Deutsche Alpinisten geraten in Österreich in Bergnot - auch Franke unter ihnen

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20-jähriger fränkischer Bergsteiger in Österreich geborgen
Mitglieder der österreichischen Bergrettung bahnen sich bei schlechtem Wetter ihren Weg durch verschneites Gelände. Ein 20-jähriger deutscher Bergsteiger wurde bei dem Einsatz gerettet ...
20-jähriger fränkischer Bergsteiger in Österreich geborgen
Bergrettung Mühlbach/Collage: inFranken.de
20-jähriger fränkischer Bergsteiger in Österreich geborgen
Mitglieder der österreichischen Bergrettung bahnen sich bei schlechtem Wetter ihren Weg durch verschneites Gelände. Ein 20-jähriger deutscher Bergsteiger wurde bei dem Einsatz gerettet ...
20-jähriger fränkischer Bergsteiger in Österreich geborgen
Bergrettung Mühlbach

Kletterer geraten während Touren zur Zugspitze und im Hochkönigmassiv in Österreich in eine Notlage. In einem Fall war die Situation besonders dramatisch - auch weil Warnungen missachtet wurden.

Bei Kälte und Schnee sind deutsche Bergsteiger in Österreich in Schwierigkeiten geraten. Im Hochkönigmassiv wurde ein 20-jähriger Mann aus der Region Nürnberg nach einem 14-stündigen Einsatz erschöpft und unterkühlt von einem Klettersteig geborgen, teilte die Bergrettung mit. Auf dem Weg zur Zugspitze gerieten eine 17-jährige Frau aus Baden-Württemberg und ihr 21-jähriger Begleiter aus Bayern in eine Notlage.

Den Angaben zufolge war der 20-Jährige mit zwei weiteren deutschen Bergsteigern trotz eindringlicher Warnung einer weiteren Bergsteigerin und einer schlechten Wetterprognose viel zu spät in den Klettersteig Königsjodler eingestiegen. Bei einem Notausstieg auf 2600 Metern Höhe kam er nicht mehr weiter. Während er einen Notruf absetzte, setzten seine beiden Begleiter laut Bergrettung ihren Weg in Richtung Gipfel fort.

Deutsche Alpinisten aus Bergnot gerettet - weitere Nacht wäre wohl tödlich gewesen

Glücklicherweise hätten die Bergretter während ihres Aufstiegs telefonisch Kontakt mit dem 20‑Jährigen gehabt und ihn aufgefordert, sich wegen der Kälte zu bewegen, sagte eine Sprecherin. "Er sollte Kniebeugen machen." Nach mehreren Stunden erreichten sie den Mann schließlich. "Eine weitere Nacht dort oben, bei Schneefall und unter diesen Bedingungen, hätte er vermutlich nicht überlebt", erklärte der Bezirksleiter der Bergrettung, Gerhard Kremser.

Ob das Verhalten der beiden Begleiter strafrechtlich relevant sei, müsse die Staatsanwaltschaft entscheiden, sagte eine Polizeisprecherin. Der Einsatz zeige einmal mehr, "wie schnell aus Selbstüberschätzung, Missachtung von Warnungen und falscher Tourenplanung eine lebensbedrohliche Situation entstehen kann. Bergsteigen bedeutet auch, rechtzeitig umzukehren. Die Berge laufen nicht davon", sagte Kremser.

Von Ehrwald in Österreich aus hatte das junge deutsche Duo versucht, den Klettersteig "Stopselzieher" an der Zugspitze zu bewältigen. Aufgrund der Wetterbedingungen gerieten die beiden laut Polizei auf 2500 Metern Höhe in eine alpine Notlage. Teilweise seien sie im kniehohen Schnee versunken und ein Weitergehen sei ihnen zu gefährlich erschienen. Der Mann stieg ab, während die 17-Jährige den Notruf tätigte. Die junge Frau wurde schließlich mit einem Polizeihubschrauber unverletzt geborgen.

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