Endet am Samstag der deutsche WM-Fluch? Bundesligastar könnte DFB‑Elf ärgern

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WM 2026: So macht Deutschland das Weiterkommen schon am Samstag perfekt
Die deutsche Nationalmannschaft könnte am Wochenende den WM-Fluch der letzten Jahre brechen.
Jubelnde Deutschland-Stars beim Spiel gegen Curaçao. Für die meisten Fans ist ein Stadion-Besuch bei der WM kaum erschwinglich.
2026 Getty Images/Molly Darlington

Deutschland kann mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste das Weiterkommen bei der Fußball-WM sichern - vorausgesetzt, sie bekommen einen Bundesliga-Star in den Griff.

Die deutsche Nationalmannschaft kann mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste am Samstag (20. Juni 2026) den Einzug in die K.o.-Runde perfekt machen. Möglich ist das dank der FIFA-Regularien für das erweiterte WM-Format - und eines zum Auftakt schwächelnden Titelfavoriten.

Einen Dämpfer könnte die Euphorie, die durch das spektakuläre 7:1 gegen Curaçao entfacht wurde, aber ausgerechnet durch einen Bundesliga-Star bekommen.

Dank Spanien und Kap Verde: DFB-Elf könnte Weiterkommen frühzeitig sichern

Durch das überraschende 0:0 zwischen Spanien und Kap Verde ist klar, dass die DFB-Elf mit einem Sieg am Samstag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Toronto gegen die Elfenbeinküste sicher die K.-o.-Runde der Fußball-WM erreicht. Da an dem Turnier erstmals 48 Teams in zwölf Gruppen teilnehmen, ziehen auch die acht besten Gruppendritten in die Zwischenrunde mit 32 Teams ein. Aufgrund der bisherigen Remis in den Gruppen B, C, F und H können die Dritten dieser Gruppen nicht mehr auf sechs oder mehr Punkte kommen.

Deutschland hätte mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste sechs Punkte und mindestens den dritten Platz in der Gruppe E sicher - unabhängig von allen anderen Ergebnissen. Sollten der erhoffte Gruppensieg oder der zweite Platz nicht erreicht werden, wäre die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann im schlechtesten Fall einer der acht Gruppendritten, die im Turnier verbleiben. Ein erneutes Vorrunden-Aus wie 2018 und 2022 wäre ausgeschlossen.

Diese Berechnung gilt auch für einen Sieg im abschließenden Gruppenspiel am 25. Juni (22.30 Uhr/ARD und MagentaTV) in East Rutherford gegen Ecuador. Allerdings ist nach dem 7:1-Sieg gegen Curaçao die Gefahr eines sehr frühen Ausscheidens ohnehin nur noch gering. Sehr wahrscheinlich werden sogar drei Punkte und eine deutlich positive Tordifferenz für das Weiterkommen ausreichen. Für die Spieler der Nationalmannschaft selbst spielen solche Rechenspiele aber vermutlich keine große Rolle - zumindest noch nicht.

Voller Fokus auf die Elfenbeinküste

Der Fokus liegt voll auf dem Duell mit der Elfenbeinküste, die bei dieser Weltmeisterschaft mit zwei Bundesliga-Spielern angereist ist. Einer, der den DFB-Stars besonders viel Respekt abnötigt, ist Yan Diomande von RB Leipzig. "Das ist ein super Junge, der eine mega Entwicklung genommen hat, aber noch nicht am Ende ist", sagte Raum schon vor dem Turnier über seinen Clubkollegen. Und der hat mit seinem furiosen Auftritt beim Sieg der Afrikaner gegen Ecuador direkt bestätigt, dass er den hohen Erwartungen bei dieser WM gerecht werden kann.

Diomande habe zweifelsohne "sehr viel Qualität", meint Raum. "Er kam als niemand zu uns nach Leipzig. Keiner kannte ihn", erinnert sich der RB-Kapitän an Diomandes Wechsel vom spanischen Club CD Leganés nach Leipzig vor einem Jahr. "Er hatte eine hohe Rückennummer und jeder dachte, er ist wieder irgendein Projekt-Spieler, der nicht spielen wird." Doch schon nach dem ersten Training habe Raum den Bossen zum Transfer gratuliert. Ganz ähnliche Qualitäten im Dribbling kann übrigens auch Bazoumana Touré vorweisen, der aus der erfolgreichen Saison seiner TSG Hoffenheim reichlich Schwung mit zur WM nimmt. Der Linksaußen, dem beachtliche 17 Scorerpunkte in 30 Bundesliga-Spielen gelangen, spielte gegen Kolumbien wie Diomande von Beginn an.

Ob die beiden gegen die Nagelsmann-Elf an ihr Leistungslimit kommen, das steht und fällt vor allem mit der Leistung der deutschen Außenverteidiger. Während Kimmich auf rechts gesetzt ist, kann sich Nagelsmann auf links zwischen dem gegen Curaçao stark aufspielenden Nene Brown und Raum entscheiden. Letzterer kennt Diomande aus vielen gemeinsamen Trainingseinheiten in Leipzig und weiß, wie man dem 19-Jährigen "den Spaß nehmen kann beim Fußball".