jahre alte Tradition als Stadtwald; ausgedehntes Wegenetz für Spaziergänger, Radfahrer und Reiter
Attraktionen & Sehenswürdigkeiten:Waldstation Eilenriede, Zoo Hannover, Baumlehrpfad, Heil- und Giftpflanzengarten
Platz 3: Perlacher Forst, Bayern – 315 von 360 Punkten (Vorjahr: Platz 6)
Der Perlacher Forst verbessert sich um drei Plätze und schafft es damit erstmals auf Rang 3. Das ausgedehnte Waldgebiet südlich von München wird intensiv für Spaziergänge, Radtouren und weitere Freizeitaktivitäten genutzt und bildet einen wichtigen Teil des Münchner Grüngürtels. Waldwege schlängeln sich durch abwechslungsreiche Naturlandschaften, während schattige Baumreihen an heißen Sommertagen wohltuende Kühle spenden. Mit einer Fläche von 13,36 Quadratkilometern erstreckt sich der Forst über die Stadtteile Perlach, Grünwald und Unterhaching und liegt nur etwa 10 Kilometer vom Münchner Stadtzentrum entfernt.
Für die Naherholung im Süden Münchens spielt der Perlacher Forst als gemeindefreies Gebiet eine wichtige Rolle. Ein besonderes Highlight ist der Perlacher Mugl – ein 26 Meter hoher Aussichtsberg aus den 1970er Jahren, der bei klarem Wetter weite Blicke bis zu den Alpen ermöglicht. Weitläufige Wege und naturnahe Waldabschnitte machen den Forst zu einem beliebten Ziel für Ausflüge und sportliche Aktivitäten.
Lage: Südlich von München, Teil des Münchner Grüngürtels; etwa 10 km vom Stadtzentrum entfernt
Besonderheiten: Gemeindefreies Gebiet mit hoher Bedeutung für die Naherholung; abwechslungsreiche Waldlandschaft; Perlacher Mugl mit Aussicht über die Baumkronen
Attraktionen & Sehenswürdigkeiten:Perlacher Mugl, weitläufige Spazier- und Radwege, Naturbeobachtung
Platz 4: Niendorfer Gehege, Hamburg – 309 von 360 Punkten (Vorjahr: Platz 4)
Das Niendorfer Gehege behauptet sich im Hamburger Nordwesten erneut auf Platz vier und bestätigt damit seine konstant hohe Beliebtheit. Alte Buchen, Fichten und Eichen prägen das Landschaftsbild des beliebten Naherholungsraums, der sich über etwa 140 Hektar erstreckt. Einige der majestätischen Buchen sind bis zu 200 Jahre alt und verleihen dem Wald einen ehrwürdigen Charakter. Spazierwege laden zum gemütlichen Flanieren ein, während Joggingstrecken und familienfreundliche Bereiche vielfältige Möglichkeiten für Bewegung und Entspannung fernab des städtischen Trubels bieten.
Schon im Mittelalter diente das Niendorfer Gehege als herrschaftliches Jagdrevier. Heute ist der Wald Heimat seltener Waldvögel wie Mittelspecht, Waldlaubsänger, Waldkauz und Habicht. Eingerahmt wird das Waldgebiet von der Kollau, einem kleinen Bachlauf, der für zusätzliche landschaftliche Abwechslung sorgt. Zu den beliebten Attraktionen gehören das Damwild-Gehege, ein Ponyhof, Spielplätze und das traditionsreiche Waldcafé Corell.
Lage: Im Hamburger Nordwesten zwischen den Stadtteilen Niendorf, Lokstedt und Schnelsen
Besonderheiten: bis zu 200 Jahre alte Buchen, Fichten und Eichen; weitläufiges Wegenetz; Lebensraum seltener Waldvögel
Attraktionen & Sehenswürdigkeiten:Damwild-Gehege, Ponyhof, großer Spielplatz, Waldcafé Corell, Tierpark Hagenbeck in der Nähe
Platz 5: Siebentischwald, Bayern – 300 von 360 Punkten (Vorjahr: Platz 7)
Auch der Siebentischwald zählt zu den Gewinnern des Jahres und rückt von Platz 7 auf Rang 5 vor. Das Waldgebiet im Süden von Augsburg entlang des Lech ist Teil des Augsburger Stadtwaldes und ein bedeutendes Naherholungsgebiet. Zahlreiche Wege eignen sich hervorragend für Spaziergänge, Joggingrunden und Radtouren, während ruhige Lichtungen und dichte Waldabschnitte für Erholung sorgen.
Sein Name verweist auf eine historische Bezeichnung, die in der Region tief verwurzelt ist. Bereits seit Jahrhunderten dient der Wald den Augsburgern als Erholungsgebiet. Besonders reizvoll sind die Gewässer im und am Waldgebiet, darunter der Stempflesee. Mit dem Botanischen Garten Augsburg am Waldrand, dem Zoo Augsburg und weiteren Freizeitangeboten bietet der Siebentischwald weit mehr als nur Waldwege.
Lage: Im Süden von Augsburg entlang des Lech; Teil des Augsburger Stadtwaldes
Besonderheiten: Vielseitiges Naherholungsgebiet mit Wald, Gewässern und ausgedehntem Wegenetz
Wald-Ranking 2026: Geteilte Plätze und neue Aufsteiger
Platz 6 geteilt: Oberpfälzer Wald, Bayern – 299 von 360 Punkten (Vorjahr: Platz 2)
Der Oberpfälzer Wald verliert im Vergleich zum Vorjahr zwar deutlich, bleibt aber dennoch in der Spitzengruppe des Rankings. Weite Waldflächen, naturnahe Wanderwege und abwechslungsreiche Landschaften machen das Gebiet weiterhin zu einem attraktiven Ziel für Naturfreunde und Aktivurlauber.
Nahe der tschechischen Grenze erstreckt sich der Oberpfälzer Wald als historisch gewachsene Kulturlandschaft. Ein besonderes Highlight ist die Zugehörigkeit zum Goldsteig, dem längsten zertifizierten Qualitätswanderweg Deutschlands. Die Volkssternwarte Dieterskirchen, kulturelle Sehenswürdigkeiten und weite Naturflächen machen den Reiz dieser Region aus.
Lage: In der Oberpfalz nahe der tschechischen Grenze; mit Städten wie Weiden, Neustadt a.d. Waldnaab und Oberviechtach
Besonderheiten: Mehrere Naturparks, weitläufige Waldlandschaften, Teil des Goldsteigs
Platz 6 geteilt: Dresdner Heide, Sachsen – 299 von 360 Punkten (Vorjahr: Platz 10)
Die Dresdner Heide legt im aktuellen Ranking spürbar zu und zählt nun zu den besten Waldgebieten Deutschlands. Das weitläufige Waldgebiet nördlich von Dresden bietet dichte Baumbestände, kleine Bäche, ruhige Lichtungen und ein dichtes Wegenetz für Spaziergänge, Radtouren und weitere Freizeitaktivitäten.
Schon im Mittelalter wurde die Dresdner Heide als kurfürstliches Jagdrevier genutzt. Heute gehören der Priesnitz-Wasserfall, historische Relikte, Seen und Teiche sowie Ziele wie der Konzertplatz am Weißen Hirsch, die Hofewiese oder die Heidemühle zu den besonderen Anziehungspunkten dieses vielseitigen Waldgebiets.
Lage: Im Norden von Dresden, etwa 5 km vom Stadtzentrum entfernt
Besonderheiten: Seen und Teiche, Priesnitz-Wasserfall, historische Flachgräberfelder und Saugärten
Platz 8 geteilt: Osterwald (Zingst), Mecklenburg-Vorpommern – 293 von 360 Punkten (Vorjahr: außerhalb Top 10)
Der Osterwald auf der Halbinsel Zingst gehört als Neueinsteiger in den Top 10 zu den auffälligsten Überraschungen des Jahres. Die unmittelbare Nähe von Wald, Ostsee und Boddengewässern verleiht diesem Gebiet einen außergewöhnlichen Charakter. Ruhige Wege, weite Naturflächen und die Nähe zur Küstenlandschaft machen den Osterwald zu einem besonderen Ziel für Erholungssuchende.
Als Teil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft liegt der Osterwald auf der Halbinsel Zingst. Mammutbäume, Vogelbeobachtung, Kranichrast, der Darßer Leuchtturm und die Sundischen Wiesen gehören zu den bekanntesten Besonderheiten der Region. Damit verbindet der Osterwald auf eindrucksvolle Weise Wald- und Küstenerlebnis.
Lage: Auf der Halbinsel Zingst an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns
Besonderheiten: Teil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft; unmittelbare Lage zwischen Ostsee und Bodden; besondere Vogelwelt
Platz 8 geteilt: Hainich, Thüringen – 293 von 360 Punkten (Vorjahr: außerhalb Top 10)
Auch der Thüringer Hainich schafft es neu in die Top 10 und unterstreicht damit seine nationale Bedeutung als Waldgebiet. Rund 130 Quadratkilometer Fläche machen ihn zum größten zusammenhängenden Laubwaldgebiet Deutschlands. Der Nationalpark Hainich schützt auf 7.500 Hektar einen typischen Mittelgebirgsbuchenwald auf Kalkgestein. Seit 2011 gehört ein Teil des Gebiets zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Zwischen Eisenach, Mühlhausen und Bad Langensalza erstreckt sich der Hainich als eine der bedeutendsten Waldlandschaften Thüringens. Zu den bekanntesten Attraktionen zählen der spektakuläre Baumkronenpfad, der Wildkatzen-Schleichpfad sowie die jahreszeitlich wechselnden Naturbilder von Blütenteppichen im Frühjahr bis zur intensiven Herbstfärbung.
Lage: In Thüringen zwischen Eisenach, Mühlhausen und Bad Langensalza
Besonderheiten:UNESCO-Weltnaturerbe, Nationalpark seit 1997, ausgedehnte Buchenwälder auf Muschelkalkboden
Platz 10: Bayerischer Wald, Bayern – 291 von 360 Punkten (Vorjahr: Platz 8)
Der Bayerische Wald behauptet sich auch 2026 in den Top 10 und bleibt damit eines der bekanntesten Waldgebiete Deutschlands. Ausgedehnte Nadelwälder, markante Höhenzüge und zahlreiche Wanderwege prägen die eindrucksvolle Mittelgebirgslandschaft an der deutsch-tschechischen Grenze. Als ältester Nationalpark Deutschlands, gegründet 1970, steht der Naturschutz hier in besonderem Fokus.
Zwischen Donau und böhmischer Grenze erstreckt sich der Bayerische Wald als eines der bekanntesten Naturgebiete in Ostbayern. Zu den bekanntesten Attraktionen zählen der Große Arber, der Baumwipfelpfad, das Tierfreigelände am Lusen, der Arbersee und mehrere Museen und Erlebnisangebote rund um Natur, Waldgeschichte und Bergbau.
Lage: An der Grenze zu Tschechien in Ostbayern, zwischen Donau und böhmischer Grenze
Besonderheiten:ältester Nationalpark Deutschlands (1970); ausgedehnte Wälder; höchster Berg ist der Große Arber (1.456 m)
Attraktionen & Sehenswürdigkeiten:Baumwipfelpfad, Tierfreigelände am Lusen, Arbersee, Waldgeschichtliches Museum, Besucherbergwerk
Regionale Verteilung im Wald-Ranking: Bayern und Franken stark vertreten
Ein Blick jenseits der Top 10 zeigt, wie breit sich die beliebtesten Waldgebiete über Deutschland verteilen. Auf Platz 11 folgt der Soonwald in Rheinland-Pfalz mit 288 Punkten, dicht gefolgt vom Spessart auf Rang 12 mit 285 Punkten. Der Spessart erstreckt sich über die Landesgrenzen von Bayern und Hessen und zählt mit über 148.000 Instagram-Posts zu den am meisten fotografierten Waldgebieten Deutschlands. Bemerkenswert: Der Harz landet trotz seiner enormen Bekanntheit und beeindruckenden 1,7 Millionen Instagram-Beiträgen nur auf Platz 16 mit 274 Punkten – ein Hinweis darauf, dass reine Größe und Bekanntheit nicht automatisch hohe Bewertungen garantieren.
Vor allem Bayern ist im gesamten Ranking auffallend stark vertreten. Neben den fünf Wäldern in den Top 10 platziert sich der Forstenrieder Park auf Rang 24 mit 262 Punkten. Der Odenwald, der sich über Baden-Württemberg, Bayern und Hessen erstreckt, erreicht Platz 35 mit 249 Punkten und beeindruckt mit fast 490.000 Instagram-Posts.
Gerade im Vergleich mit sehr bekannten Waldregionen zeigt sich ein bemerkenswerter Trend. Während große, überregional bekannte Waldgebiete wie der Teutoburger Wald (Platz 44, 229 Punkte) oder der Westerwald (Platz 19, 270 Punkte) weit hinten landen, punkten kleinere, regional verankerte Wälder durch hervorragende Bewertungen und aktive Social-Media-Präsenz.
Frankenwald und fränkische Waldgebiete im Ranking 2026
Aus fränkischer Perspektive steht besonders der Frankenwald im Mittelpunkt der Auswertung. Der Frankenwald, der sich über Bayern und Thüringen erstreckt, belegt Platz 39 mit 237 Punkten. Mit über 113.000 Instagram-Beiträgen zeigt er eine beachtliche Online-Präsenz. Die Fränkische Schweiz und andere fränkische Waldgebiete finden sich weiter hinten im Ranking, was jedoch nicht über ihre landschaftliche Schönheit und ökologische Bedeutung hinwegtäuschen sollte. Viele dieser Wälder punkten durch ihre Ursprünglichkeit und die Nähe zu kulturellen Sehenswürdigkeiten, auch wenn sie in der digitalen Popularität hinter den bayerischen Spitzenwäldern zurückbleiben.
Bei den Bewertungen zeigen sich interessante Unterschiede zwischen bekannten und weniger frequentierten Waldgebieten. Während der Zauberwald mit 4,8 von 5 Sternen bei über 3.500 Google-Bewertungen glänzt, erreicht der Frankenwald 4,5 Sterne bei 62 Bewertungen. Dies zeigt, dass kleinere Besucherzahlen nicht zwangsläufig schlechtere Bewertungen bedeuten – oft ist das Gegenteil der Fall, da weniger frequentierte Wälder ein intensiveres Naturerlebnis bieten. Der Steigerwald in Franken, der nicht in den Top 50 erscheint, genießt dennoch bei Kennern einen exzellenten Ruf als Geheimtipp für unberührte Natur.
Wie eng Naturerlebnis, Umweltbildung und moderne Waldvermittlung inzwischen zusammenhängen, zeigt auch ein aktueller Blick in den Steigerwald: Der Baumwipfelpfad im Steigerwald macht Biodiversität, Klimaschutz und nachhaltige Forstwirtschaft für Besucher unmittelbar erlebbar. Das ergänzt den Blick auf Frankens Waldlandschaften um eine praktische Perspektive, ohne die Ranking-Ergebnisse noch einmal zu wiederholen.
Gleichzeitig wird am Beispiel des Frankenwaldes deutlich, dass Beliebtheit und Belastung nebeneinander bestehen können: Ein inFranken.de-Beitrag über den Weg zum Klimawald zeigt, wie stark Trockenheit, Waldumbau und strukturelle Veränderungen die Region beschäftigen. Wer den Themenkomplex rund um Klimawandel und zukunftsfähige Wälder vertiefen möchte, findet dort einen sinnvollen ergänzenden Hintergrund.
Auch die regionale Verteilung der übrigen Spitzenplätze fällt bemerkenswert aus. Die Gesamtauswertung offenbart auch regionale Schwerpunkte: Norddeutschland ist mit der Rostocker Heide (Platz 13, 279 Punkte) und dem Hasbruch in Niedersachsen (Platz 14, 278 Punkte) vertreten. Berlin punktet mit dem Grunewald auf Platz 18 (273 Punkte) und dem Tegeler Forst auf Platz 47 (224 Punkte). Baden-Württemberg zeigt sich mit dem Altdorfer Wald (Platz 22, 264 Punkte) und dem Welzheimer Wald (Platz 23, 263 Punkte) in den vorderen Rängen. Die Vielfalt der deutschen Waldlandschaften spiegelt sich in dieser breiten regionalen Streuung wider.
Alle bayerischen und fränkischen Wälder im Ranking
Platz 1: Zauberwald, Bayern – 331 Punkte
Platz 3: Perlacher Forst, Bayern – 315 Punkte
Platz 5: Siebentischwald, Bayern – 300 Punkte
Platz 6: Oberpfälzer Wald, Bayern – 299 Punkte
Platz 10: Bayerischer Wald, Bayern – 291 Punkte
Platz 12: Spessart, Bayern/Hessen – 285 Punkte
Platz 24: Forstenrieder Park, Bayern – 262 Punkte
Platz 35: Odenwald, Baden-Württemberg/Bayern/Hessen – 249 Punkte
Platz 39: Frankenwald, Bayern/Thüringen – 237 Punkte
Die bayerischen Wälder überzeugen nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite des Rankings. Mit neun Wäldern in den Top 50 unterstreicht der Freistaat seine Position als Waldland Nummer eins in Deutschland – zumindest was die digitale Popularität und Besucherbewertungen angeht. Franken trägt mit dem Frankenwald, dem Spessart und Teilen des Odenwalds zu dieser starken Präsenz bei und beweist, dass die Region weit mehr zu bieten hat als nur die bekannten touristischen Highlights.
Dass Wälder nicht nur Erholungsräume, sondern auch sensible Naturräume sind, zeigt derzeit ein weiteres Thema mit hoher Aktualität: Wegen Trockenheit und steigender Temperaturen ist die Waldbrandgefahr in Bayern deutlich gestiegen. Wer selbst Ausflüge in Waldgebiete plant, findet über den verlinkten Beitrag zusätzliche Informationen zur aktuellen Waldbrandgefahr und zu den ergriffenen Maßnahmen.
Methodik des Wald-Rankings 2026: Naturerlebnis und Erholung als Kriterien
Für die Neuauflage des Rankings hat Fit Reisen die bekanntesten Waldgebiete Deutschlands auf ihre Popularität hin untersucht. Drei Faktoren flossen in die Bewertung ein: Suchvolumen bei Google, durchschnittliche Bewertungen auf Google Maps sowie die Anzahl an Beiträgen mit den zugehörigen Instagram-Hashtags. Nur vollständig bewaldete Gebiete mit klar erkennbaren Google-Maps-Einträgen und mindestens zehn Bewertungen wurden berücksichtigt. Maximal 120 Punkte konnten für jedes Kriterium erreicht werden. Insgesamt betrug die Höchstpunktzahl 360 Punkte. Stichtag der Auswertung war der 2. März 2026.