Tödlicher Lawinenabgang: Skitourengeher ruft noch selbst Hilfe

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Tödlicher Lawinenabgang: Skitourengeher ruft noch selbst Hilfe
Ein "Lawinengefahr" Schild steht am Grenzübergang Mittenwald-Scharnitz. Am Montag hat sich ein tödliches Lawinenunglück in den Allgäuer Alpen am Iseler ereignet, wobei ein 46-jähriger ...
Tödlicher Lawinenabgang: Skitourengeher ruft noch selbst Hilfe
Angelika Warmuth (dpa)

Trotz Notruf und Bergwacht-Einsatz kam jede Hilfe zu spät. Warum die Rettung am Iseler so schwierig war.

Ein Skitourengeher ist im Bereich der Nordflanke des Iseler in den Allgäuer Alpen tödlich verunglückt. Der 46-Jährige, der allein unterwegs war, habe offenbar am Montagnachmittag selbst eine Lawine ausgelöst, teilte die Polizei mit. Dann habe er den Notruf gewählt.

Wegen der schlechten Witterungs- und Sichtverhältnisse war ein Hubschraubereinsatz zunächst nicht möglich, wie es hieß. Eine Fußmannschaft der Bergwacht Hindelang stieg zur Unfallstelle auf. Die angespannte Lawinensituation erschwerte den Zugang zum Verunglückten allerdings erheblich und verzögerte die Rettungsmaßnahmen, wie es hieß.

Lawinenunglück: 46-jähriger Skitourengeher stirbt

Der Mann wurde schließlich im steilen Schneefeld unterhalb der Nordwand des Iseler gefunden. Unter laufender Reanimation wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht, wo er starb.

Der Lawinenabgang ereignete sich außerhalb des gesicherten Pistenbereichs, der zu keiner Zeit gefährdet war. «Vor dem Hintergrund der aktuellen Lawinenlage wird eindringlich empfohlen, die Lawinenwarnberichte zu beachten, nur entsprechend ausgerüstet unterwegs zu sein und risikoreiches Steilgelände zu meiden», warnte die Polizei.