Fünf Jahre nach der Flut im Westen Deutschlands erinnern Gedenkveranstaltungen an die Opfer. Auch Bundeskanzler Merz und Bundespräsident Steinmeier sind dabei. Welche Orte stehen im Fokus?
Das Hochwasser in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz war eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der jüngeren deutschen Geschichte. Nach Starkregen verwandelte sich die Ahr in eine Sturzflut, die mehr als 180 Menschen das Leben kostete - 136 in Rheinland-Pfalz und 49 in Nordrhein-Westfalen.
In diesem Jahr jährt sich der Tag zum fünften Mal. Die Flaggen hängen im Zeichen der Trauer auf Halbmast. Vielerorts gedenken Menschen der Verstorbenen und der Betroffenen – dafür reisen auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an.
Diese Orte stehen besonders im Fokus:
Altenahr
Die Ortsgemeinde Altenahr wurde von der Sturzflut schwer getroffen. 33 Menschen kamen ums Leben. Für viele Überlebende folgte eine Zeit voll Trauer, Frust und erzwungenen Neuanfängen.
Einige dieser Menschen werden in der Fotoausstellung «We Ahr Strong. Fünf Jahre, ein neuer Blick» zu sehen sein, die gegen Mittag im Beisein von Bundespräsident Steinmeier in Altenahr eröffnet wird.
Den Verstorbenen will die Gemeinde bei einem Gottesdienst am Nachmittag gedenken. Einer der Gäste wird der rheinland-pfälzische Innenminister Achim Schwickert (CDU) sein.
Erftstadt
Die Narben des Unwetters seien bis heute in den Städten und Dörfern sichtbar, hatte Landtagspräsident André Kuper (CDU) kürzlich gesagt. Dazu zählt beispielsweise Erftstadt, wo die Fluten eine Kiesgrube zum Einsturz gebracht hatten. Durch einen Erdrutsch kippten mehrere Häuser ins Wasser. Auch ein Teil der historischen Burg stürzte im Zuge der Flut ein.