Bei "Markus Lanz" wählte Journalist Daniel Friedrich Sturm klare Worte zur Zukunft von Friedrich Merz und sagte, dass eine erneute Kanzlerkandidatur ausgeschlossen sei. Die Autorität und das Ansehen des CDU-Chefs hätten so stark gelitten, dass eine Rückkehr als Spitzenkandidat kaum vorstellbar wäre.
Bei "Markus Lanz" analysierten mehrere Experten die Krisensituation von Bundeskanzler Friedrich Merz. Journalist Paul Ronzheimer merkte zunächst an: "Die Situation für Friedrich Merz ist so schwer wie es (...) noch nie ein Kanzler hatte in der deutschen Geschichte." Ronzheimer fügte mit ernstem Blick hinzu: "Er hat Werte, die katastrophal sind (...) und das strahlt eben ab in seine eigene Partei."
Trotz der großen Unzufriedenheit mit Merz, entschieden sich acht CDU-Ministerpräsidenten dazu, in einem gemeinsamen Brief ihre Unterstützung für den Kanzler zum Ausdruck zu bringen. Dazu sagte Ronzheimer: "Dieser Brief, der sollte eigentlich anders aussehen. (...) Friedrich Merz wollte mehr Unterstützung und er wollte vor allem, dass sein eigener Name in diesem Brief auftaucht."
Ähnlich kritisch sah auch Journalist Daniel Friedrich Sturm den Ministerpräsidenten-Brief. Er machte deutlich, dass der Brief lediglich "eine Atempause für Herrn Merz" sei, denn: "Die ganzen Vorbehalte und Diskussionen, die es innerhalb seiner eigenen Partei gibt (...), das ist damit nicht weg." Sturm warnte: "Die Ansehensverluste sind so groß, die Stimmung gegenüber Friedrich Merz in der Bevölkerung ist so schlecht - ich halte das für nicht mehr reparabel."
Laut des Journalisten könne es daher "ein Befreiungsschlag sein", sollte Merz ankündigen, dass er 2029 nicht mehr zur Wiederwahl antritt. Der Journalist erklärte dazu: "Wir sind ja sowieso in ganz bemerkenswerten Zeiten. Im Grunde gibt es ja niemanden - mal von Markus Söder abgesehen -, der Bundeskanzler werden will. Das hatten wir in fast 80 Jahren Bundesrepublik Deutschland noch nie!"
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Quelle: teleschau – der mediendienst