Über 5.000 Euro für besonderes Collier
Im Händlerraum sorgte das Familien-Collier ebenfalls für Aufsehen. "Oh, das ist aber schön", schwärmte Fabian Kahl und wirkte sichtlich begeistert. Für ihn war das Stück "sehr ausgefallen" - und auch sein Sitznachbar Julian Schmitz-Avila stimmte angetan zu: "Ich glaube, so etwas hatten wir hier noch nicht."
Neugierig fragte Anaisio Guedes nach dem Hintergrund des Colliers: "Wurde es für eine Hochzeit angefertigt?" Die Verkäuferin erklärte daraufhin, dass ihre Großmutter das Schmuckstück in den 1970er-Jahren als Anlage gekauft hatte - und erzählte auch vom letzten Wunsch ihrer Mutter. Julian Schmitz-Avila reagierte mit Beileid.
Danach verwies Schmitz-Avila auf den gestiegenen Goldpreis. Seit den 70er-Jahren hatte der sich etwa versiebenfacht. Sein erstes Gebot: 4.400 Euro. Kahl war weiterhin begeistert vom Design des Colliers ("Das ist echt ausgefallen") und bot fleißig mit. Schnell entstand ein Duell zwischen den beiden Händlerkollegen.
"Ich handele seit einem Jahr vermehrt mit Schmuck und das läuft gut", fuhr Händler Kahl fort, als er sogar die Expertisengrenze mit 5.100 Euro überschritt. "Das ist immer noch ein sehr modernes Stück und sehr gut verkaufbar", betonte er und hatte damit eine andere Meinung als Expertin Horz. Denn sie empfand das Collier als schwer verkäuflich.
Als Kahl noch auf 5.200 Euro erhöhte, warf sein Kontrahent Schmitz-Avila endlich das Handtuch. Auch Verkäuferin Julia war mit dem Ergebnis "sehr glücklich" und erteilte Kahl den Zuschlag für das "wirklich ausgefallene Stück - im Topzustand". Auch Händler Guedes lobte den Kauf: "Ein ausgefallenes Objekt für einen ausgefallenen Menschen."
"Bares für Rares": Das waren die weiteren Objekte der Sendung
Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein Schreibtisch-Utensil in Form eines Wildschweins von Experte Colmar Schulte-Goltz als Stiftablage aus Bronze aus den 1930er-Jahren identifiziert. Die Verkäuferin wünschte sich 80 Euro, der Schätzwert lag bei 100 bis 120 Euro. Im Händlerraum zahlte Liza Kielon schließlich 130 Euro.
Eine Medaillon-Brosche aus 585er Gold mit Saphir datierte Wendela Horz auf die Zeit zwischen 1880 und 1900. Die Verkäufer wünschten sich 750 Euro, der geschätzte Wert lag jedoch bei rund 600 Euro. Im Händlerraum erhielt das Paar schließlich nur 450 Euro von Julian Schmitz-Avila, der das Stück zu einem Ring umarbeiten möchte.
Ein Gemälde von August Geiger-Thuring (um 1890) beschrieb Colmar Schulte-Goltz als "Regentag in Tirol". Leider war der Zustand nicht gut. Die Verkäuferin wünschte sich 450 Euro, der Experte schätzte rund 700 Euro und Anaisio Guedes zahlte schließlich nur 350 Euro - wegen der hohen Restaurierungskosten.
Das Nadelspiel "Picco Bello" datierte Detlev Kümmel auf die späten 1940er- oder frühen 1950er-Jahre. Der Wunschpreis lag bei 30 Euro, der Schätzwert bei 40 bis 50 Euro. Im Händlerraum sorgte das "süße Spiel" mit Glasmurmeln für Begeisterung und Liza Kielon zahlte sogar 160 Euro.
Quelle: teleschau – der mediendienst