Geflohener Mörder in Italien gefasst - was ihm zum Verhängnis wurde

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Ein verurteilter Mörder flieht mit einem Motorrad. Er schafft es über die Grenze - doch dann wird ihm ein Unfall zum Verhängnis.

Update vom 18.06.2026, 18.54 Uhr: Geflohener Mörder in italienischem Krankenhaus festgenommen

Der bei einem begleiteten Freigang in Niedersachsen geflohene Mörder ist in Italien verhaftet worden. Die Polizei entdeckte den zu lebenslanger Haft verurteilten Mann in einem Krankenhaus, wie das Landeskriminalamt Niedersachsen mitteilte. Er war in der Region Venetien in einen Unfall involviert und wurde in der Klinik behandelt. Zuvor hatten RTL und Bild über die Festnahme berichtet.

Der 42-Jährige war am Dienstagnachmittag (16. Juni 2026) in Peine auf einem Motorrad geflüchtet. Laut dem Justizministerium in Hannover hatte der Straftäter im Rahmen seines Freigangs zusammen mit einem Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt die Wohnung seiner Mutter besucht. Ersten Erkenntnissen zufolge nutzte er einen Aufenthalt in einer nahegelegenen Garage, um mit seinem dort abgestellten Motorrad wegzufahren.

Nach einer erfolglosen Suche nach dem Häftling aus der Justizvollzugsanstalt Celle startete das Landeskriminalamt eine Öffentlichkeitsfahndung - mit Fotos, Namen und Personenbeschreibung des Mannes. "Mehrere Hinweise führten die Fahnderinnen und Fahnder schließlich auf eine Spur nach Italien", teilten die Ermittler mit.  Der Gesuchte reiste vermutlich über Bayern dorthin.

Lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes

Wie es zu dem Unfall südlich von Verona kam, war zunächst unklar. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann auf der Flucht stürzte. Sonst sei niemand in den Unfall verwickelt oder dabei verletzt worden, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts. 

Zu den Verletzungen des Mannes machten die Ermittler keine Angaben. Fest steht nur: "Er muss erst mal im Krankenhaus bleiben", sagte der LKA-Sprecher. Italienische Beamte nahmen den 42-Jährigen dort fest, er steht nun in der Klinik unter polizeilicher Beobachtung. Wann er nach Deutschland ausgeliefert wird und ob er dann wieder in seine alte Zelle zurückkehrt, ist noch offen.

Der Deutsche verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Er hatte im Jahr 2010 die damals 23-jährige Melanie aus Peine mit zahlreichen Messerstichen getötet, weil sie keinen Sex mit ihm haben wollte. Der Fall hatte weit über die Grenzen des Landkreises für Fassungslosigkeit und Entsetzen gesorgt.

Vorzeitige Entlassung nahezu ausgeschlossen

Für den Mord an der Internet-Bekanntschaft verurteilte das Landgericht Hildesheim den damals 27-Jährigen 2011 zu lebenslanger Haft und stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Eine vorzeitige Entlassung des Täters aus der Haft nach 15 Jahren war damit nahezu ausgeschlossen. Der Mann hatte die Tat vor Gericht gestanden. Dem Ministerium zufolge muss der Mann mindestens 19 Jahre im Gefängnis bleiben.

Ursprungsmeldung vom 18.06.2026, 9.10 Uhr: Verurteilter Mörder auf der Flucht - man soll von ihm fernbleiben

Fahnder des Landeskriminalamtes Niedersachsen suchen weiter nach einem geflohenen Mörder. Bisher ohne Erfolg, wie ein LKA-Sprecher am Morgen sagte. Der 42-Jährige war am Dienstagnachmittag während eines begleiteten Freigangs in Peine geflohen. 

Am Mittwoch informierten die Behörden über die Öffentlichkeitsfahndung nach dem möglicherweise gefährlichen Mann. Nach Angaben des Justizministeriums in Hannover hatte der Straftäter während seines Freigangs gemeinsam mit dem Begleiter die Wohnung seiner Mutter besucht.

Während des Besuchs nutzte der Mann einen Aufenthalt in einer nahegelegenen Garage, um mit einem Motorrad zu fliehen. Nach Ministeriumsangaben war es der 38. Begleitausgang des Strafgefangenen seit September 2023. Die vorherigen 37 Ausgänge seien beanstandungslos verlaufen.

Möglicherweise gefährlich - verurteilter Mörder in Niedersachsen auf der Flucht

Nach einer ersten erfolglosen Suche startete das LKA die Öffentlichkeitsfahndung mit Fotos, Namen und Personenbeschreibung des etwa 192 Zentimeter großen und etwa 130 Kilogramm schweren Straftäters. Demnach trug der 42-Jährige bei seiner Flucht eine schwarze Motorradjacke, ein schwarzes T-Shirt mit Schriftaufdruck "Metallica", eine schwarze Cargohose und schwarze Schuhe. 

Der Geflohene mit kurzen Haaren und Bart verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Das Landgericht Hildesheim stellte die besondere Schwere der Schuld fest, wie das Ministerium mitteilte. Der Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft ist demnach seit Oktober 2010 in Haft. 

Wer den Geflohenen sieht, soll sich ihm nicht nähern, sondern über den Notruf die Polizei verständigen. Nach LKA-Angaben ist möglich, dass sich der Gesuchte bevorzugt in den Städten Peine und Kassel aufhält. Die Fahnder betonen aber ausdrücklich, dass für die beiden Städte keine konkrete Gefahrenlage bestehe.

Vorschaubild: © Marcus Brandt/dpa