Liegt auf der vielleicht berühmtesten Familie in den USA ein Fluch? Viele Mitglieder des Kennedy-Clans starben jung - darunter auch JFK Jr.. Ihm widmet Disney nun eine eigene Serie.
Die USA haben keine Königsfamilie - aber sie haben die Kennedys. Der Clan, dessen wohl berühmtestes Mitglied John F. Kennedy als 35. Präsident der Vereinigten Staaten 1963 in Dallas erschossen wurde, ist mit all seinen Verstrickungen und Tragödien immer wieder Stoff gewesen für filmische Aufarbeitungen.
Jetzt ist die Junior-Generation dran: Bei Disney+ ist die Miniserie «Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette» gestartet. Die ersten drei Episoden sind dort schon zu sehen, in den kommenden Wochen sollen wöchentlich die übrigen sechs folgen.
Der «amerikanische Prinz»
Im Mittelpunkt stehen der «amerikanische Prinz», der Sohn von Präsident JFK und First Lady Jackie, und dessen Liebe zu seiner Frau Carolyn Bessette, die ähnlich tragisch endete wie die seiner Eltern: 1999 stürzte ein von Kennedy Junior selbst gesteuertes Flugzeug auf dem Weg von New Jersey zur Insel Martha's Vineyard ab. Der 38-Jährige, seine 33 Jahre alte Frau und dessen Schwester Lauren kamen ums Leben.
Die Serie beginnt mit dem Abflug in dieses tragische Ende. Am Horizont wird das Privatflugzeug von JFK Jr. immer kleiner - bevor die Geschichte des Paares dann in einer Rückblende erzählt wird.
Bessette (gespielt von Sarah Pidgeon) ist jung, aufstrebend und arbeitet bei Calvin Klein. Wenn man der Serie glauben kann, ist sie damals maßgeblich daran beteiligt, dass Kate Moss das ikonische Gesicht des Modehauses wird. Der Designer selbst ist es dann auch, der sie auf einer Party mit dem einst berühmtesten Sohn Amerikas bekannt macht: JFK Junior (Paul Anthony Kelly).
Vom salutierenden Dreijährigen zum «Sexiest Man Alive»
Der ist inzwischen vom kleinen «John John», der an seinem dritten Geburtstag bei der Beisetzung seines ermordeten Vaters vor dessen Sarg salutiert, zum «Sexiest Man Alive» herangewachsen. Dazu erklärte ihn das People Magazine 1988.
Gleichzeitig kämpft er darum, seinen Platz im Leben zu finden. Als Jurist ist er mäßig erfolgreich und wenn er versucht, Investoren für sein Politmagazin «George» (benannt nach George Washington) zu finden, dann muss er resigniert feststellen, dass potenzielle Geldgeber sich nicht mit ihm treffen, weil sie an sein Projekt glauben, sondern weil ihre Frauen den «Sexiest Man Alive» kennenlernen wollen.