Ein Überhangkandidat musste eine Woche lang auf die Eine-Million-Euro-Frage warten. Und dann verstand er diese falsch. Doch der "Wer wird Millionär?"-Moderator drückte ein Auge zu.
Tom Wollnik aus Berlin stand schon zu Beginn seines Comebacks bei "Wer wird Millionär?" vor einer besonderen Situation. Knapp drei Jahre hatte es gedauert, bis ein Kandidat wieder die Eine‑Million‑Euro‑Stufe der RTL‑Quizshow erreichte. Nun war es wieder so weit. Entsprechend groß war der Applaus, mit dem das Studiopublikum den Überhangkandidaten empfing.
Der 28‑Jährige wirkte dabei ruhig und konzentriert - auch wenn viel auf dem Spiel stand. In der Folge von Montag (20. April) ging es schließlich um die entscheidende Frage: Wird der Softwareentwickler der erste "Wer wird Millionär?"-Gewinner seit Jahren?
Anspannung vor der Millionenfrage: "Meine Risikotoleranz hat abgenommen"
Bevor es ernst wurde, zeigte ein Einspieler den Weg von Tom Wollnik bis zur höchsten Gewinnstufe. Im anschließenden Gespräch mit Moderator Günther Jauch sprach der Kandidat offen über seine Gefühlslage. Auf die Frage nach seinem Schlaf in der zurückliegenden Woche sagte er: "Die erste Nacht war noch schwierig, dann war alles gut. Ich habe mich auch gefreut auf die Sendung und die letzte Nacht war wieder Aufregung."
Zudem erklärte Wollnik, seine "Risikotoleranz habe stark abgenommen". Er wolle die Millionenfrage nur beantworten, wenn er sich "sehr sicher" sei. Diese Zurückhaltung sollte im weiteren Verlauf noch eine entscheidende Rolle spielen.
Günther Jauch erzählte, er werde häufig gefragt, ob sich Kandidaten in der Woche vor ihrem Auftritt intensiv vorbereiten würden. Davon rät er jedoch eher ab. Auch Wollnik verzichtet darauf, weil er sonst "nach der kleinsten Nadel im größten Heuhaufen" suchen würde.
Die Millionenfrage sorgt für Unsicherheit
Als schließlich die Millionenfrage eingeblendet wurde, wurde schnell klar, dass Wollnik keine eindeutige Antwort parat hatte. Inhaltlich ging es um Geld, allerdings nicht um große Summen. Gefragt war, von welcher Euromünze sich laut EZB Anfang 2026 die wenigsten Exemplare im Umlauf befanden. Zur Wahl standen 2 Euro, 50 Cent, 20 Cent oder 5 Cent.
Der Kandidat reagierte ehrlich und ohne Umschweife auf die Frage. "Ich weiß es nicht. Ich müsste raten - und das traue ich mich nicht", sagte Wollnik. Damit stand für ihn zunächst fest, dass er auf eine Antwort verzichten wolle. Günther Jauch gab jedoch nicht sofort auf und forderte ihn auf, seine Überlegungen zu erläutern.
"Es gibt wahrscheinlich von den kleinen und den großen viel, weil die häufig rausgegeben werden. Von den mittleren - vielleicht so 50 Cent - würde ich denken, dass es nicht so viele gibt", überlegte Tom Wollnik. Daher würde er - theoretisch - die 5-Cent-Münze wählen. Dieser Gedankengang führte ihn jedoch in eine falsche Richtung.