Dann ging es um Willis Wunschpreis: "Vielleicht 200 Euro?", überlegte der Verkäufer. Kümmel sah das anders und bestätigte Lichters Einschätzung, dass es sich um ein seltenes Stück mit toller Größe handelte. Der Experte taxierte das Schild auf 500 bis 600 Euro. Willi war sichtlich überrascht: "Hui, das ist ja super."
"Wunderschöne Werbung"
Auch Friedrich Häusser stellte zunächst klar: "Das ist kein Emailleschild, sondern Glas." Dass das empfindliche Material so gut erhalten geblieben war, beeindruckte den Händler. Auch die übrigen Händler waren von der "wunderschönen Werbung" begeistert und erkannten schnell, dass es sich um ein seltenes Stück handelte.
Die Händler waren nicht nur von der seltenen Machart des Werbeschilds überrascht, sondern kannten auch das Motiv und die Geschichte rund um Bismarck bislang nicht. Susanne Steiger lobte zudem den "sensationellen" Zustand. Für Häusser stand fest: "Auf alle Fälle ist es sehr selten." Er eröffnete die Verhandlung mit 150 Euro.
"Ich finde es toll", erklärte Benjamin Leo Leo und stieg schnell mit 400 Euro in die Bieterrunde ein. Doch Händler Häusser blieb hartnäckig und kämpfte weiter um das Schild mit dem Kiebitz-Becher. Doch am Ende bekam Leo Leo für 450 Euro den Zuschlag und freute sich "wie verrückt" - obwohl er "nicht mal Bier trinkt", gestand er.
"Bares für Rares": Das waren die weiteren Objekte der Sendung
Als weiteres Objekt der Sendung wurde eine Schmuck-Uhr von Heide Rezepa-Zabel auf die 1930er-Jahre datiert. Die Art-déco-Uhr von die Zenith war aus 750er Weißgold und Platin mit 64 Diamanten gefertigt. Gewünscht wurden 2.000 Euro, geschätzt 2.900 bis 3.000 Euro und von Susanne Steiger schließlich 2.850 Euro gezahlt.
Eine Bronzefigur "Blitzeschleuderer", vermutlich Zeus, wurde von Friederike Werner dem Bildhauer Hubert Netzer zwischen 1911 und 1918 zugeschrieben. Das Modell wurde 1926 gegossen. Die Expertin schätzte den Wert auf 800 bis 1.000 Euro. Gewünscht wurden 800 Euro, doch Susanne Steiger war die Figur 2.000 Euro wert.
Ein opulenter Cluster-Ring aus 750er Weißgold mit 2,5 Karat Diamanten stammte von Julius Graef Söhne aus Idar-Oberstein und wurde von Heide Rezepa-Zabel in die 1960er-Jahre datiert. Die Expertin schätzte ihn auf 4.000 bis 4.500 Euro. Der Wunschpreis lag bei 3.000 Euro und Susanne Steiger sicherte sich den "Hochkaräter" für 3.200 Euro.
Fünf Kaltnadelradierungen des Ulmer Zeichners Ernst Gustav Zipperer datierte Friederike Werner in den 1920er- bis 1930er-Jahren. Die beiden Brüder wünschten sich 250 Euro. Geschätzt wurden 150 bis 200 Euro und Benjamin Leo Leo zahlte 130 Euro.
Quelle: teleschau – der mediendienst