In Bamberg wurden zwei Exemplare der Asiatischen Tigermücke nachgewiesen. Die Behörden ergreifen Schritte und bitten um Mithilfe.
Die Asiatische Tigermücke breitet sich zunehmend in Europa aus. Auch "Tigermoskito" genannt, stammt diese Mückenart ursprünglich aus den süd- und südostasiatischen Tropen und Subtropen. Sie kann dort Krankheitserreger wie das Chikungunya-Virus, das Zika-Virus und das Dengue-Virus übertragen. Nun bestätigt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) den Fund einer solchen Mücke bei der Eckbertstraße in Bamberg. Das Tier war dort von einem Bürger entdeckt und an das LGL geschickt worden. Ein zweites Exemplar wurde zudem im Nebingerhof in Bamberg gefunden.
Das teilen die Stadt sowie das Landratsamt Bamberg mit. Nun sollen Bewohner in einem Umkreis von 500 Metern von den zwei Fundorten vom Gesundheitsamt informiert werden, welche Schritte sie ergreifen können, um bei einer Verhinderung der Ausbreitung zu helfen.
Asiatische Tigermücke in Bamberg: "Kein Grund zur Besorgnis"
"Der Tigermückenfund stellt keinen Grund zur gesundheitlichen Besorgnis dar", so heißt es in der Mitteilung von Stadt und Land. "In Deutschland wird das Risiko einer Infektion (z.B. Dengue-Fieber) durch den Stich einer Tigermücke derzeit noch als gering erachtet, da diese Erkrankungen bei uns bisher nur über Reiserückkehrer eingetragen werden. Daher gibt es aktuell nach einem Stich durch die Tigermücke keinen Grund zur Sorge."
Die Tigermücke ist demnach sehr klein und auffällig schwarz-weiß gestreift. Da sie laut Stadt und Landratsamt Bamberg jedoch tagaktiv ist und ein "aggressives Stechverhalten" an den Tag lege, sei sie ein "unangenehmer Lästling".
Eine Ausbreitung könne die Aufenthaltsqualität im Freien für die Bevölkerung stark beeinträchtigen. Das Tier besitzt einen üblichen Flugradius von rund 200 Metern.
Das unternimmt das Gesundheitsamt Bamberg
"Nach dem nachgewiesenen Erstfund der Tigermücke in der Stadt Bamberg wird zunächst ein systematisches Mückenmonitoring durchgeführt", heißt es weiter. "Dabei kommen spezielle Tigermückenfallen zum Einsatz, die gezielt zur Identifikation und Erfassung einer möglichen Population dienen. Die Fallen imitieren Brutstätten und stellen keine Gefahr für Mensch oder Tier dar."
Dieses Monitoring müsse eine komplette Brutsaison erfassen und werde daher ab Frühjahr 2027 im Bereich des Fundorts durchgeführt. Sollte sich durch diese Überwachung ergeben, dass sich eine Population der asiatischen Tigermücke niedergelassen hat, sollen Maßnahmen zur Bekämpfung geplant werden. Tigermücken sind sogenannte "Container-Brüter" und legen ihre Eier in Kleingewässern ab.