Debatte um Frührente: Laut Thorsten Frei wären erneute Verhandlungen "eine große Gefahr"

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"ntv Frühstart"
Thorsten Frei warnt davor, einzelne Punkte aus dem Rentenpaket "herauszuziehen".
RTL / ntv

Thorsten Frei will an allen Vorschlägen der Rentenkommission festhalten - auch an der geplanten Abschaffung der Rente mit 63. Im "ntv Frühstart" warnte der neue Fraktionschef der Union davor, das "Gesamtwerk ins Wanken" zu bringen.

Thorsten Frei hat sich deutlich dagegen ausgesprochen, das geplante Rentenpaket noch einmal aufzuschnüren. "Ich glaube, es wäre eine große Gefahr, wenn man das täte", sagte der neue Unionsfraktionschef im "ntv Frühstart". Wenn "unterschiedliche Gruppen" jeweils nur einen einzigen Punkt des Pakets überarbeiten wollen würden, könne dies "das Gesamtwerk ins Wanken bringen", befürchtete Frei.

"Deswegen warne ich davor, jetzt einzelne Punkte herauszuziehen. Die beziehen sich aufeinander und ergeben zusammen sehr viel Sinn." Es sei ein "sehr gut austarierter Vorschlag", den die Alterssicherungskommission im Juni hervorgebracht habe, betonte der CDU-Politiker, "nicht nur zwischen den politischen Ideen von Union und SPD, sondern auch im Hinblick auf Einnahmen und Ausgaben".

"Ich halte den Vorschlag für sehr, sehr überzeugend"

Dass das 33 Punkte umfassende Rentenpaket auch "mit zusätzlichen Ausgaben im Sinne der Kapitalrente verbunden" sei, mache Einsparungen an anderer Stelle unumgänglich - nicht zuletzt, "um dem Erfordernis der Generationengerechtigkeit gerecht zu werden", wie Thorsten Frei erklärte. "Wir müssen eben auch schauen, dass es nicht nur für einzelne Jahrgänge und Generationen, sondern insgesamt für die Bevölkerung eine gerechte Reform wird."

Zuvor war innerhalb der schwarz-roten Koalition Kritik an der geplanten Abschaffung der abschlagsfreien Frührente laut geworden. So hatte unter anderem Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Montag im ZDF-"Morgenmagazin" beanstandet, dass man diejenigen "bestrafen" wolle, "die am längsten arbeiten und am längsten einzahlen".

Das ist laut Thorsten Frei nicht das Ziel. Vielmehr sei es essenziell, das Paket "in Gänze" umzusetzen. "Ich glaube ehrlicherweise nicht, dass uns bei noch mehr Diskutieren und Nachdenken etwas Besseres einfällt, als es den Experten gelungen ist", betonte der Ex-Kanzleramtschef. "Ich halte den Vorschlag für sehr, sehr überzeugend."

Quelle: teleschau – der mediendienst