Jochen Schropp spricht in Podcast über Ehe-Aus: "Die Trennung ging ja nicht von mir aus"

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"Zwischen den Zeilen"
Jochen Schropp hat im Podcast "Zwischen den Zeilen" über seine Trennung gesprochen.
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Anfang des Jahres bestätigte Jochen Schropp das Ende seiner Ehe. Im Podcast "Zwischen den Zeilen" gab der SAT.1-Moderator nun weitere Details über die Trennung von seinem Mann preis.

Jochen Schropp musste sich nach seiner Trennung "erst mal neu ordnen". Im Podcast "Zwischen den Zeilen" erklärt der Moderator, zuvor "sehr viel Zeit" mit seinem Ehemann verbracht zu haben. Grundsätzlich habe Schropp im Zusammenhang mit der Trennung "vieles total unterschätzt" - unter anderem auch das mediale Echo.

"Ich hatte solche Schlagzeilen eben noch nie", stellt der 47-Jährige klar. Anfang des Jahres hatte Jochen Schropp das Ende seiner Ehe öffentlich bestätigt. Bereits einige Monate zuvor war bekannt geworden, dass der "Promi Big Brother"-Moderator und sein Mann Norman eine Ehe-Pause einlegten. 2022 hatte das Paar nach mehrjähriger Beziehung geheiratet.

"Wenn es nach mir gegangen wäre: Ich hätte mich auch nicht getrennt", verrät der TV-Star nun im Gespräch mit "Zwischen den Zeilen"-Gastgeberin Bettina Böttinger. "Die Trennung ging ja nicht von mir aus. Ich hätte noch mal eine Runde gedreht." Schropp erklärt weiter: "Keine Ahnung, ob wir es dann hinbekommen hätten - aber ich hätte gerne über viele Sachen noch gesprochen." Nun hoffe der Moderator und Schauspieler, sich "einfach wieder verlieben" zu können. Sein Noch-Ehemann sei "ein wunderbarer Mensch", betont Schropp - "da muss ja erst mal jemand kommen, den ich so toll finde wie ihn."

"Mit einem Fan will ich nicht zusammen sein"

Sich selbst beschreibt er als "Beziehungsmensch". Klar sei, dass er sich eine Partnerschaft auf Augenhöhe wünsche. "Am liebsten ist mir, die wissen gar nicht, wer ich bin. Mit einem Fan will ich nicht zusammen sein", sagt Schropp. Aktuell sei er "glücklich, dass ich mit dem Alleinsein kein Problem habe" - ganz im Gegensatz zu den ersten Monaten nach der Trennung, die der SAT.1-Star diesbezüglich als "Horror" beschreibt.

2018 outete sich Jochen Schropp in einem offenen Brief im Magazin "Stern" als schwul. "Mir geht es seitdem sehr viel besser", erklärt er heute im Gespräch mit Bettina Böttinger und denkt an die Zeit vor seinem Coming-out: "Es wusste ja jeder in der Branche. Und in meinem Privatleben wusste es natürlich auch jeder."

Queerfeindliche Gewalt: "Mich schockiert es nicht"

Dennoch sei er damals stets vorsichtig gewesen: "Ich weiß noch, wenn ich meinen damaligen Partner verabschiedet habe, dann gab es einen flüchtigen Kuss auf die Wange oder eine Umarmung oder sowas. Man hat halt irgendwie versucht, sich nicht öffentlich anzufassen - was man ja vielleicht, wenn man verliebt ist, sehr gerne tut." Er habe sich "halt so herummanövriert", resümiert Schropp.

In Bezug auf queerfeindliche Gewalt erklärt der Moderator, heute dennoch "teilweise besorgter" zu sein und "mit offenen Augen" durch seine Heimatstadt Berlin zu gehen. Der Angriff auf ein lesbisches Paar in einer Bremer Straßenbahn im vergangenen Jahr sei traurige Realität, erklärt er: "Mich schockiert es nicht, dass zwei Frauen zusammengeschlagen werden. Ich finde es schrecklich." Schropp falle es "mittlerweile positiv auf, wenn Leute auf der Straße Händchen halten", gesteht er: "So weit ist es schon in meinem Kopf, dass ich denke: Wow, das ist aber mutig. Und das ist doch verrückt."

Quelle: teleschau – der mediendienst