Im Kreis Kronach kam es am Samstag (25. April 2026) zu einem heftigen Unfall. Der Fahrer starb noch am Unfallort. Eine Beifahrerin wurde lebensgefährlich verletzt.
Ein 27-Jähriger war am Samstag (25. April 2026) nahe der Ortseinfahrt Marktrodach (Kreis Kronach) mit seinem Auto von der Straße abgekommen und über eine Wiese geschlittert, ehe das Fahrzeug in ein Wohnhaus am Ortsrand krachte. Der Fahrer starb noch am Unfallort. Seine 25-jährige Beifahrerin musste mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Zudem wurde ein 21-jähriger Fahrzeuginsasse leicht verletzt und musste ebenfalls behandelt werden.
Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken am Montag (27. April 2026) auf Nachfrage von inFranken.de erklärt, sind die beiden Verletzten mittlerweile außer Lebensgefahr. Zum Unfallhergang liegen demnach zum jetzigen Zeitpunkt noch keine neuen Erkenntnisse vor. Hierzu werde aktuell noch ermittelt. Am Haus entstand Schätzungen der Polizei zufolge ein Schaden in Höhe von rund 120.000 Euro. Kommandant und Einsatzleiter André Kestel von der Feuerwehr Unterrodach spricht im Nachgang von einem "herausfordernden Einsatz".
"Lässt einen nie ganz los": Feuerwehr-Kommandant berichtet über Einsatz in Marktrodach
Wie Kestel am Montag (27. April 2026) im Gespräch mit inFranken.de berichtet, war die Feuerwehr am Samstagabend zunächst zu einem "Unfall mit mehreren Fahrzeugen auf der Ortsverbindungsstraße" alarmiert worden. Bei der Ankunft an der vermeintlichen Einsatzstelle seien jedoch zunächst keinerlei Fahrzeuge oder Scheinwerfer zu sehen gewesen.
"Die erste Herausforderung war somit, die eigentliche Einsatzstelle zu finden, die sich gut 30 Meter entfernt von der Straße im Vorgarten eines Wohnhauses befand", berichtet Kestel. Neben dem riesigen Loch in der Hauswand seien den Feuerwehrleuten sofort zwei Personen aufgefallen, die neben dem Unfallfahrzeug in der Wiese kauerten. Schnell habe man die Info bekommen, dass sich noch eine weitere Person im Fahrzeug befinde, und umgehend mit den Rettungsmaßnahmen begonnen. Der 27-jährige Fahrer konnte jedoch nur noch tot geborgen werden.
Insgesamt waren demnach mehr als 60 Feuerwehrleute im Einsatz. Viele von ihnen habe man vor dem Nachhausegehen im Feuerwehrhaus noch psychisch betreuen müssen. "Vor allem viele der jüngeren Einsatzkräfte hatten so etwas noch nie gesehen", berichtet Kestel. "Ich mache das jetzt seit gut 30 Jahren, und so ganz lässt einen das nie los, wenn es um ein Menschenleben geht." Mit einer gewissen Professionalität schaffe er es mittlerweile jedoch, den nötigen emotionalen Abstand zu wahren. Weitere Nachrichten aus dem Kreis Kronach findet ihr in unserem Lokalressort.