Kind aus Frankreich stirbt qualvoll - gibt es fast 40 Jahre später endlich Gerechtigkeit?

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Vierjährige tot neben französischer Autobahn gefunden - Eltern vor Gericht
Die Mutter des, Mädchens, das vor fast 40 Jahren tot und misshandelt neben der Autobahn gefunden wurde, wird von Polizeibeamten und ihrem Anwalt Camille Radot (r) beschützt, als sie vor dem ...
Vierjährige tot neben französischer Autobahn gefunden - Eltern vor Gericht
Alain Jocard (AFP)

Lange Jahre bleibt die Identität eines brutal getöteten Kindes ungeklärt - bis der Zufall hilft. Nun stehen die Eltern des Mädchens vor Gericht.

Vor fast vier Jahrzehnten wurde ein vierjähriges Mädchen tot und misshandelt neben einer Autobahn in Frankreich entdeckt. Heute stehen die Eltern des Kindes vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft Blois wirft der Mutter vor, ihr Kind so schwer gefoltert oder brutal behandelt zu haben, dass es starb. Dem Vater wird vorgeworfen, nicht eingegriffen zu haben und sich somit zum Komplizen gemacht zu haben. Beiden Senioren droht nun im Verfahren eine lebenslange Haftstrafe.

Im August 1987, während der Sommerferien, wurde die Leiche des Mädchens zwischen Orléans und Tours, in eine Decke gewickelt, am Rande der Autobahn gefunden. Laut Medienberichten zeigte der Körper des Mädchens unbehandelte Brüche, Verbrennungen und Bissspuren. Trotz intensiver Ermittlungen blieb die Identität des Kindes jahrzehntelang ungeklärt. Der Fall wurde mehrfach ohne Lösung zu den Akten gelegt. Im Laufe der Jahre konnten Ermittler mehrere DNA-Spuren an der Decke und der Kleidung des Mädchens sichern.

Gerichtsprozess um getötete Vierjährige

Doch wem diese Spuren gehörten, blieb lange ein Rätsel. Ein Durchbruch gelang 30 Jahre nach dem Tod des Kindes, als eine der DNA-Spuren einem Mann in den Dreißigern zugeordnet werden konnte, der wegen einer Schlägerei festgenommen und in eine Datenbank aufgenommen worden war. Die Ermittler stellten fest, dass es sich um den Bruder des Kindes handeln musste. Daraufhin wurden die Eltern festgenommen und die Identität des Mädchens konnte geklärt werden.

Bei den Verhören beschuldigte der Vater die Mutter. Er behauptete, dass das Mädchen tot war, als er eines Tages nach Hause kam. Die Eltern hätten die Leiche auf dem Weg in den Urlaub abgelegt. Die Mutter hingegen sagte laut dem "Parisien", das Kind sei während der Fahrt gestorben. Die Geschwister der damals Vierjährigen treten im Prozess als Nebenkläger auf. Vor dem Gericht forderten Demonstranten Gerechtigkeit für das vor fast 40 Jahren verstorbene Mädchen.